Samstag, 25.03.2017

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Projektinformation


Im Jahr 1998 erreichte der weltweite Einsatz für Kinderrechte einen bisher einzigartigen Höhepunkt: Der Global March Against Child Labour wurde zu  einem entwicklungs- und sozialpolitischen Großereignis mit hoher symbolischer Bedeutung: Er zeigte, dass und wie es im Zeitalter der Globalisierung möglich ist, die modernen Kommunikations- und Transportmöglichkeiten für die Durchsetzung sozialer Ziele zu nutzen.

Getragen wurde der Marsch von mehr als 1.400 Nichtregierungsorganisationen in über 100 Ländern. Über eine Million Menschen schlossen sich dem Marsch für kürzere oder längere Abschnitte an, 7,5 Millionen unterstützten seine Forderungen  mit ihren Daumenabdrücken. Den Kern des Marsches bildeten rund 100 "Core Marchers", die von Asien, Afrika und Lateinamerika bis nach Genf zogen. Zu diesen "Core Marchers" gehörten vor allem ältere Kinder und Jugendliche, die über Jahre unter ausbeuterischen Formen von Kinderarbeit gelitten hatten.

Der Global March – ein Erfolg für die Rechte der Kinder

Angeregt worden war der Marsch von dem Südasiatischen Bündnis gegen Kindersklaverei (SACCS) und der britischen Menschenrechtsorganisation Anti-Slavery International. Am 17. Januar 1998 war der Start in Manila, am 25. Februar 1998 begann der Marsch in Sao Paulo, am 21. März 1998 in Kapstadt.

Sein Ziel war Genf. Dort tagte im Juni 1998 die Internationale Arbeitskonferenz mit den Beratungen über ein neues Übereinkommen gegen die unerträglichsten Formen von Kinderarbeit. Diese Beratungen wurden im Juni 1999 mit der Annahme des Übereinkommens abgeschlossen. Auch bei dieser 87. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz waren einige "Core Marchers" und weitere Vertreterinnen und Vertreter des Global March anwesend: Diese Präsenz des Global March prägte beide Tagungen der Arbeitskonferenz, und der Global March konnte einen großen Teil seiner Forderungen im Blick auf das neue Übereinkommen durchsetzen.

Einzelheiten sind in den folgenden Berichten zusammengestellt:

Das Deutsche Bündnis für den Global March

In Deutschland bildeten die Aktion "Brot für die Welt", das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die Kindernothilfe, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Fair Trade e.V. im Jahre 1997 das Deutsche Bündnis für den Global March. Koordiniert wurde das Deutsche Bündnis von der Werkstatt Ökonomie (verantwortlich) und (in den Jahren 1997 und 1998) vom Informationszentrum Dritte Welt des Kirchenkreises Herne.

Auch in Deutschland wurde der Global March zu einem großen Erfolg.

Die Forderungen des Deutschen Bündnisses für den Global March wurden, soweit sie sich auf das neue Übereinkommen über schlimmste Formen von Kinderarbeit bezogen, im Mai 1998 und im Mai 1999 vom Deutschen Bundestag weitgehend aufgegriffen:

Weiterarbeit für die Rechte arbeitender Kinder

Nach der Verabschiedung des neuen Übereinkommens 182 und der Empfehlung 190 der Internationalen Arbeitsorganisation konzentriert sich der Global March auf die Forderungen nach einer raschen Ratifizierung und Umsetzung dieser Instrumente durch die Mitgliedsstaaten der Internationalen Arbeitsorganisation.

Im Laufe des Jahres 2000 ging die Arbeit des Deutschen Bündnisses für den Global March im neu gegründeten Deutschen NRO-Forum Kinderarbeit auf.


 







       

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