Samstag, 25.03.2017

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Uwe Kleinert, Inlandswirkungen des Fairen Handels  | 2000


Allgemein wird der Faire Handel in erster Linie als ein Instrument zur Förderung von Kleinbauern in den Ländern der Dritten Welt wahrgenommen. Dort vor allem soll er Wirkung zeigen. Doch von Anfang an ist mit dem Fairen Handel auch der Anspruch verbunden gewesen, hierzulande Wirkung zu erzielen. Dabei lassen sich zwei miteinander verknüpfte Wirkungsbereiche unterscheiden: Zum einen geht es darum, Verbraucher(inn)en überhaupt als Käufer(innen) fair gehandelter Produkte zu gewinnen, um die Absatzmöglichkeiten der Produzentenpartner(innen) in den Ländern des Südens zu verbessern, aber auch, um über die individuellen Kaufentscheidungen ethische Kriterien in Marktbeziehungen einzubringen. Zum anderen sollen den Konsument(inn)en und der Öffentlichkeit anhand der fair gehandelten Produkte entwicklungspolitische Zusammenhänge begreifbar gemacht werden, um sie für Fragen der Einen Welt und die vom Fairen Handel angebotenen Handlungsoptionen zu sensibilisieren.

Die beiden Aspekte bilden auch das Gerüst der vorliegenden Studie: Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Wirkungen des Fairen Handels am Markt und Kapitel 4 behandelt die entwicklungspolitischen Wirkungen. In der Einleitung zu diesem Buch ist schon angedeutet, dass sich nicht von selbst versteht, was "Fairer Handel" eigentlich ist: In Kapitel 2 werden deshalb vorab Ziele und Kriterien des Fairen Handels diskutiert, wesentliche Akteure benannt und mögliche Interpretationen zu den gesellschaftlichen Funktionen des Fairen Handels vorgeschlagen.

Grundlage der Studie sind neben der im Anhang genannten Literatur insbesondere persönliche Gespräche, Telefonate und Schriftwechsel (zwischen Februar und Juli 1999) mit Vertreter(inne)n von Gruppen und Organisationen aus dem Bereich des Fairen Handels, mit Unternehmens- und Gewerkschaftsvertretern, Journalisten und Politiker(inne)n. Es kann der Studie vor diesem Hintergrund in weiten Bereichen nicht um verallgemeinerbare Aussagen gehen – diese sind nur für einige wenige Teilaspekte auf der Grundlage vorliegender empirischer Untersuchungen möglich gewesen –, sondern um Wahrnehmungen, Einschätzungen und (nach Möglichkeit plausible) Schlussfolgerungen. 

(aus der Einleitung zur Teilstudie "Inlandswirkungen")

Bibliographische Angaben: Kleinert, Uwe (2000): Inlandswirkungen des Fairen Handels, in: Misereor, Brot für die Welt, Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.), Entwicklungspolitische Wirkungen des Fairen Handels. Beiträge zur Diskussion (Edition weltweite Solidarität; 4), Misereor Medien, Aachen, August 2000, S. 21-110 (Manuskript November 1999)




 

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