Sonntag, 26.02.2017

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Bedingungsloses Grundeinkommen (Basic Income Grant)
 


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Spendenaufruf der BIG-KoalitionDer Aufbau eines sozialen Grundsicherungssystems ist nicht nur für die Bundesregierung und viele Entwicklungsorganisationen zu einem wichtigen Thema beim Kampf gegen Armut geworden, auch viele Regierungen im Südlichen Afrika beschäftigen sich intensiv damit.

So wurde in einer Studie, die von der namibischen Regierung in Auftrag gegeben worden war, ein bedingungsloses Grundeinkommen (BIG) als angemessenes Konzept zur Überwindung der absoluten Armut in einem Land empfohlen, das eine ausgesprochen ungleiche Einkommensverteilung aufweist. Südafrika hatte sich in einer ähnlichen Debatte und unter dem wachsenden Druck der verarmenden Bevölkerung gegen ein BIG und für ein differenziertes System der bedingten Grundsicherung entschieden.

Trotz der Empfehlung hat sich die namibische Regierung bisher nicht auf ein BIG festgelegt. Vor diesem Hintergrund beschloss ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen unter Führung der Lutherischen Kirche und ihrem Bischof Zephania Kameeta, ein Pilotprojekt für ein bedingungsloses Grundeinkommen ins Leben zu rufen.

Walk the talk: Pilotprojekt in Otjivero/Omitara 

Zwischen Januar 2008 und Dezember 2009 erhielten etwa 1.000 Menschen in dem Dorf Otjivero, das rund 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Windhuk liegt, ohne irgendwelche Bedingungen 100 N$ (das sind ungefähr acht Euro) als monatliches Grundeinkommen ausgezahlt. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet und zeitigte in kürzester Zeit erstaunliche Ergebnisse. So wurde bereits im ersten Halbjahresberichtdarauf der Beweis geführt, dass das BIG ein Weg zur Beseitigung der absoluten Armut darstellen kann.

Der namibischen Koalition geht es nun darum, die eigene Regierung von der Sinnhaftigkeit einer landesweiten Einführung eine BIG zu überzeugen.

KASA begleitet die Arbeit der BIG-Koalition und bringt die Erfahrungen aus dem namibischen Projekt in die deutsche Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Gleichzeitig diskutiert KASA das BIG im Rahmen des Arbeitsschwerpunkts "Zivilgesellschaftliche Alternativen angesichts neoliberaler Globalisierung" mit den Partnern aus dem Südlichen Afrika.



 

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