Donnerstag, 23.02.2017

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Rohstoffabbau als Herausforderung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards
 


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Als ab 2001 die Preise für Metalle, Energie und landwirtschaftliche Produkte zu steigen begannen, gingen viele Optimisten davon aus, dass die Stunde der rohstoffreichen Länder geschlagen habe. Doch mittlerweile hat die Wirtschaftskrise auch den Rohstoffsektor erschüttert. Vom Boom ist nur noch im Zusammenhang mit ein paar Ausnahmeprodukten die Rede.
 
Die Erwartung, dass der Rohstoff-Boom zu einer grundlegenden und nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in rohstoffreichen Ländern des Südlichen Afrika und anderer Teile der Welt beitragen würde, hatte sich schon vor der Wirtschaftskrise als bloßer Wunschdenken entpuppt. Bestätigt hatte sich das, was in der Fachliteratur als „Fluch des Reichtums“ oder „Paradox des Überflusses“ diskutiert wird. Es gibt viele Gründe  für die dünnen positiven Auswirkungen des Rohstoff-Booms auf die lokalen Bevölkerungen. Am häufigsten werden die unausgewogenen Verträge thematisiert, die den Unternehmen große Gewinne bescheren, während die Staaten von den Gewinnen nur wenig profitieren und die Umwelt- und Sozialstandards sehr niedrig gesetzt werden.
 
Hinzu kommt, dass viele rohstoffreiche Länder unter Auslandsschulden leiden, deren Rückzahlung einen Großteil ihrer Gewinne verschlingt. Von dem, was übrig bleibt, bereichern sich die nationalen Eliten auf Kosten derer, die unter den Auswirkungen der Rohstoffförderung am stärksten zu leiden haben. Schließlich wandern die Unternehmensgewinne ins Ausland ab, was Investitionen in eine Diversifizierung der rohstoffzentrierten Wirtschaftsstrukturen verhindert.
 
Angesichts dieser Problematik besteht die Herausforderung der Zukunft darin, an der Entstehung von Rahmenbedingungen mitzuwirken, die die Rohstoffförderung im Südlichen Afrika an drei Hauptbedingungen knüpft: gerechte Verteilung der Gewinne, Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards und Achtung des Mitbestimmungsrechtes der lokalen Bevölkerungen.




 

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