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02.12.2010
KASA Newsletter 3/2010
 


Editorial

Ganz im Zeichen unserer diesjährigen Reise ins Südliche Afrika steht dieser letzte Newsletter 2010. Im Oktober waren Boniface Mabanza und Simone Knapp in Sambia, Südafrika und Simbabwe unterwegs, um Partnerorganisationen zu besuchen und mit ihnen gemeinsam über neue Projekte, gemeinsame Kampagnen und Prozesse in der Region zu diskutieren und wieder einen persönlichen Eindruck von der Situation vor Ort zu bekommen. Vieles davon wird ganz konkret die Arbeit für das kommende Jahr beeinflussen, ihr neue Impulse geben.

Besonders beeindruckend war die zweitägige Partnerkonsultation in Kapstadt, die hier in zwei Artikeln thematisiert wird – ganz persönliche Resümees der KoordinatorInnen.

Wir wünschen gute Lektüre, freuen uns auf Rückmeldungen und wünschen eine gesegnete und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start im neuen Jahr!

Simone Knapp & Boniface Mabanza


Sambia und das Chiluba Syndrom

Das Chiluba-Syndrom besteht darin, Eliten an die Macht zu bringen, die nicht besser als die Autokraten oder die neoliberalen Demokraten sind, die sie ersetzen und gegen die diese Eliten selbst oft lange gekämpft haben. Dieses Phänomen lässt sich auch in anderen Teilen der Welt finden, aber nirgendwo auf der Welt scheinen seine Auswirkungen so verheerend zu sein wie in Sambia. Die Unzufriedenheit in dem Land gegenüber der Regierung und vor allem gegenüber dem derzeitigen Präsidenten Ruphia Banda ist sehr groß und das zu Recht. | weiterlesen


Geschichten vom Überleben in Südafrika

Nelson Mandela hat am 8. Mai 1996 am Sharpeville-Denkmal die neue südafrikanische Verfassung unterschrieben, denn dieser Ort hat für die Geschichte Südafrikas eine ganz besondere Bedeutung. Das Massaker von 1960, das 69 Menschenleben kostete, hat sich tief in das Gedächtnis der Mehrheit der Menschen in Südafrika eingebrannt. Die südafrikanische Opferorganisation Khulumani Support Group hat die Geschichten von fünf Menschen, die bis heute in Sharpeville wohnen und damals Teil der Ereignisse waren, dokumentiert. KASA hat sie ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht. Bei unserer Dienstreise im Oktober 2010 haben wir die ErzählerInnen besucht und ihnen die fertige Broschüre gezeigt, die Teil unserer Kampagne zur Unterstützung der Entschädigungsklage ist. | weiterlesen


KASA Partnerkonsultation 2010 in Kapstadt

Ziel der diesjährigen Partnerkonsultation war es, die Debatten aus dem Vorjahr über die Fußball Weltmeisterschaft und über Alternativen angesichts neoliberaler Globalisierung wieder aufzunehmen und weiterzuentwickeln Des Weiteren sollte die Diskussion im Süden eine Plattform bekommen, Vernetzung ermöglicht und neue gemeinsame Prozesse und Projekte angestoßen werden. Ein Versuch, die Ergebnisse zu sichern. | weiterlesen


Einheit in der Vielfalt bewahren: Partnerkonsultation 2010

Auch im Südlichen Afrika ist die zivilgesellschaftliche Landschaft durch ihre Lebendigkeit gekennzeichnet. Dabei kann allerdings das Problem auftreten, dass sich die Organisationen nur auf bestimmte Perspektiven beschränken und dadurch andere Bereiche vernachlässigt werden können. Angesichts dieses Problems wird als Lösung oft eine Vernetzung genannt. Eine solche Vernetzung kann die Zersplitterung allerdings nur überwinden, wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, mit denen sich die verschiedenen Organisationen beschäftigen. KASA bemüht sich im Rahmen der Partnerkonsultation ein Forum anzubieten, bei dem verschiedene Akteure über gemeinsame Themen diskutieren können. | weiterlesen


Das Erbe der WM 2010 in Südafrika: eine erste Bilanz nach Abpfiff

Am 11. Juli 2010 wurde mit dem Finale zwischen den Niederlanden und Spanien in Johannesburg die erste Fußballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden beendet. Doch was bleibt von diesem sportlichen Großereignis, außer dem Klang der zahlreichen farbenprächtigen Vuvuzelas im Ohr? Die WM erwies sich als gewinnbringendes Sportereignis für die FIFA und die deutsche Wirtschaft. Das Problem der Nutzung der riesigen neuen Stadien tritt nach dem Abpfiff zu Tage und neben den „weißen Elefanten“ hat die WM dem Land einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Es bleibt abzuwarten, welche Gewinner und die Verlierer die erste WM auf afrikanischem Boden langfristig hinterlässt. | weiterlesen


Simbabwe und der Kimberley-Prozess

Der Kimberley- Prozess (KP) befasst sich mit dem Diamantenhandel und ist Anfang des Jahrhunderts in der Zusammenarbeit von Regierungen, der Diamantenindustrie und NGOs entstanden. Das spezifische an der Situation in Simbabwe ist, dass es dort die Regierung selbst ist, die Menschenrechtsverletzungen begeht. Die Regierungspartei plündert die Ressourcen des Landes und steckt sich die Gewinne in die eigene Tasche. Der KP muss sich weiterentwickeln und auch Themen wie Menschenrechte und Transparenz mit einbeziehen. Auch die Zivilgesellschaft versucht inzwischen Einfluss zu nehmen und es wurde ein Local Focal Point gegründet, der dem vom KP eingesetzten Monitor zuarbeiten soll. Im Frühjahr werden in Simbabwe Wahlen stattfinden und auch da steht das Thema Diamanten ganz oben auf der Liste. | weiterlesen


„An other Africa is in the making“
Gewerkschaften als Veränderungskräfte im Südlichen Afrika?


In der politischen Landschaft des Südlichen Afrikas sind Gewerkschaften zentrale Akteure der Veränderungsprozesse und der Politikgestaltung. Angesichts fehlender gut fundierter und verwertbarer Studien über soziale Prozesse in der Region sind im Umfeld von Gewerkschaften in einigen Ländern des Südlichen Afrika Forschungsinstitute entstanden, die viele relevante Entwicklungen in der Region wissenschaftlich begleiten. Dabei ist das seit 2003 existierende Programm „Alternatives to Neoliberalism in Southern Afrika“ (ANSA) erwähnenswert. ANSA will nationale Prozesse in Gang setzen, gemeinsame Probleme der Region aufzeigen und eine Richtungsweisung für eine neue ideologische Ausrichtung auf regionaler und nationaler Ebene anstoßen. | weiterlesen


Simbabwe und die Landfrage

Inzwischen gibt es neue Studien, die ein anderes Licht auf die Landreform in Simbabwe seit 2000 werfen – differenzierter, weniger voreingenommen und prozessorientierter. Veränderung in der Landwirtschaft konnten wir auf unserer Reise nicht beobachten, blieben wir doch hauptsächlich in Harare und Umgebung. Was wir aber gerade hier beobachten konnten war das Phänomen des urban farming. | weiterlesen


Die EPAs sind auf der Agenda zurück

Am 5. und 6. November fand in Berlin die Konferenz „Nie wieder Weltmeister. Alternativen zur exportorientierten Wirtschaft“ statt, an deren Konzipierung und Durchführung die KASA beteiligt war. Obwohl im Rahmen dieser Handelskonferenz offiziell nur eine Veranstaltung explizit zu den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) geplant war, haben sie doch in vielen anderen Veranstaltungen eine große Rolle gespielt. Die Diskussionen zu den EPAs könnten außerdem durch den EU- Afrika- Gipfel, der vom 29. bis zum 30. November in Libyen stattgefunden hat, wieder belebt werden. Zusammen mit der StopEPA- Kampagne versucht KASA eine größere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die EPAs herzustellen. | weiterlesen


Unternehmensverantwortung auf dem Prüfstand
Die Entschädigungsklage südafrikanischer Apartheidopfer gegen Daimler und Rheinmetall


Kurz vor der Tagung, die unter dem Titel „Unternehmensverantwortung auf dem Prüfstand. Die Entschädigungsklage südafrikanischer Apartheidopfer gegen Daimler und Rheinmetall“ im September 2010 in Bonn stattfand, kam die schlechte Nachricht aus New York: Eine Klage gegen Shell, die wie die Apartheidklage unter dem Alien Tort Claims Act (ATCA) eingereicht worden war, ist abgelehnt worden. Welche Auswirkung hat diese neue Situation auf die Khulumani- Klage und auf die Möglichkeiten, Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen? | weiterlesen


Termine

5.12.2010
Podium „Perspektiven der Eine-Welt-Bewegung. Chancen und Beispiele solidarischer Ökonomie“. Karlstorbahnhof, Heidelberg
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16.12.2010
Kampagne „The Star of Apartheid“: Übergabe der Unterschriften an den Daimler Vorstandvorsitzenden Dieter Zetsche in Stuttgart

15.1.2011
Referat und Workshop zum Rohstoffabbau an der Ostschweizer Impulstagung im Rahmen der ökumenischen Kampagne von Fastenopfer und Brot für Alle, Bern

21.1.2011
Impulsreferat zum prophetischen Handeln der Kirchen im Rahmen des Aufrufs „Für eine prophetische Kirche“, Frankfurt am Main

2901.2011
Workshop zu „Afrika im Fokus von Handels- und Rohstoffpolitik“ im Rahmen von Stuttgart Open Fair

3.-11.2.2011
Weltforum für Theologie und Befreiung und Weltsozialforum in Dakar/Senegal

16.2.2011
KASA Jahrestagung, Frankfurt


Impressum

Herausgegeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Obere Seegasse 18, 69124 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.woek.de

Bankverbindung:
KASA c/oWerkstatt Ökonomie, Konto 801 885 1600
GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza
unter Mitarbeit von Katharina Kramer


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