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07.04.2011
KASA Newsletter 1/2011
 


Editorial

Liebe LeserInnen,
liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

die erste Ausgabe für 2011 des KASA-Newsletters ist so weit. Inhaltlich beschäftigt er sich mit verschiedenen Facetten des Themenspektrums der KASA. Auch einige der aktuellen Weltereignisse finden in dieser Ausgabe Berücksichtigung. So nehmen die Beiträge Bezug auf die EPAs, Land Grabbing, das Weltsozialforum in Dakar, die Veränderungen in Nordafrika und ihre Auswirkungen auf den Rest des Kontinents, die Veränderungen in der politischen Landschaft in Südafrika und vieles mehr. An der Redaktion haben sich Lisa Stehr und Katharina Kramer beteiligt, die zurzeit ein Praktikum bei der KASA absolvieren.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre und freuen uns über Rückmeldungen.
Simone Knapp & Boniface Mabanza


New Growth Path 
Was steckt hinter dem neuen Wirtschaftsplan der südafrikanischen Regierung?


Ende 2010 stellte der Wirtschafts- und Entwicklungsminister Ebrahim Patel den neuen Wirtschaftsplan vor und erntete zunächst massive Kritik sowohl von Seiten der Wirtschaft als auch von Seiten der Linken und Gewerkschaften – deren Mann im Kabinett Patel eigentlich ist. Jeremy Cronin als Vertreter der Kommunistischen Partei Südafrikas (SACP) steht dem neuen Plan erstaunlich positiv gegenüber. Er sieht darin tatsächlich einen Paradigmenwechsel, der eigentlich bereits mit der ASGISA 2006 in Gang gesetzt worden war, doch aufgrund der Diskussionen um Mbeki und der Polokwane-Konferenz weder wirkliche Beachtung noch Implementierung fand. | weiterlesen


EPAs: Die Nichterfüllungsklausel spaltet die Zivilgesellschaft.
Aber warum eigentlich?


Seit Beginn der EPA-Verhandlungen waren sich zivilgesellschaftliche Organisationen in den verschiedenen afrikanischen EPA-Regionen darüber einig, dass es mehr Gründe gibt, das neue Regelwerk in seiner noch existierenden Ausrichtung abzulehnen als es zu unterschreiben. Die Geschlossenheit und Entschlossenheit der Zivilgesellschaft an den Verhandlungstischen in West- und Zentralafrika und/oder auf den Straßen sowie hinter den Kulissen in den anderen Regionen haben den Verlauf der EPA-Verhandlungen bis zum heutigen Tag entscheidend beeinflusst. | weiterlesen


Klimagerechtigkeit und zivilgesellschaftliche Aktionen im Vorfeld zu COP17

Ende dieses Jahres, vom 28. November bis 9. Dezember 2011 findet die UN-Klimakonferenz statt, diesmal in Durban, Südafrika. Nach den enttäuschenden Ergebnissen vor allem der letzten beiden Jahre, stellen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche soziale, kirchliche und umweltpolitische Organisationen ihre Forderungen an die Delegierten der 17. Conference of the Parties (COP17). Zwei Aspekte stehen dabei zurzeit im Blickpunkt: Besonders verheerend ist der Klimawandel nicht nur für die weniger entwickelten Regionen der Welt, überproportional sind vor allem auch deren arme Bevölkerungsgruppen betroffen. | weiterlesen


PACSA-Studie zur Wahrnehmung der Demokratie in Südafrika

Die Pietermaritzburg Agency for Social Christian Awareness (PACSA), langjähriger Partner der KASA, hat die Ergebnisse des 2010 durchgeführten „Democracy Perception Report“, einer Befragung von 330 Personen zu ihren Einstellungen zur Demokratie sowie zur Leistungsbeurteilung der Lokalregierungen, vorgelegt. Die Studie umfasste Personen jeden Alters aus sechs Provinzen in der Nähe von Pietermaritzburg. Hinsichtlich der politischen Verhältnisse und der Etablierung demokratischer Strukturen galten diese Provinzen als besonders schwierig, da sie im Vorfeld der ersten demokratischen Wahlen von hoher politischer Gewalt betroffen waren. Was hatte sich dort also verändert? | weiterlesen


Land Grabbing – auf „Einkaufstour“ in Afrika

„Ländliche Entwicklung“ und „Ernährungssouveränität“ sind wieder zentrale Punkte in Fachpublikationen, bei Konferenzen oder innerhalb politischer Diskussionen. Dies geschieht vor allem vor dem Hintergrund großflächiger Landkäufe oder -pachtungen von ausländischen Investoren in Asien, Lateinamerika und in großen Teilen Afrikas. Immer mehr kapitalstarke Investoren kaufen vor allem in Entwicklungsländern große Agrarflächen an oder pachten diese, um dort vornehmlich für Exportprodukte anzubauen und sich diese so für den heimischen Verbrauch zu sichern. | weiterlesen


Democratic Left Front – Partei oder Bewegung?

Im Oktober 2008 trafen sich etwa 60 AktivistInnen aus unterschiedlichen sozialen und politischen Bewegungen und Gewerkschaften, um gemeinsam einen Organisierungsprozess in Gang zu setzen. Ziel war es, eine Plattform für linke demokratische Kräfte zu gründen, deren erster nennenswerter Auftritt die Konferenz der Demokratischen Linken im Januar 2011 war. Dort trafen sich dann etwa 250 AktivistInnen unter dem Motto: „Unite to make another South Africa and World possible.“ Aus dieser Konferenz ging die Democratic Left Front (DLF) hervor. | weiterlesen


Springt der Funke der Revolution auch ins Südliche Afrika?


Ähnlich wie Ägypten, Tunesien und Libyen sind auch Länder wie Swasiland, Angola und Simbabwe geprägt durch jahrzehntelange autokratische Herrschaft gepaart mit Misswirtschaft, Korruption und massiven Menschenrechtsverletzungen. Werden die Menschen in diesen Ländern die nordafrikanischen Proteste also zum Vorbild nehmen? | weiterlesen


KASA- Jahresversammlung 2011
„Gesegnete Region – vergeudete Chance“


Die KASA-Jahresversammlung im Jahr 2011 stand unter dem Motto „Gesegnete Region – vergeudete Chance. Rohstoffe im Südlichen Afrika“. Die Böden im Südlichen Afrika sind fruchtbar und reich an Bodenschätzen. Demnach müsste es der Region gut gehen - doch dies ist nicht der Fall. In diesem Zusammenhang spricht man im wissenschaftlichen Diskurs auch vom „Paradoxon des Überflusses“ oder vom „Fluch der Rohstoffe“. | weiterlesen


Rücküberweisungen von Migranten: Opium für das Volk?
Plädoyer für eine neue Rolle der afrikanischen Diaspora


In den letzten Jahren haben die Rücküberweisungen vor allem eins geleistet: Sie haben zu einer neuen Wahrnehmung der Migranten beigetragen. Das herrschende Bild des armen, schutzbedürftigen Asylbewerbers ist, zumindest in entwicklungspolitischen Milieus, erschüttert worden. Dass Migranten Geld, viel Geld überweisen, und für einige Länder sogar mehr als Entwicklungshilfezahlungen und ausländische Direktinvestitionen zusammen, führt dazu, dass Migranten nicht mehr nur als Belastung für die sozialen Kassen wahrgenommen werden. | weiterlesen


Weltsozialforum 2011 in Dakar: Rückkehr des Politischen?

Das Weltsozialforum stellte OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen vor große Herausforderungen. Die Aufkündigung der Kooperation mit dem Weltsozialforum durch die kurz vor Beginn des Forums einberufene neue Leitung der Universität Cheick Anta Diop sowie die Kürzung der Finanzmittel durch die senegalische Regierung stellte die Veranstalter vor massive organisatorische Probleme. Diese waren zum Teil kaum zu überwältigen. Doch wer trotz massiver organisatorischer Probleme nicht in das Klagelied einstimmte und versuchte, aus der Situation das Beste zu machen, dürfte aus Dakar nicht enttäuscht zurückgekommen sein. | weiterlesen


Ngor, ein senegalesisches Dorf

Am letzten Tag des Weltsozialforums in Dakar besuchte ich mit Kollegen vom Institut für Theologie und Politik (Münster) Ngor. 22 km vom Zentrum Dakars entfernt liegt das Dorf. Ngor ist der westlichste Punkt Afrikas, auf der anderen Seite des Atlantiks befindet sich Brasilien. Alles ist Beton, es wird viel gebaut. Nichts entspricht dem Klischee eines afrikanischen Dorfes. Doch wenn man durch Ngor nur herumläuft, verfehlt man das Wichtigste. | weiterlesen


Termine

9.-17.4.2011
Speaker Tour mit Wallie Roux zum Thema "Rohstoffe und EPAs"

9.4.2011
Die Europäische Rohstoffpolitik aus afrikanischer Perspektive. Vortrag und Diskussion im Rahmen der Kampagnentreffen von Attac. DGB-Jugend, Wilhelm-Leuschner-Straße 69, Frankfurt a. M., 11.15 Uhr
 
11.4.2011
Europa im Rohstoffrausch. Wie die EU-Handels- und Rohstoffpolitik Entwicklung untergräbt. Stuttgart, Rosa Luxemburg Stiftung, Ludwigstr. 73A, 19.00 Uhr           

20.-22.5.2011
Jenseits des Wachstums. Ökologische Gerechtigkeit. Soziale Rechte. Gutes Leben. Ein Kongress von Attac an der TU Berlin.
Forum 4: Die inhumanen Wirkungen des Wachstums: Klimaflüchtlinge und Ressourcenkriege unter Beteiligung von Simone Knapp
Podium 9: Gutes Leben für alle: eine Frage der Gerechtigkeit unter Beteiligung von Boniface Mabanza

3.6.2011
Europa-Meeting des Missionswissenschaftlichen Instituts in Sankt Augustin unter Mitwirkung von Boniface Mabanza. Arnold-Janssen-Str. 30, 53757 Sankt Augustin

10.6.2011
Ausstellungseröffnung „Reflections on Zimbabwe – the story of a stolen election”. Vortrag mit Simone Knapp. Heidelberg, Karlstorbahnhof, Gumbelraum

1.7.2011
Land Grabbing in Sambia. Die Rolle deutscher Akteure. Vortrag mit Simone Knapp. Heidelberg, Karlstorbahnhof, Gumbelraum

18.-19.11.2011
Südliches Afrika. Klimagerechtigkeit und Entwicklung. Tagung der Ev. Akademie Bad Boll in Kooperation mit EED, EMS und KASA


Impressum

Herausgegeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Obere Seegasse 18, 69124 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.woek.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie, Konto 801 885 1600
GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza
unter Mitarbeit von Lisa Stehr & Katharina Kramer



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