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09.12.2011
KASA Newsletter 3/2011
 


Editorial

Liebe LeserInnen,
Liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

mit diesem letzten Newsletter für das Jahr 2011 möchten wir uns in besonderer Weise bei unseren Partnern im Südlichen Afrika bedanken. Sie haben sich bei unserem Besuch im September/Oktober Zeit genommen, die jeweilige Situation in ihrem Land zu besprechen, mit uns über Perspektiven der gemeinsamen Arbeit zu diskutieren und viele haben auch an unserer Konferenz in Südafrika zum Thema Poverty addressing Wealth teilgenommen. Sämtliche Dokumente dazu sowie das Protokoll finden Sie hier:

KASA-Konferenz in Johannesburg.

Die Erfahrungen, die wir in Namibia, Sambia, Simbabwe und nicht zuletzt in Südafrika gemacht haben, die Diskussionen, die wir geführt, und die Einschätzungen, die wir gehört haben, sind in die Artikel des Newsletters mit eingeflossen. In Sambia und Simbabwe hat uns Uwe Kleinert von der Werkstatt Ökonomie als Vertreter des Geschäftsführenden Ausschusses der KASA begleitet. Von ihm stammen die meisten Fotos. Wir wünschen Ihnen und Euch spannende und anregende Lektüre und freuen uns wie immer über Rückmeldungen.

Zum Schluss noch ein besonderer Dank an zwei langjährige Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses, die sich neuen Aufgaben – oder Ländern widmen und daher ihre Organisation nicht mehr im Leitungsgremium der KASA wahrnehmen können. Das sind zum einen Karl Schüle, der für Brot für die Welt, und Burchard Schlömer, der für Missio Aachen über viele Jahre im GA mitgearbeitet hat. Beide hatten jeweils für zwei Jahre das Spreche-ramt des GA übernommen und waren uns durch ihre Kompetenz, ihre vielfältigen Kontakte und ihren Rat wichtige Stützen und Hilfen in der Arbeit. Wir wünschen ihnen für ihre neuen Aufgaben alles Gute und Gottes Segen und hoffen, dass wir trotzdem in Kontakt bleiben.

Wenn jemand geht, kommt zum Glück auch jemand Neues! Brot für die Welt wird in Zukunft durch Beate Hahn vertreten werden, und Missio Aachen schickt Felix Steiner in den GA. Herzlich Willkommen – wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit!

Wir bedanken uns für die Treue und das Vertrauen in unsere Arbeit, die wir im Laufe des Jahres gespürt haben, und wünschen erholsame und gesegnete Weihnachtstage und alles Gute für das Neue Jahr!

Mit herzlichen Grüßen aus Heidelberg,
Boniface Mabanza, Simone Knapp & Lisa Stehr


BIG – wie weiter?


In Namibia gehen die Auseinandersetzungen um ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BIG) nach Auslaufen der Pilotphase des Projektes intensiv weiter. Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia hat Ende August eine Fortsetzung und Erweiterung des BIG-Projektes auf andere Regionen Namibias beschlossen. Ziel dieser Erweiterung ist es, die Regierung zu einer Übernahme und Umsetzung des BIG-Ansatzes auf nationaler Ebene zu bewegen. Um den Druck von unten zu erhöhen, sollen die neuen Regionen sowohl nach dem Kriterium der akuten Betroffenheit durch Armut, als auch nach ihrer politischen Relevanz für die Regierungspartei ausgewählt werden. | weiterlesen


Dordabis: Notiz einer Rückkehr zu einem vertrauten Ort

Ich fuhr nach Dordabis an einem Samstag im letzten Oktober. Das war mein dritter Besuch dort nach 2009 und 2010. Die Straße von Windhuk nach Dordabis war, wie so oft, fast leer. Nur selten begegneten mir und meinem Taxifahrer Menschen oder Autos. Der gleiche Eindruck setzte sich in Dordabis fort: Da die Schule geschlossen war und die Hostel-Kinder ein freies Wochenende hatten, wirkte Dordabis außerhalb der kleinen Siedlung wie ausgestorben. | weiterlesen


Sambias Wahlen 2011 im Zeichen der „Don’t Kubeba-Kampagne“

Die KoordinatorInnen der KASA besuchten auf ihrer diesjährigen Dienstreise Sambia, als dort die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattfanden. So wurde die KASA-Delegation, neben den üblichen Gesprächen  mit Partnerorganisationen, Teil einer inoffiziellen Beobachtungsmission und Zeugin der diesjährigen Wahlen. Die Auseinandersetzung mit den Wahlen lag für uns auch aus anderen Gründen als ihrer Bedeutung für die politische Zukunft Sambias nahe: Zum einen war  unsere Partnerorganisation Caritas Zambia/CCJP im Zentrum einer groß angelegten Wahlbeobachtermission, in der landesweit 9.000 Personen eingesetzt wurden. Zum anderen beherbergte das Kapingila Guest House der katholischen Kirche, wo wir untergebracht waren, das zentrale Büro der unter dem Dach der Caritas eingerichteten Wahlbeobachtermission. | weiterlesen


Politik in Simbabwe: Eine Momentaufnahme zwischen Referendum und Wahlen

Die simbabwische Gesellschaft ist extrem polarisiert: Man ist entweder für oder gegen ZANU-PF, für oder gegen MDC. Gleichzeitig ziehen sich aufgrund der Furcht vor Gewaltexzessen viele in ihre Privatsphäre zurück und versuchen, sich mit den gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Herausforderung zu arrangieren. Dewa Mavhinga von der Crisis in Zimbabwe Coalition bezeichnet dieses Phänomen als „Twin evils of extreme political polarization and widespread apathy among ordinary Zimbabweans. It seems the extreme polarization has pushed people to retreat into their individual shells in the hope that ‘minding their own business’ would save them from being victimized by elements in the polarized environment.” | weiterlesen
 

Simbabwes neue Verfassung

Bis Ende Dezember soll eine erste Fassung fertig sein, im März wahrscheinlich ein Referendum dazu stattfinden. Doch was bringt diese neue Verfassung und ist sie zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sinnvoll? Die derzeitige Verfassung Simbabwes stammt aus der Zeit der Unabhängigkeit und ist seit 1981 in Kraft. Bereits zehn Jahre nach der Verabschiedung hätte Simbabwe das Lancaster House-Abkommen, das zwischen der britischen Regierung, den Befreiungsbewegungen und der damaligen rhodesischen Regierung verhandelt worden war, absetzen und in eine neue Verfassung umwandeln können. Stattdessen hat die simbabwische Regierung die Verfassung mit insgesamt 19 Änderungen immer wieder versucht anzupassen. | weiterlesen


Wahlen und Menschenrechte in Simbabwe: Wer wird wann wie gewählt werden?

Simbabwe befindet sich bereits wieder in einer Art Vorwahl-Modus: Die Gewalt zieht an, ZANU-PF versucht zu mobilisieren und über neue Mittel und Wege ihr Patronagesystem aufrecht zu erhalten. Präsident Robert Mugabe hat, ohne dies mit seinem Premierminister abzusprechen, für März 2012 Neuwahlen angekündigt. Die Gerüchteküche kocht, die Spekulationen über seine Gründe und den tatsächlichen Wahltermin überschlagen sich. Dabei gibt es auch für Simbabwes Präsidenten Rahmenbedingungen, an die er sich halten muss – und wenn es nur die finanziellen sind. | weiterlesen


Mbares neue Herrscher

„Chipangano“ bedeutet so viel wie „Schwur“ und bezeichnet eine Bande marodierender Jugendlicher, die eigentlich dazu da sind, die Menschen des Stadtteils gewaltsam für die ZANU-PF zu rekrutieren. Doch sie nutzen ihre Freiheit mehr, um sich selbst zu bereichern.
Mbare ist das älteste Township Harares, gebaut 1907, um die Wanderarbeiter unterzubringen. Die ältesten Häuser haben noch kleine Gärten, stehen in Reih und Glied an den staubigen Straßen. Doch am auffälligsten in dieser high-density area, wie die Simbabwer ihre Townships nennen, sind die heruntergekommenen Wohnblocks des Viertels, die unrenoviert seit den 1940iger Jahren an der Zufahrtsstraße zum großen Open Air-Markt stehen. | weiterlesen


Kirchen im Visier von Mugabes Wahlstrategie

Seit 2007 wird die Anglikanische Kirche in Simbabwe durch die Polizei schikaniert, ihre Angestellten und Würdenträger verfolgt, belästigt und unter falschen Anschuldigungen vor Gericht gezerrt. Per Gerichtsbeschluss wird der Kirche ihr Besitz aberkannt, der Zugang zu ihren Schulen, Krankenhäusern, Missionsstationen und nicht zuletzt zu ihren Kirchen verwehrt. Auch befreundete Gemeinden, die den anglikanischen Gemeindegliedern Unterschlupf in ihren Kirchen gewährt haben, müssen mit Übergriffen der Polizei rechnen. | weiterlesen


„An African election“ – ein Filmabend in Harare

Am vorletzten Tag unseres Aufenthalts in Simbabwe gingen wir in Harare Garden ins Open Air-Kino. Der Filmabend fand im Rahmen des Zimbabwe International Film Festival (ZIFF) statt, das dieses Jahr bereits zum 14. Mal stattfand. In ihrer Begrüßung sagte die Direktorin des Filmfestivals, Charity Maruta: „Das ZIFF bringt ein spannendes Angebot überwiegend neuer, provokativer und innovativer  Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus Afrika und/oder über Afrika nach Harare. Warum afrikanische Filme, fragen Sie sich vielleicht? Das neue ZIFF-Team glaubt, dass sich ein afrikanisches Publikum mit afrikanischen Filmen besser identifiziert, da sie die sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Wirklichkeiten ansprechen, mit denen die Menschen konfrontiert sind.“ | weiterlesen


Poverty addressing Wealth. How to implement a just redistribution in Southern Africa? Die KASA-Konferenz 2011 in Johannesburg

Unter der Überschrift „Poverty addressing Wealth“ diskutierten die Teilnehmenden an der KASA-Konferenz vom 4. bis 7. Oktober 2011 in Johannesburg nach der Methode „Sehen – Urteilen – Handeln“ darüber, wie die Kluft zwischen Arm und Reich in der Region zustande kam und wie sie überwunden werden könnte. Die Konferenz brachte 37 Delegierte aus sieben SADC-Ländern  (Südafrika, Simbabwe, Sambia, Swasiland, Malawi, Namibia, Demokratische Republik Kongo) und Deutschland zusammen. | weiterlesen


Von Münster über Wien, Berlin und Bonn nach München: Reaktionen zur Ausstellung „Reflections – Simbabwe hat die Wahl“

Erstmalig auf Reisen ging die Ausstellung nach Münster, um dort im Café Weltbühne gezeigt zu werden. Veranstalter der einmonatigen Ausstellung war die Arche Tecklenburg. Die Bilder wurden sehr positiv aufgenommen, viele lobten das hohe qualitative Niveau der Fotografien. Bereits die Ausstellungseröffnung war mit geschätzten 50 Besuchern ein großer Erfolg. Obwohl die Inhalte der Ausstellung so erschütternd sind, wurde von unseren Partnern aus Münster berichtet, dass die „Reflections“-Ausstellung von vielen Besuchern als eine der besten Ausstellungen, die es bisher gab, beurteilt wurde. | weiterlesen


Termine

Die aktuellen Ausstellungstermine für „Reflections – Simbabwe hat die Wahl finden Sie unter http://reflections-simbabwe.de/termine.htm

18. Januar 2012
Infoabend zu Südafrika und Sambia  als Vorbereitung zu einer Begegnungsreise der Evangelischen Erwachsenenbildung in Kooperation mit Intercontact in Südafrika, Sambia, Botswana und Simbabwe
18:00 „Haus der Kirche“ in Calw, Badstraße 27

20. und 21. Januar 2012
 Zweiter Ratschlag der Initiative „Aufruf für eine prophetische Kirche. Ein Leben in Fülle für Alle“
Haus am Dom in Frankfurt a.M.

22. Januar 2012:
Vortrag im Rahmen vom „Namibia-Tag“ der „Unna-Dordabis Partnerschaft im Ev. Kirchenkreis Unna

3. und 4. Februar 2012
Südafrika am Scheideweg. 100 Jahre ANC
KASA Jahrestagung und Trägerkreisversammlung im DAI, Heidelberg

7. März 2012 
Kampagne „Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!“ - Den Opfern eine Stimme geben
Vortrag von Emanuel Matondo (Angola) in Zusammenarbeit mit der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden Heidelberg
19:30, VHS Heidelberg

5. Mai 2012
Namibia-Tag der Deutsch-Namibischen Gesellschaft Heidelberg
Vortrag von Simone Knapp zum Bedingungslosen Grundeinkommen
Stadtbücherei Heidelberg


Impressum

Herausgegeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Obere Seegasse 18, 69124 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.woek.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie, Konto 801 885 1600
GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza
unter Mitarbeit von Lisa Stehr


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