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11.05.2012
KASA Newsletter 1/2012
 


Editorial

Liebe LeserInnen,

Liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

Der erste Newsletter der KASA in 2012 steht im Zeichen der Auseinandersetzungen um das 100-jährige Jubiläum des ANC. Die KASA hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen und am  3. und 4. Februar in Heidelberg eine Tagung organisiert, an der u.a. Liepollo Pheko Le-bohang von Trade Collective/Johannesburg teilnahm. Bei der anschließenden Speakerin Tour machte sie Station u.a. in Stuttgart bei Brot für die Welt, wo sie einen Vortrag zum Thema „Südafrika heute: Erfahrungen und Analysen unter ökonomischen und genderspezifischen Gesichtspunkten“ hielt, welcher in diesem Newsletter dokumentiert wird. Auch dieses runde Jubiläum nahmen südafrikanische TheologInnen zum Anlass ein Kairos-Dokument zu veröffentlichen, das hier ebenfalls kurz vorgestellt und analysiert wird. Weitere Themen dieser Ausgabe des Newsletters sind die neusten Entwicklungen in der Entschädigungsthematik sowohl im Blick auf Südafrika als auch auf Namibia, die ersten Maßnahmen der Sata-Regierung in Sambia, die Diskussionen um Julius Malema in Südafrika, die Bedeutung des Weltfrauentags im Südlichen Afrika sowie der Sieg Sambias beim Africa Cup 2012.

Alicia Mc Innes, Franziska Schmitt und Susanne Trulla, unsere drei PraktikantInnen in den letzten Monaten haben an der Konzeption und Redaktion dieses Newsletters mitgewirkt. Das KASA-Team bedankt sich bei den dreien für ihre Mitwirkung sowie bei allen, die auf vielfältige Weise die Arbeit der KASA unterstützen. In diesem Zusammenhang begrüßen wir herzlich das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen (ELM) als neuen Träger der KASA.

Allen wünschen wir eine anregende Lektüre.

Herzliche Grüße aus Heidelberg,
das KASA-Team


Südafrika heute: Erfahrungen und Analysen unter den Gesichtspunkten Gender und Wirtschaft

Mitten in diesem 'Zeitalter der Hoffnung' sind afrikanische Frauen noch immer verstärkt mit Institutionen, Strukturen, Systemen, Strategien sowie einer Wirtschaft konfrontiert, die Patriarchismus, Neoliberalismus und Fundamentalismus in sich verankern. Sie sind damit auch heute noch der Erfahrung unterworfen, in ihrem Leben einer grundsätzlichen Benachteiligung ausgesetzt zu sein. Gleichzeitig übernehmen afrikanische Frauen die Lasten der gescheiterten Staaten, die Lasten eines feindseligen Wirtschaftssystems und der politischen Systeme, welche die  Armut vertiefen und die Ungleichheiten in vielen unserer Gesellschaften im globalen Süden erweitern.
von Liepollo Lebohang Pheko | weiterlesen



General Motors entschädigt Apartheidopfer

Die erste Kampagne der KASA zur Entschuldung und Entschädigung des Südlichen Afrikas lief unter dem Motto “Entschädigung jetzt und nicht erst in 50 Jahren“. Damals, Ende der 1990iger Jahre, waren die Diskussionen und Verhandlungen über Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter in Deutschland in vollem Gang. Viele der Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in Nazi-Deutschland arbeiten mussten, waren inzwischen verstorben oder so alt, dass jede finanzielle Wiedergutmachung für sie zu spät kam. Das sollte den Apartheidopfern nicht passieren.
von Simone Knapp | weiterlesen


Das Kairos Dokument 2012 - Eine Warnung für den ANC und für die Kirchen

Fast 26 Jahre nach dem ersten Kairos-Dokument haben südafrikanische TheologInnen Ende Dezember 2011 das 100-jährige Jubiläum des ANC in 2012 zum Anlass genommen, ein zweites Kairos-Dokument zu verabschieden. Mittlerweile wurde das Dokument von mehr als 1000 Personen unterschrieben, dem Hauptadressat, dem ANC offiziell übergeben und die Koordinierungsgruppe hat eine Kampagne für eine Million Unterschriften gestartet. Ziel dieser Kampagne ist, den Dialog vor allem mit den Menschen zu fördern, die von politischen Prozessen bisher ausgeschlossen sind.
von Boniface Mabanza | weiterlesen



Julius Malema und sein Vermächtnis: Eine Prüfung für den ANC

Auch nach seinem Ausschluss aus der Partei kämpft Julius Malema, bis vor kurzem Vorsitzender der ANC-Jugendliga weiter.  Er hat den Kampf um seinen Platz im ANC-Gefüge noch nicht aufgegeben. Trotz seiner immer rücksichtsloser werdenden Kritik an den Verantwortlichen betrachtet er noch den ANC als die beste Chance für die Armen und Ausgeschlossenen in Südafrika. Unabhängig davon, wie es mit Malema selbst weiter geht, ist sein Vermächtnis jetzt schon ein schweres Erbe für den ANC und seine Verbündeten in der Regierungskoalition.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Diamanten und Demokratie in Simbabwe

Im Dezember 2011 verließen die NGOs den Kimberly Prozess (KP) aus Protest gegen dessen Entscheidung, den Handel mit Diamanten aus Marange wieder zuzulassen. Grund für die Entscheidung des KP war eine angeblich glaubhafte Versicherung des simbabwischen Bergbauministers Mpofu (ZANU-PF), sich explizit an die KP-Richtlinien zu halten. Die Entscheidung fiel unter anderem, nachdem eine Delegation des KP die Firmen in den Diamantenfeldern besucht und vor allem die Sicherheitsstandards überprüft hatte.
von Simone Knapp | weiterlesen



Mugabe will die Wahlen jetzt

Robert Mugabe feierte im Februar seinen 88. Geburtstag und nutzte die Gelegenheit einerseits dazu, der Nation seinen angeblich guten Gesundheitszustand zu versichern und andererseits baldige Neuwahlen anzukündigen. Wem das nicht passe, könne, so Mugabe, den Wahlen ja fernbleiben… Doch so einfach ist das nicht mehr. Sowohl die Opposition als auch die SADC halten an den in Namibia beschlossenen Marschroute für Neuwahlen fest: zunächst müssen eine neue Verfassung erarbeitet und angenommen und sämtliche Absprachen des Koalitionsvertrages umgesetzt werden. Dazu gehören unter anderem eine Reform des Sicherheitssektors, eine freie Presse und ein Ende der Menschenrechtsverletzungen.
von Simone Knapp | weiterlesen



Sambia: Ein Land versöhnt durch Fußball

Im April 1993 stürzte an der Küste von Libreville (Gabun) eine sambische Militärmaschine ab. Keiner der 30 Insassen überlebte den Absturz, darunter 18 Spieler, 6 Betreuer und 6 Crew-Mitglieder. Eine der talentiertesten sambischen Mannschaften aller Zeiten verschwand auf diese Weise von der Bildfläche. Eine ganze Nation war traumatisiert und musste unvorbereitet mit der Aufarbeitung beginnen. 20 Jahre später zelebriert Sambia den ersten Africa Cup seiner Geschichte. Gewonnen wurde er fast unerwartet und noch bedeutender im Stadion der Freundschaft von Libreville, nicht weit entfernt von dem Ort, an dem die Katastrophe von 1993 stattfand. Wer die sambischen Spieler beim diesjährigen Africa Cup und die Mobilisierung für diese Mannschaft sowohl in Sambia als auch in der sambischen Diaspora gesehen hat, weiß, dass dieser Africa Cup mehr als nur ein Fußballsieg ist. Er ist der Höhepunkt einer Vergangenheitsbewältigung, die nach der Katastrophe von 1993 nur langsam in Fahrt kam.
von Boniface Mabanza | weiterlesen



Sambia sechs Monate nach den Wahlen

Am 20. September 2011 fanden in Sambia Wahlen statt. Michael Chilufya Sata, der Oppositionsführer der Patriotic Front (PF) gewann die Wahlen und beendete mit seinem Sieg die bereits 20 Jahre andauernde Regierungszeit des Movement for Multiparty Democracy (MMD). Im Wahlkampf versprach Sata das Land innerhalb von 90 Tagen völlig umzugestalten. Er wollte mehr Arbeitsplätze schaffen, den Kampf gegen die Korruption aufnehmen und die Steuern senken.
von Alicia Mc Innis | weiterlesen



Reflexionen zum 101. Weltfrauentag. Erfahrungen aus dem Südlichen Afrika

Am 8. März 2012 jährte sich der Weltfrauentag zum 101. Mal. Auf der ganzen Welt fanden sich Frauen zusammen und reflektierten ihre Situation. In einigen Ländern Afrikas ist der Weltfrauentag ein gesetzlicher Feiertag, was eine Wertschätzung der Frau darstellen soll. Dies bietet Anlass, um einen Blick auf die derzeitige Situation von Frauen im Südlichen Afrika zu werfen.
von Franziska Schmitt | weiterlesen



Genozid in Namibia: neue Töne aus Windhoek

In Sachen Reparationen der deutschen Bundesregierung für den zwischen 1904 und 1908 von den deutschen kaiserlichen Truppen begangenen Genozid an den Völkergruppen der Sun, Herero und Namas ist viel Bewegung im Gange. Die von der Bundesregierung immer wieder ins Feld geführte Argumentation, dass sich das namibische Parlament und die namibische Regierung den Forderungen der Opferorganisationen nach Reparationen nicht angeschlossen hätten, bröckelt seit einiger Zeit, weil aus namibischen Regierungs- und Parlamentskreisen der Ton gegenüber Deutschland immer schärfer wird.
von Boniface Mabanza | weiterlesen





Termine

Veranstaltungen der KASA beim 98. Katholikentag vom 16.-20. Mai 2012 in Mannheim

Podium (Sa 14.00 bis 15.30)
Kirchen in Befreiungs- und Transformationsprozessen.
Erfahrungen aus Südafrika, Simbabwe und aus der Demokratischen Republik Kongo
Mitwirkung:
Erzbischof Dr. Dr. Laurent Monsengwo Pasinya, Kinshasa/ Demokratische Republik Kongo
Mokesh Morar, Pfarrer, Bethlehem/Südfrika
Wolfgang Schonecke WV, Netzwerk Afrika Deutschland, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Thomas Schreijäck, Frankfurt/Main
Musik: Polarstern, Maxdorf
Ort: Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen, Anna-Reiß-Saal, D5(8/cl)

Werkstatt (Sa 14:00 bis 15: 30)
Neue Partnerschaften oder alte Abhängigkeiten?
Die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit den AKP-Ländern
Mitwirkung:
Armin Paasch, Referent für Agrarhandel und Welternährung; Misereor, Aachen
Christine Pohl, Referentin für Handelspolitik bei Oxfam Deutschland, Berlin
Silke Trommer, Global Governance Research, University of Helsinki
Moderation: Dr. Boniface Mabanza, KASA, Heidelberg
Ort: Friedrich-List-Schule, EG, Raum E04, C61 (7/cl)

Vortrag mit Diskussion (16:00 bis 17:30)
Das „neue“ Südafrika
Bestandsaufnahmen und Perspektiven
Mitwirkung:
Dr. Ben Khumalo-Seegelken, Theologe und Sozialwissenschaftler, Huntlosen
Mokesh Morar, Pfarrer, Bettlehem / Südafrika
Moderation: Dr. Boniface Mabanza, KASA, Heidelberg
Ort: Friedrich-List-Schule, EG, Raum E13, C 61 (7/cl)


Impressum

Herausgegeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Obere Seegasse 18, 69124 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.woek.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie, Konto 801 885 1600
GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza
unter Mitarbeit von Lisa Stehr







       

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