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03.04.2014
KASA Newsletter 1/2014
 


Editorial

Liebe LeserInnen,

Liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

2014 ist ein besonderes Wahljahr im Südlichen Afrika. Mit Mosambik, Namibia, Malawi und Südafrika bereiten sich vier Länder - darunter zwei  Schwerpunktländer der KASA - auf entscheidende Wahlen vor. In den beiden ersten Ländern geht eine Ära zu Ende: sowohl Armando Gebuza aus Mozambik als auch Hifikepunya Pohamba aus Namibia dürfen laut  den jeweiligen Verfassungen nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. In Namibia wird Hage Geingob, amtierender Vize-Vorsitzende  der Regierungspartei SWAPO, als Kandidat für das Präsidentschaftsamt in Namibia gehandelt. In Malawi darf Joyce Banda wieder kandidieren, ist aber nach vielen Korruptionsvorwürfen in Regierungskreisesen stark unter Druck geraten.  In Südafrika markieren die diesjährigen Wahlen das 20-jährige Jubiläum der ersten demokratischen Wahlen, die 1994 Nelson Mandela als ersten demokratisch gewählten Präsidenten an die Macht brachten. Es sind außerdem die ersten Wahlen, die nach dem Tod Nelson Mandelas abgehalten werden und sie finden in einem Kontext statt, in dem der ANC mit schweren Korruptionsvorwürfen gegen Präsident Zuma zu kämpfen hat und der Gewerkschafts-Dachverband COSATU eine interne Krise durchlebt. Zugleich hat sich die politische Landschaft im Vergleich zu den Wahlen 2009 stark verändert, weil sich neue politische Parteien gebildet haben, die mit guten Argumenten dem ANC den Kampf ansagen. Südafrika ist daher nicht nur Schwerpunkt dieses Newsletters sondern auch das Thema der KASA für 2014.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns wie immer über Rückmeldungen und Anregungen.

Mit herzlichen Grüßen
das KASA-Team


20 Jahre Demokratie in Südafrika – wo bleibt die soziale Gerechtigkeit?

In Südafrika vergeht kaum ein Tag, an dem nicht gestreikt oder protestiert wird. Auch wenn die Streikkultur der SüdafrikanerInnen legendär ist, so haben doch die Proteste in den letzten Jahren an Militanz zugenommen – und zwar auf beiden Seiten. Es ist einerseits zu beobachten,dass nicht nur die Arbeiter für bessere Löhne auf die Straße gehen, sondern ganze Stadtteile für bessere Lebensbedingungen und für eine echte Teilhabe an den Früchten der Freiheit demonstrieren.
von Simone Knapp | weiterlesen


COSATU in der Krise: eine Chance für die Demokratie in Südafrika

Seit seiner Gründung im Jahr 1982 hat der Südafrikanische Gewerkschafts-Dachverband (COSATU) nie eine so turbulente Phase erlebt wie in den letzten Monaten. Er befindet sich in einer tiefen Krise, gekennzeichnet durch Fraktionskämpfe und Handlungsunfähigkeit. Seit Mitte 2013 fordern viele Mitgliedsgewerkschaften – darunter die National Union of Mineworkers of South Africa (NUMSA) – einen Sonderkongress des Dachverbandes, bei dem personelle und strategische Fragen endgültig geklärt werden sollen.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Agang South Africa und Democratic Alliance: Blick auf eine gescheiterte Allianz

Auch nach 20 Jahre an der Macht scheint die Machtbasis des African National Congress (ANC) ungefährdet zu sein. Viele Beobachter gehen davon aus, dass sich dies nur verän-dern kann, wenn zwei Bedingungen vorhanden sind: eine Krise des ANC selbst und die Entstehung einer starken Opposition. Erkennbare Merkmale einer Krise manifestieren sich jetzt schon sowohl innerhalb des ANC als auch in seinem Umfeld. Auch die zweite Bedingung für einen Regimewechsel schien plötzlich gegeben, als Ende Januar Helen Zille und Mamphela Ramphele eine gemeinsame Präsidentschaftskandidatur ihrer beiden Parteien ankündigten. Ein besseres Szenario konnten sich die ANC-KritikerInnen in diesem Wahljahr nicht erhoffen. Allerdings dauerte die Illusion nur eine Woche. Der Schaden für beide Parteien und für das Land wird sich bei den anstehenden Wahlen noch zeigen.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Südafrika kündigt Investitionsabkommen mit europäischen Ländern – Ein Schritt in die richtige Richtung

1995 hatte Südafrika mit einer Reihe europäischer Länder bilaterale Investitionsabkommen mit dem Ziel unterzeichnet, Investitionsanreize zu schaffen. Ein Jahr nach den ersten demokratischen Wahlen und ein Jahr vor Inkrafttreten der neuen Verfassung Südafrikas herrschte noch eine gewisse Skepsis darüber, wie es mit der Wirtschaftspolitik des Landes weitergehen sollte. Ausländische Investoren sehnten sich nach Sicherheit, bevor sie sich engagieren und die südafrikanische Regierung brauchte dringend neues Kapital, um die vom Apartheidsregime ruinierte Wirtschaft des Landes wiederzubeleben. In diesem Kontext kamen die bilateralen Investitionsschutzabkommen mit der Schweiz, Belgien/Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Deutschland und Spanien zustande, die die südafrikanische Regierung am 30. Oktober letzten Jahres gekündigt hat.     
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Wir werden uns Gehör verschaffen!
Die Witwen von Marikana kämpfen für Gerechtigkeit und Wiedergutmachung

Im August 2012 starben 34 Minenarbeiter während sie für mehr Lohn und bessere Lebensbedingungen streikten im Kugelhagel der Polizei. Die Menschen in Südafrika waren schockiert, dass so etwas in ihrem neuen Südafrika geschehen konnte. Noch schockierter waren jedoch die Ehefrauen und Familien der Männer, die starben, denn für sie brach eine Welt zusammen. Doch für sie interessierte sich niemand – außer der Khulumani Support Group.
von Simone Knapp | weiterlesen


Salarygate – Simbabwe streitet um Managergehälter

Ende letzten Jahres sind die ersten leaks durchgesickert: Während gewöhnliche Mitarbeiter der staatlichen Rundfunkanstalt ZBC seit sechs Monaten auf ihre Gehälter warten, streicht der Geschäftsführer USD 37.050 im Monat ein. Weitere Veröffentlichungen über Managergehälter folgten, bis Mugabe sich im März endlich dazu entschloss, die Managergehälter von staatlichen Unternehmen zu kappen. Doch nichts in Simbabwe ist einfach nur das, was es scheint.
von Simone Knapp | weiterlesen


Übergabe von sterblichen Überresten an namibische Delegation

Am 4. und 5. März 2014 wurden die im Universitätsarchiv Freiburg und in der Charité in Berlin befindlichen sterblichen Überreste von 21 Menschen aus dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika zeremoniell an eine Gruppe von Delegierten aus Namibia übergeben. Eine offizielle Anerkennung des zwischen 1904 und 1908 von Deutschland verübten Völkermords steht allerdings immer noch aus. Auch der vorgezogene Termin und die Konstellation der namibischen Delegation werfen Fragen auf.
von Alexandra Mays | weiterlesen


Streit um Ressourcen

Ressourcen – das große gesellschafts- und wirtschaftspolitische Thema in Mosambik. Trotz dem Versuch der nachhaltigen Nutzung steigt die internationale Nachfrage immer weiter.
von Moritz Schott | weiterlesen


Impressum

Herausgegeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Im Welthaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.woek.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN DE39 4306 0967 8018 8516 00
BIC GENODEM1GLS

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza
unter Mitarbeit von Alexandra Mays und Moritz Schott








       

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