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31.07.2014
KASA Newsletter 2/2014
 


Editorial

Liebe LeserInnen,
liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

im Mai waren wir wieder auf Dienstreise im Südlichen Afrika, dieses Mal in Namibia, Südafrika und Simbabwe. Wie immer haben wir viele Eindrücke und Informationen mitgebracht, die wir gerne teilen möchten. Das ist der Schwerpunkt dieses ersten Newsletters von 2014, der leider aufgrund anstehender Finanzierungsanträge dieses Mal etwas spät im Jahr erscheint.Aber vielleicht kommt er dann gerade rechtzeitig als Sommerlektüre für die Ferien. Außerdem gibt es eine erste Einschätzung der Wahlen in Südafrika sowie einen aktuellen Bericht zum Stand der EPA-Verhandlungen.

Die KASA hat zwei neue Mitarbeiterinnen. Besonders freuen wir uns über Birgit Albrecht, die uns und die Werkstatt Ökonomie zukünftig den Rücken freihalten und sich um alles Administrative kümmern wird. Außerdem ist derzeit Mirjam Knecht hier einmal die Woche als Ehrenamtliche tätig und organisiert zusammen mit uns die Veranstaltungsreihe zu "20 Jahre Demokratie in Südafrika". Beide stellen sich hier kurz vor.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Brot für die Welt und KOSA für unsere Konferenz in Berlin am 16./17. Oktober 2014 drei ReferentInnen aus Südafrika einladen können, die in je besonderer Weise der Frage nach der sozialen Gerechtigkeit und der zweiten Transformation der südafrikanischen Gesellschaft nachgehen werden. Dazu jetzt schon herzliche Einladung, die ersten Anmeldungen sind bereits bei uns eingegangen.

Nun wünschen wir anregende Lektüre und einen guten Sommer mit hoffentlich viel Erholung.

Herzliche Grüße aus Heidelberg,
das KASA-Team


Letzte Chance für das BIG in Namibia?

Seit Mai gibt es wieder monatliche Auszahlungen im Projektdorf Otjivero, allerdings nur für ein Jahr. Ein weiteres Jahr, das die zivilgesellschaftliche BIG-Koalition nutzen muss, um die Regierung von der Sinnhaftigkeit eines universellen Grundeinkommens zu überzeugen. In-ternational ist die Debatte weit fortgeschritten, sind die Widerstände geringer geworden. Das und die anstehenden Wahlen in Namibia sind eigentlich eine gute Voraussetzung, damit Lobby- und Advocacyarbeit auf fruchtbaren Boden fällt.
von Simone Knapp | weiterlesen


Wenn der Lohn nicht zum Leben reicht – Farmarbeiter und ihr Kampf um eine menschenwürdige Existenz

Im Mai 2014 konnte Simone Knapp von der KASA mit Gewerkschaftsfunktionären der Farm-arbeiterunion CSAAWU im Western Cape Farmen besuchen und vor Ort mit den Arbeitern über deren Lebensbedingungen und ihren Kampf um gerechte Löhne und ein menschen-würdiges Leben sprechen. Nicht alle haben den Mut, mit Fremden offen und ehrlich über ihre Situation zu sprechen – zu groß ist die Angst vor dem allmächtigen Boss.
von Simone Knapp | weiterlesen


Die Marikana-Kommission: ein Kapitel jüngster südafrikanischer Geschichte

Nach dem Massaker an 34 streikenden Minenarbeitern in Marikana am 16. August 2012 herrschte in Südafrika und weltweit große Empörung. Selbst Beobachter, die der Situation in Südafrika stets pessimistisch gegenüberstanden, hatten nicht erahnen können, dass  eine Katastrophe, die in ihrer Dimension an die brutalen Verbrechen von Sharpville und Soweto erinnert, auch im Postapartheid-Südafrika möglich sein würde. Die Zuma-Regierung, die in den ersten Stunden unglückliche Reaktionen zeigte, stand unter Druck und rief die Marikana-Kommission ins Leben. Auf der diesjährigen Dienstreise hatte das KASA-Team die Gele-genheit, einer öffentlichen Anhörung der Kommission beizuwohnen. Am Rande dieser Sitzung sprachen wir mit Kommissionsbeobachtern, Rechtsanwälten und vor allem mit einigen der Witwen, denen wir symbolisch die deutsche Version der Broschüre „Justice, Redress and Restitution - Voices of Widows of the Marikana Massacre“ überreichten.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Unterwegs in Chiadzwa, dem Diamanten-Gebiet Simbabwes

In Chiadzwa, dem bis dato bekanntesten Diamantengebiet Simbabwes, spielt sich ein uner-bittlicher Kampf ab. Diamantenhändler aus vier verschiedenen Ländern haben in dieser Re-gion an der Grenze zu Mosambik ihre Unternehmen etabliert. Offiziell arbeiten sie mit der simbabwischen Regierung zusammen, doch die Staatskassen sind leer und gleichzeitig macht sich die Sorge um einen erneuten Zusammenbruch der simbabwischen Wirtschaft breit. Wo bleiben die Einnahmen aus dem Diamantenabbau? Die EinwohnerInnen, die vom Abbau der Diamanten direkt betroffen sind, fühlen sich alleingelassen - auch von den NGOs, die in ihrem Namen auf internationalen Meetings auftreten. Das KASA-Team hat sie drei Tage lang besucht.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


12 Jahre Widerstand zu den EPAs: alles umsonst?

Als die Verhandlungen zu den „Wirtschaftspartnerschaftsabkommen“ (EPAs) zwischen der Europäischen Union (EU) und ihren früheren Kolonien in Afrika, der Karibik und dem Pazifik, den AKP-Staaten, vor 12 Jahren auf Initiative aus Brüssel begannen, um einen neuen Rahmen für die handels- und entwicklungspolitischen Beziehungen zwischen der EU und den in sieben regionale Verhandlungszusammenhänge untergliederten 79 AKP-Staaten zu schaffen, gingen in der EU viele Spitzenfunktionäre davon aus, dass die alten kolonialen Methoden der Irreführung und des „Teilens und Herrschens“ genügen würden, um schnelle Ergebnisse zu erzielen. Indes wurden die VerhandlungsführerInnen aus Brüssel besonders vom Widerstand der afrikanischen EPA-Gruppen überrascht.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


ANC forever – Südafrika nach den Wahlen

Am 7. Mai hat Südafrika gewählt und gleichzeitig das zwanzigste Jahr der Demokratie gefei-ert. Das Wahlergebnis war ohne große Überraschung, doch zeigt sich darin auch die Stabili-tät der südafrikanischen Demokratie. Mit rund 73 Prozent ist die Wahlbeteiligung immer noch sehr hoch und die Auswahl an politisch sehr unterschiedlichen Parteien groß.
von Simone Knapp | weiterlesen


Südafrika, PACSA und ich

Das Jahr 2014 ist aus südafrikanischer Sicht ein besonderes und wichtiges Jahr. Vor 20 Jah-ren fanden in Südafrika zum ersten Mal freie und demokratische Wahlen statt, an denen auch die jahrzehntelang durch das Apartheidregime unterdrückte schwarze Mehrheit endlich teilnehmen konnte. Die Wahl Nelson Mandelas zum ersten schwarzen Präsidenten leitete den Wandel zur Demokratie in Südafrika ein. Trotz der nach wie vor existierenden Probleme hat es Südafrika geschafft, einen anderen Weg als viele andere afrikanische Staaten einzuschlagen.
von Mirjam Knecht | weiterlesen


Vorstellung

Seit 01. Juli 2014 haben wir eine neue Mitarbeiterin in unserem Team!
von Birgit Albrecht | weiterlesen


Termine

1. September, 19.30 Uhr
Franziskus – ein Papst der Armen? Vortrag von Boniface Mabanza
Kolping Forum,  Kath. Pfarrei St. Blasius, Dechant Löcker Weg 1, 58802, Balve.
http://kolping-balve.de/?page_id=545

2.-6. September
Degrowth Konferenz für ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit
4.9., 14:30 Uhr: Ökologische Erfordernisse, Armut und Grundeinkommen in der Nord-Süd-Perspektive. Workshop mit Simone Knapp, Hörsaal 4, Universität Leipzig, Augustusplatz 10, 04109 Leipzig
http://programme.leipzig.degrowth.org/de/degrowth2014/public/events/230

5.-7. September
Die politische Verantwortung von Christen und Kirchen in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext.Konferenz des Berliner Missionswerk
Vortrag von Simone Knapp zu Südafrika.
Hermann-Ehlers-Haus, Tagungshaus des Kirchenkreises Berlin-Reinickendorf, Alt-Wittenau 71, 13437 Berlin
http://tinyurl.com/mtrd555

11. September
Kongo: Wege aus der Ausbeutung und aus der Gewaltspirale
Veranstaltung im Rahmen der Wanderausstellung „Dritte Welt im zweiten Weltkrieg: über ein unvergessenes Kapitel der Geschichte.“
Mit Vortrag von Boniface Mabanza. 19:00, Afrique-Europe-Interact,  DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen
http://www.afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=1192&clang=0

15. September, 18 Uhr
Arbeitsbedingungen in Südafrika im Wandel
Vortrag von Simone Knapp von KASA (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika), Heidelberg wird einführen in die Entwicklung der Arbeitsbedingungen nach dem Apartheitssystem und der Frage nach Lohngerechtigkeit und gewerkschaftlichen Entwicklungen nachgehen. Der Workshop findet gemeinsam mit der Delegation aus Südafrika – zweisprachig – statt. Um Anmeldung wird gebeten. Thomasgemeinde, Flotowstraße 29, 64287 Darmstadt 

27. – 28. September
Afrika neu denken. Bilder, Macht, Interessen.
Mit Beteiligung von Boniface Mabanza als Koordinator und Moderator.
27.09., 17:45: Eröffnung im Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt a. Main
28.09. 9:00-17:00: Fortsetzung im Ökumenischen Zentrum Christus Kirche, Beethovenplatz 11 – 13, 60325 Frankfurt a. Main.
http://www.afrika-im-zentrum.de

5. Oktober, 19 Uhr
Afrika im Aufbruch?! Die Rolle Afrikas in der globalisierten Welt
Vortag von Boniface Mabanza im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Punkt 7“ der Evangelischen Kirche Walldorf. Gemeindehaus Walldorf, Schulstraße 4, 69190 Walldorf.
http://www.evangelischekirchewalldorf.de

9. Oktober
Future Food. Das Zukunftsforum zur Welternährung
Panelgespräch "Food Visions" mit Simone Knapp. Pariser Platz 3, Berlin

16./17. Oktober
20 Jahre Demokratie in Südafrika – wo bleiben die soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung?
Die Frage nach einer zweiten Transformation der Gesellschaft. Konferenz mit anschließender Speakers Tour. Veranstaltet von KASA, Brot für die WElt, KOSA. Caroline-Michaelis-Str.1, Berlin,
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23. Oktober, 11 Uhr
Jenseits von neuer Rhetorik: welche Entwicklungsagenda angesichts der Herausforderungen der großen Transformation?
Auftaktreferat von Boniface Mabanza im Rahmen des Netzwerk21kongresses der Grünen Liga. Tagungszentrum Kolpinghaus München, Adolf-Kolping-Straße 1, 80336 München.
http://www.netzwerk21kongress.de

24. Oktober, 19.30 Uhr
20 Jahre Demokratie in Südafrika – wo bleiben die soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung?
Der alltägliche Kampf ums Überleben am Beispiel des Massakers von Marikana. Vortrag von Simone Knapp und Nomarussia Bonase.
VHS, Bergheimer Str. 76, Heidelberg

 


Impressum

Herausgegeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
im WeltHaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.woek.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie, GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ 430 609 67, Konto 801 885 1600

BIC GENODEM1GLS, IBAN DE39 4306 0967 8018 8516 00

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza







       

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