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18.11.2015
KASA Newsletter 3/2015
 


Editorial
 
Liebe LeserInnen,
liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,
 
zwischen Vortragsreisen und dem Verfassen einiger Studien tut es gut, inne zu halten und zu reflektieren, was bei der KASA und in der von uns im Fokus stehenden Region gerade alles passiert. Das wollen wir mit unserem dritten und letzten Newsletter in diesem Jahr tun. Die aktuellen StudentInnenproteste in Südafrika, die hierzulande kaum einen Beitrag wert sind und die doch eine Umwälzung des universitären Betriebs sein können, stehen in engen Zusammenhang mit dem Massaker von Marikana, dessen enttäuschenden Bericht wir ebenfalls in diesem Newsletter thematisieren. Ohne großes Medieninteresse sind auch die Ereignisse in Deutschland und Namibia verhallt, die dazu geführt haben, dass zum ersten Mal offiziell in der Regierung von einem Völkermord gesprochen wird. Deshalb berichten wir darüber ebenso wie über das SADC People’s Summit und das WTO Publik Forum. Ganz besonders aufmerksam machen wollen wir auf die Filmtour „Dwaal net rond“, die zu unserem Schwerpunkt über die FarmarbeiterInnen im Südlichen Afrika einen Beitrag über die Situation der Farmarbeiter in Namibia leistet.
Wir wünschen spannende Lektüre und freuen uns wie immer über Rückmeldungen.
 
Herzliche Grüße aus Heidelberg,
das KASA-Team
 
 
Studentenproteste reloaded
Ende Oktober war das internationale Medieninteresse in Bezug auf Südafrika wieder mal auf Pistorius gerichtete, der seine Freundin angeblich aus Notwehr erschoss und jetzt nach nur 10 Monaten aus der Haft entlassen wurde. Kaum eine internationale Zeitung berichtete hingegen über die  landesweiten Massenproteste der Studentenbewegung der „Born-free“-Generation. Alles begann mit der Bewegung „Rhodes must fall“ an der University of Cape Town UCT, die für eine Dekolonisierung des universitären Alltags eintrat – und kulminierte in den Protesten um die geplante Erhöhung der Studiengebühren.
von Simone Knapp | weiterlesen
 
 
Namibia im Kampf gegen Armut
Der neue Präsident Dr. Hage Geingob, der am 25. Jahrestag der Unabhängigkeit Namibias als dritter Präsident in sein Amt eingeführt wurde, hat mit der Schaffung eines neuen Ministeriums zur Beseitigung der Armut und für Sozialhilfe Hoffnungen geschürt, dass Namibia bald das erste Land sein könnte, das ein universelles Grundeinkommen (BIG) einführt.
von Simone Knapp | weiterlesen
 
 
Wiedergutmachung, Wahrheit und Versöhnung
Papst Franziskus gab das Stichwort für eine Neuauflage der Diskussion um den Völkermord, den Deutschland vor 111 Jahren in Namibia begangen hat. Aber nicht, weil er die deutsche Regierung an ihre Verantwortung gegenüber den Nachfahren erinnern wollte, sondern weil er einen historischen Fehler beging: er bezeichnete das Massaker am armenischen Volk durch das Osmanische Reich als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Dieser Fehler schien weder ihm selbst noch seinem Beraterstab aufgefallen zu sein. Denn der immer wieder unter den Teppich gekehrte Völkermord der deutschen Kolonialmacht an den OvaHerero, Damara, Nama und San im heutigen Namibia wurde am 2. Oktober 1904 durch den Schießbefehl von Lothar von Trotta ausgelöst. Elf Jahre bevor die Armenier dem Völkermord zum Opfer fielen.
von Simone Knapp | weiterlesen
 
 
„Trade works“ – Das WTO-Public Forum 2015
Unter dem Motto „Trade works“ hat vom 30.09. zum 2.10.2015 in Genf das 20. Public Forum der Welthandelsorganisation (WTO) stattgefunden. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Universitäten, Privatwirtschaft, NGOs, Regierungen, Parlamenten und internationalen Organisationen sind der Einladung der WTO an ihrem Hauptsitz am Genfer See gefolgt. Boniface Mabanza nahm in der Delegation von Brot für die Welt daran teil und schildert in den folgenden Zeilen einige seiner Eindrücke.
von Boniface Mabanza | weiterlesen
 
 
Rückkehr der Schuldenkrise – der Fall Sambia
Sambia hat einen großen Teil seiner Schulden im Jahr 2006 durch die HIPC-Initiative erlassen bekommen und das frei gewordene Geld gut investiert. Doch wie sieht die Situation knapp zehn Jahre später aus? Droht die veränderte Situation auf dem internationalen Geldmarkt Sambia zum Verhängnis zu werden oder schafft die Regierung es, rechtzeitig Maßnahmen dagegen zu ergreifen? Auf einer Fachtagung in Berlin berichtete Geoffrey Chongo von JCTR (Jesuit Centre for Theological Reflection) Sambia.
von Simone Knapp | weiterlesen
 
 
StopEPA-Tour 2015: Es gibt keinen Grund, an den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) festzuhalten
Vom 24. September bis 10. Oktober  2015  fand eine StopEPA-Tour in zehn verschiedenen deutschen Städten statt. Die erste Etappe führte die SprecherInnen  nach München, Stuttgart, Mannheim, Darmstadt und Aachen, während die zweite Etappe nach Bielefeld, Hamburg, Leipzig, Fulda und Berlin führte. Die Tour wurde von Attac Deutschland in Kooperation mit Brot für die Welt organisiert. Der Schlusspunkt war die Beteiligung an der Mega-Anti-Freihandelsabkommen-Demonstration in Berlin. SprecherInnen  waren Sylvester Bagoroo von Trade World Network (TWN, Ghana), Kwabena Otoo Nyarko von Trade Union Congress (TUC, Ghana), Gygye Tanoh (TWN, Ghana), Yvonne Takang von der Kamerunischen NRO Bürgervereinigung zur Verteidigung von Kollektivinteressen (Association des Citoyens pour la défence des intérêts collectifs, ACDIC) und Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA, Heidelberg), der diese Tour auch als Handelsberater für Brot für die Welt begleitete.
von Boniface Mabanza | weiterlesen
 
 
SADC People’s Summit 2015: Eindrücke aus Gaborone
Unter dem Motto „Reclaiming SADC for People´s Development: SADC Resources for SADC People” fand vom 15. bis 16. August 2015 in Gaborone/Botswana der so genannte People´s Summit 2015 statt. Wie jedes Jahr kamen die Teilnehmenden aus verschiedenen SADC-Ländern. Es nehmen immer weniger Menschen teil. Die Forderungen sind jedoch die gleichen geblieben. Dies sollte zu denken geben.
von Boniface Mabanza | weiterlesen
 
 
Die Ergebnisse des Marikana-Berichts: Meilenstein oder Farce?
Am 31. März 2015 übergab die nach ihrem Vorsitzenden, dem ehemaligen Richter des Obersten Gerichts Ian Farlam, benannte „Marikana Commission of Inquiry“, die von Präsident Zuma nach einem Polizeieinsatz mit tödlichen Schüssen auf 34 streikende Mienenarbeiter eingerichtet wurde, ihren Abschlussbericht an die südafrikanische Regierung. Doch wird der Bericht den öffentlichen Erwartungen um Aufklärung gerecht?
von Katrin Mauch | weiterlesen
 
 
Kairos als gefährliche Erinnerung? Dreißig Jahre Kairos-Dokument
1985 – 2015, 30 Jahre sind seit der Veröffentlichung des ersten Kairos-Dokuments in Südafrika vergangen. Dieses Dokument hat viele Menschen und Institutionen bewegt und inspiriert, sowohl außerhalb als auch innerhalb von Südafrika selbst. Seit 1985 hat sich in Südafrika einiges zum Positiven verändert, aber es bleibt noch sehr viel zu tun. Wie damals stellen auch heute viele Entwicklungen in der Welt und in Südafrika einen Kairos, das heißt eine günstige Zeit für eine besondere Intervention dar. An das erste Kairos-Dokument erinnerte eine Konferenz vom 17. bis 20. August zum Thema „Kairos as a dangerous memory.“ Die Konferenz fand an der Universität von Johannesburg, School of Hospitality and Tourism statt. Dass diese Konferenz an einem Campus stattfand, zu dem bis 1990 die nicht weiße Mehrheitsbevölkerung aufgrund der Rassendiskriminierung keinen Zugang haben durfte, ließen viele TeilnehmerInnen während der Konferenz als Beweis dafür gelten, dass sich in Südafrika einiges verändert. Dennoch zeigte auch diese Konferenz, dass viele Gründe, die damals die Verfassung eines Kairos-Dokuments notwendig gemacht hatten, heute noch gültig sind. Boniface Mabanza nahm an dieser Konferenz teil. Die folgenden Zeilen fassen einige seiner Eindrücke zusammen.
von Boniface Mabanza | weiterlesen
 
 
Dokumentarfilm Dwaal Net Rond – The Forgotten
Der Film „Dwaal Net Rond – The Forgotten“ zeichnet ein aktuelles Bild der Lebensumstände arbeitsloser Landarbeiter*innen in Namibia und zeigt einerseits auf, welcher Anspruch überhaupt auf Sozialleistungen nach namibischem Gesetz besteht und bezeugt andererseits, dass gerade aufgrund der prekären Situation, in der sich eine Vielzahl von Farmarbeiter*innen befinden, oftmals Wissen und Zugang fehlen, um die eigenen Rechte vor dem Gesetz geltend zu machen.
von Katrin Mauch | weiterlesen
 
 
Ausstellungsempfehlung: A Labour of Love. Kunst aus Südafrika – die 80er jetzt
Im Frankfurter Weltkulturen Museum wird zwischen dem 3. Dezember 2015 und dem 24. Juli 2016 zeitgenössische Kunst aus Südafrika von fünf KünstlerInnen gezeigt, deren Werke Hans Blum 1986 für das Museum eingekauft hatte. Hans Blum, Mitglied beim Mainzer Arbeitskreis Südliches Afrika MAKSA ist auch Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der KASA.
von Simone Knapp | weiterlesen

 


Impressum

Herausgeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
im WeltHaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie, GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ 430 609 67, Konto 801 885 1600

BIC GENODEM1GLS, IBAN DE39 4306 0967 8018 8516 00

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza unter Mitarbeit von Katrin Mauch







       

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