Donnerstag, 23.02.2017

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Projektinformation


Aufruf für eine prophetische Kirche
Auch der Aufruf für eine prophetische Kirche „Leben in Fülle für alle” will angesichts der globalen Krisen zu einem grundlegenden Umsteuern beitragen | weiter
Auf Anregung der Herausgeber des Jahrbuches Gerechtigkeit V "Menschen, Klima, Zukunft. Wege zu einer gerechten Welt" haben 28 Kirchen, kirchliche Werke, Dienste und Organisationen den ökumenischen Prozess "Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten" gestartet.

Ausgangspunkt des ökumenischen Prozesses ist die Überzeugung, dass wir "eine tiefgreifende Transformation unserer Lebens- und Wirtschaftsweisen" brauchen, so die Broschüre, mit der der ökumenische Prozess vorgestellt wird. "Die Wirtschaft muss sich wieder in den Dienst des Lebens stellen. Wir sind aufgefordert, unsere Produktions- und Konsumweisen im Kontext der Weltwirtschaft so umzugestalten, dass sie die Verwirklichung der Grundrechte für alle fördern und Bedürfnisse heutiger ebenso wie künftiger Generationen befriedigen." Für diese Umgestaltung hatte der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) 2011 den Begriff "Große Transformation" vorgeschlagen.

An dieser Umgestaltung sollen und können sich Kirchen beteiligen. Wie das möglich ist und was das konkret bedeutet, soll im Rahmen des ökumenischen Prozesses erarbeitet und erprobt werden.

Schon in den ersten Monaten nach dem Start des ökumenischen Prozesses fand eine Reihe von Veranstaltungen in Deutschland und Österreich statt, bei denen zum Mitmachen am ökumenischen Prozess eingeladen wurde. Hierbei wurden unterschiedliche kirchliche Werke und Kirchen angesprochen – von einem Diakonischen Werk bis hin zu evangelischen Freikirchen. In den nächsten Monaten folgen weitere Veranstaltungen, unter anderem Ende April 2013 eine Tagung der Evangelischen Akademie Baden.

Mittlerweile ist eine kleine Informationsbroschüre erstellt, die Website www.umkehr-zum-leben.de soll im März 2013 ans Netz gehen und ein Verteilmaterial mit "Zehn guten Gründen für den ökumenischen Prozess" ist in Vorbereitung.

Kirchengemeinden als Vorreiter des Wandels

Zurzeit entstehen Arbeitshilfen für Gemeinden, die sich aktiv an der Gestaltung der Transformationsprozesse beteiligen wollen. Denn ein Schwerpunkt des ökumenischen Prozesses ist es, in Kirchengemeinden Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Gestaltung der Transformationsprozesse zu erarbeiten und zu erproben. In diesem Sinne laden die Träger des ökumenischen Prozesses Kirchengemeinden ein, zu Vorreitern des Wandels zu werden. 

Hierbei können auch einschlägige Versuche von Kirchen anderer Länder helfen. So ist in den USA in der United Church of Christ (UCC) der Vorschlag entstanden, Gemeinden sollten Transformationsgemeinden werden. Ein Pfarrer der UCC wird – voraussichtlich im Herbst 2013 – in Kirchengemeinden und Kirchenbezirken in Baden und im Bereich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau über der Erfahrungen seiner Kirche mit Transformationsgemeinden berichten. Ein Anknüpfungspunkt dieser Rundreise ist, dass sowohl die Evangelische Landeskirche in Baden als auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau eine Partnerschaft mit der UCC haben.

Aktivitäten im Vorfeld der Bundestagswahl

Im Juni 2013 wird in Berlin eine Veranstaltung mit kirchenleitenden Persönlichkeiten und Politikerinnen und Politikern stattfinden, bei der Positionen der Träger des ökumenischen Prozesses zur Umsetzung der Vorschläge des WBGU, zur sozialen Gestaltung der Energiewende und zur Notwendigkeit eines Klimaschutzgesetzes vortragen werden. Diese Veranstaltung soll als Muster für Veranstaltungen auf regionaler und lokaler Ebene im Vorfeld der Bundestagswahlen dienen.

Für die zweite Jahreshälfte und danach sind dann zahlreiche Veranstaltungen in Deutschland und Österreich geplant, Einzelheiten hierzu werden auf der Website www.umkehr-zum-leben.de zu finden sein.

Klaus Heidel
Januar 2013 



       

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