Donnerstag, 23.03.2017

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fair spielt. Für faire Regeln in der Spielzeugproduktion


Hinweis

Seit 1999 setzt sich die Aktion fair spielt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie ein – als Kooperationsprojekt des Bischöflichen Hilfswerkes Misereor, der Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Kath. Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), des Nürnberger Bündnisses Fair Toys und der Werkstatt Ökonomie. Nach 13 Jah­ren haben Ende 2012 die katholischen Organi­sationen die Weiterarbeit an die bisherigen Koalitionspartner übertragen: Das Nürnberger Bündnis wird als regionales Netzwerk weiter aktiv sein. Und die Werkstatt Ökonomie wird künftig – wie bisher schon – eine Watchdog-Funktion wahrnehmen und als Informationsstelle für VerbraucherInnen, Kitas und Engagierte zur Verfügung stehen.


Der Skandal

Nach wie vor werden in vielen asiatischen Spielzeugfabriken soziale und wirtschaftliche Menschenrechte systematisch verletzt. Betroffen sind vor allem junge Frauen zwischen 18 und 30 Jahren, sie stellen den größten Teil der Belegschaften. Besonders wenn die Produktion für das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren läuft, sind die Arbeitszeiten extrem lang – 12 oder gar 14 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche sind dann keine Ausnahmen. Gesetzliche Mindestlöhne werden unterschritten, Arbeitsschutzbestimmungen grob verletzt. Meist gibt es keinen Kündigungs- oder Mutterschutz. Viele Fabrikwohnheime sind in menschenunwürdigem Zustand: All dies verstößt sowohl gegen nationale Gesetze als auch gegen internationale Abkommen.


Ziele von fair spielt

fair spielt setzt weiter für die Beachtung der Menschenrechte und grundlegender Arbeitsnormen in der Spielzeugindustrie ein. fair spielt fordert die Spielzeughersteller und den Handel in Deutschland dazu auf, ihre Verantwortung zu übernehmen und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Spielzeugfabriken zu sorgen. Das können sie beispielsweise tun, indem sie den Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielwarenindustrie (ICTI) glaubwürdig und transparent umsetzen und das auch von ihren Lieferanten verlangen. In einer jährlich aktualisierten Firmenübersicht informiert fair spielt darüber, welche Unternehmen sich beteiligen – und welche nicht. | Siehe Aktuell

Außerdem setzte sich die Aktion fair spielt (bis Ende 2012) dafür ein, dass der Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielwarenindustrie (ICTI-Kodex) in den Fabriken wirksam, glaubwürdig und transparent umgesetzt wird. Dazu gehört auch, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter an der Umsetzung des Kodexes und an der Kontrolle der Fabriken beteiligt werden. Der Weltverband muss außerdem darüber berichten, welche Markenfirmen den Kodex umsetzen und welche nicht. Nur so haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, das auch bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. | Weiterlesen: Stellungnahme zum ICTI CARE-Prozess







     

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