Samstag, 25.03.2017

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08.12.2016
KASA Newsletter 3/2016
 


Editorial 
 
Liebe LeserInnen,
UnterstützerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

2016 neigt sich dem Ende zu. Es ist für die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika ein sehr intensives Jahr gewesen. Der vorliegende Newsletter greift einige der zentralen Themen auf, die in diesem Jahr die Arbeit der KASA geprägt haben: die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, den deutschen Genozid in Namibia, die politischen Entwicklungen in Simbabwe und Sambia, die Situation der FarmarbeiterInnen in Südafrika. Letzterem Thema widmen wir einen Artikel, der auf den langen Kampf der ArbeiterInnen der Robertson Farmen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen eingeht, der am 24.11.2016 mit einer Einigung zwischen den beiden Konfliktparteien beendet wurde. Außerdem erinnert ein Artikel in diesem Newsletter an den am 15. August verstorbenen ehemaligen südafrikanischen Botschafter in Deutschland Arnold Stofile Makhenkesi, den KASA in guter Erinnerung hat.

Das KASA-Team wünscht Ihnen eine angenehme Lektüre, eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2017,
das KASA-Team


Bittere Trauben – Südafrikas FarmarbeiterInnen streiken für bessere Löhne
Vierzehn Wochen lang haben die FarmarbeiterInnen Robertson Winery im Western Cape bestreikt. Neben existenzsichernden Löhnen forderten sie eine menschenwürdige Behandlung und ein Ende der rassistischen Übergriffe. Befeuert wurde die Debatte international durch den renommierten Filmemacher Tom Heinemann, dessen Dokumentation „Bitter Grapes – slavery in the Cape Winelands“ sogar dazu führte, dass Dänemark die Weine von Robertson Winery aus den Regalen nahm.
von Simone Knapp | weiterlesen


Wirtschaftspartnerschaftsabkommen und Tansanias Widerstand
Ende Oktober drohte das Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) der Europäischen Union zu scheitern, weil die belgische wallonische Provinz aus verschiedenen Gründen die Zustimmung verweigerte. Die Regierung der Wallonie wurde innerhalb von ein paar Tagen zur Heldin nicht nur von CETA-GegnerInnen, sondern von GegnerInnen von Freihandelsabkommen im Allgemeinen stilisiert. Dennoch registrieren nur die Wenigsten in Europa, dass solch ein Widerstand in Afrika seit Jahren von mehreren Regierungen geleistet wird. Umso wichtiger ist es, auf den Fall Tansania aufmerksam zu machen, auch wenn niemand voraussagen kann, wie lange dieser Widerstand noch anhält. Der Druck der EU auf die Wallonie hat gezeigt, dass dieser auch schnell gebrochen werden kann. Bis zum jetzigen Zeitpunkt verhält sich Tansania jedoch vorbildlich.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Namibia: Völkermord verjährt nicht
Mitte Oktober kamen Nachfahren der Ovaherero, Ovabanderu, und Nama aus der ganzen Welt in Berlin zusammen, um sich im Herkunftsland der Menschen, die ihre Vorfahren umgebracht hatten, Gehör zu verschaffen. Dies gelang ihnen eindrücklich während des ersten transnationalen Kongresses mit dem Titel „Restorative Justice after Genocide“ sowie mit einem Protestmarsch durch Berlin.
von Simone Knapp | weiterlesen


Swasiland: Konferenz der besorgten Kirchenführer ein großer Erfolg
Am 7. und 8. April 2016 haben die besorgten Kirchenführer Swasilands zur einjährigen Veröffentlichung des Kairos-Dokumentes ein theologisches Symposium in Manzini, Swasiland abgehalten. Über 50 Teilnehmende aus verschiedenen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Swasiland und Südafrika setzten sich dabei zwei Tage lang mit aktuellen und grundsätzlichen Fragen christlichen Engagements für soziale Gerechtigkeit in Swasiland auseinander. Die Themen waren unter anderem Kultur und Christentum, Justizwesen und Verfassung, die Rolle der Kirche in der Gesellschaft und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kairos-Swasiland Dokument.
von Tobias Schäfer | weiterlesen


Sambia update
Sambia hat – mal wieder – gewählt. Doch diese Mal gibt es erhebliche Zweifel, ob der Wahlgang tatsächlich frei und fair war. Trotzdem wurde Edgar Lungu erneut als Präsident vereidigt. Ungewöhnlich auch, dass es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen ParteianhängerInnen während und nach der Wahl kam.
von Simone Knapp | weiterlesen


Hommage an Stofile Makhenkesi
Am 15. August 2016, einen Tag vor dem 4. Jahrestag des Marikana-Massaker,s starb Alnold Stofile Makhenkesi, ehemaliger Botschafter Südafrikas in Deutschland von 2011 bis 2015. Vor seiner Diplomatenkarriere arbeitete er u.a. als Dozent an der Universität von Fort Hare, als Ministerpräsident der Provinz Eastern Cape und als Sportsminister Südafrikas. Bekannt wurde Stofile Makhenkesi während der Apartheidszeit, als er sich gegen das Unrechtsregime sowohl in kirchlichen als auch in sportlichen Strukturen engagierte.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Stop-EPAs, Stop-TTIP, Stop-CETA. Nein zur Agenda der Konzerne
Am 17.09.2016 fand in 10 deutschen Städten eine Demonstration gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA statt. Leider wurden in vielen Aufrufen zu dieser Demonstration, die auf Flyern und Plakaten zu lesen waren, die Freihandelsabkommen der EU mit den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifischen Raums vergessen, obwohl diese der gleichen Logik entspringen und von den gleichen Akteuren vorangetrieben wird. Boniface Mabanza schrieb zu diesem Anlass eine kurze Rede zu den EPAs, die in Hamburg bei der Kundgebung im Rahmen der benannten Demonstration verlesen wurde.
von Boniface Mabanza | weiterlesen


Wenn Wahlen Angst mit sich bringen: Quo vadis Simbabwe?
Nach dem für viele überraschenden Wahlsieg der ZANU-PF (Zimbabwe African National Union – Patriotic Front) bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2013 waren AnalystInnen im Südlichen Afrika davon ausgegangen, dass die ZANU-PF diese neue Chance nutzen und sich zu rehabilitieren versuchen würde. Im Gegenteil hat sich die Selbstdemontage der Partei fortgesetzt und zieht das ganze Land in Mitleidenschaft. Je näher 2018 rückt, desto mehr wird wieder von den Wahlen als möglichem Ausweg aus der Krise gesprochen. Wie realistisch ist das?
von Boniface Mabanza | weiterlesen



Impressum

Herausgeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
im WeltHaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.de

Bankverbindung:
KASA c/o Werkstatt Ökonomie, GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ 430 609 67, Konto 801 885 1600

BIC GENODEM1GLS, IBAN DE39 4306 0967 8018 8516 00

Verantwortlich:
Simone Knapp & Boniface Mabanza







       

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