SADC Summit 2024 in Simbabwe: Die Einschüchterung hat triumphiert

Am 17. August fand in Mount Hampden in der Nähe von Harare der 44. Gipfel der Staats- und Regierungschefs der SADC unter dem Thema Promoting Innovation to unlock opportunities for sustained economic growth and development towards an industrialised SADC statt. Am Ende dieses Gipfels wurde der Präsident Simbabwes, Emmerson Mnangagwa als Vorsitzender der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika und der Präsident von Madagaskar, Andy Rajoelina als sein Stellvertreter gewählt. Gemäß den Statuten der SADC wird nächstes Jahr im August Madagaskar den 45. SADC-Gipfel ausrichten.

Infrastrukturen für den Summit

Im August vor einem Jahr in Luanda (Angola) wurde Mnangagwa als stellvertretender Vorsitzender der SADC gewählt. Damit stand fest, dass Simbabwe ein Jahr später den Vorsitz übernehmen würde. Das Land hat seitdem mit Blick auf die Infrastrukturen viel unternommen, um sich von seiner besten Seite zu zeigen: Die Erweiterung des Flughafens Robert Mugabe International Airport wurde frühzeitig fertiggestellt, genauso wie viele Infrastrukturmaßnahmen im Zusammenhang mit dem SADC-Summit. Dies betrifft vor allem die Hauptstraßen rund um die Orte, die von den Staats- und Regierungschefs besucht wurden: Mount Hampden, den neuen Sitz des simbabwischen Parlaments, wo der Gipfel der Staats- und Regierungschefs stattfand, den National Heroes Acre, wo Held:innen des simbabwischen Befreiungskampfes begraben werden und das Museum der afrikanischen Befreiung in Simbabwe. Letzteres ist ein gemeinsames Projekt der Republik Simbabwe und der in Simbabwe ansässigen panafrikanischen Organisation „Institute of African Knowledge“ (INSTAK).  Es erstreckt sich auf mehreren Quadratkilometern und hat das Ziel, eine panafrikanische Einrichtung zu schaffen, in der die vielfältige Geschichte der afrikanischen Befreiung dargestellt wird. Es war zum Zeitpunkt des Gipfels noch „Work in Progress“ und wird auch wahrscheinlich noch länger so bleiben, da es die Idee ist, dass jedes afrikanische Land, das an diesem Museum interessiert ist, einen eigenen Bereich gestaltet. Somit sind die verschiedenen Geschwindigkeiten in der Implementierung und die Vielfalt in der Gestaltung im Projekt Design mitgedacht. Simbabwe sieht dieses Museum für Afrikanische Befreiung als Umsetzung eines der Ziele des SADC-Abkommens, das historische, soziale und kulturelle Erbe der Menschen in der Region aufzuwerten und zu konsolidieren, damit die Geschichte Afrikas von eigenen Narrativen geprägt wird.

Dass viele von den Staats- und Regierungschefs genutzte Straßen noch rechtzeitig fertig wurden, ließ die Einwohner:innen Harares erstaunen, denn nach Einschätzung vieler Menschen begannen die Renovierungsarbeiten später als erwartet. Wie immer gehen Reparaturarbeiten an Hauptstraßen mit Einschränkungen für diejenigen einher, die diese tagtäglich nutzen. Umso mehr freuen sich viele Menschen, mit denen ich sprechen konnte, über die unverhoffte Verbesserung in ihrem Leben, die der SADC-Gipfel bewirkt hat. Anders ist es mit dem politischen Erbe.

Verschärfung des Shrinking Space nur für den Gipfel oder darüber hinaus?

Überschattet wurde der SADC-Gipfel durch die verstärkte Repression der simbabwischen Regierung gegen die Opposition und die zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Brutalität des simbabwischen Regimes gegenüber der Opposition, der freien Presse und den Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen ist nicht neu. Sie ist Bestandsteil simbabwischer politischer Kultur geworden. Besonders eingeschränkt wurden die Handlungsspielräume für diese Gruppen im Vor- und Nachfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2023, vermutlich um die Wahlmanipulationen und deren Ergebnisse durchzusetzen. Die willkürlichen Handlungen der Sicherheitskräfte wurden in dieser Periode mit einer Verschärfung der Gesetze zur Regulierung aller Aktivitäten nichtstaatlicher Akteur:innen kombiniert. Dies erreichte einen Höhepunkt, als am 31. Juli 2024 Robson Chere, Namatai Kwekweza, Samuel Gwenzi und Vusumuzi Moyo auf dem Robert Mugabe International Airport in Harare gewaltsam aus einem Inlandsflug entführt wurden. Es handelt sich bei den vier Personen um einen Lokalpolitiker und Menschenrechtsaktivisten, einen Gewerkschafter, die Direktorin einer NGO und einen Künstler und Tontechniker, die auf dem Weg zu den Victoria Falls im Westen Simbabwes waren, wo sie an der African Philanthropy Conference (APC) teilnehmen wollten. Über Stunden herrschte Ungewissheit über ihr Schicksal, bis sie in einem der berüchtigtsten Gefängnisse Harares identifiziert werden konnten. Sie wurden gefoltert. Viele Menschen in Simbabwe vermuten, dass hinter dieser spektakulären Festnahme eine Einschüchterungsstrategie stand. Die Regierung Simbabwes hatte die Befürchtung, dass einige Einwohner:innen Harares, einer Stadt, die traditionell die Opposition wählt, den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der SADC als geeigneten Anlass nutzen könnte, um Proteste gegen Korruption, unzuverlässige Wasser- und Stromversorgung, Inflation und Polizeibrutalität zu protestieren. Diese Angst wurde verschärft durch die Jugendproteste in Kenia und entsprechende Kampagnen auf Social Media, die suggerierten, dass ähnliche Proteste im August in anderen afrikanischen Ländern mit ähnlichen oder schlimmeren Problemen als Kenia zu erwarten waren. Simbabwe und Uganda wurden immer wieder als zwei mögliche Standorte dieser Proteste erwähnt. Die Regierung Simbabwes verschärfte nicht nur die Repression nach innen, sondern agierte nach außen auch mit einer Art Paranoia: Security Clearance durch entsprechende Ministerien wurde verlangt von allen, die mit Aktivitäten rund um den SADC-Gipfel zu tun hatten. Darüber hinaus nahm sich die Regierung viel Zeit, bevor sie in der letzten Woche den SADC- People‘s Summit genehmigte, der traditionell im Vorfeld des Gipfels der Staats- und Regierungschefs stattfindet. Die Sicherheitsüberprüfung kombiniert mit der späten Freigabe des SADC-People‘s Summit zeigte Wirkung: die meisten Gruppen, die traditionell immer an diesem Forum teilnehmen, blieben Simbabwe fern. Für mich, der bereits bei den SADC-People‘ s Summit in DR Kongo, Botswana, Südafrika, Namibia und Swasiland dabei war, war es traurig zu beobachten, dass diesjährige Gipfel in Harare der am wenigsten international besuchte Gipfel war. Selbst in Simbabwe in 2014 unter Mugabe war die Situation anders. Selbst die Teilnehmer:innen aus Simbabwe  waren so eingeschüchtert,  dass die meisten erst am zweiten Tag erschienen, vermutlich nachdem sie die Information erhielten, dass die Sicherheitskräfte, die an allen dezentralen Orten des Gegengipfels nicht zu übersehen waren, diesen am ersten Tag nicht niederschlugen. So eine Präsenz der Sicherheitskräfte rund um die Austragungsorte zivilgesellschaftlicher Aktivitäten war in der bisherigen Geschichte des SADC-People‘s Summits nirgendwo zu beobachten. In dieser vom Sicherheitswahn geprägten Atmosphäre gerieten die inhaltlichen Auseinandersetzungen fast in den Hintergrund.

Das Tragische für die Menschen in Simbabwe ist, dass das Ende des SADC-Gipfels dem Sicherheitswahn und der Terrorstrategie der Regierung kein Ende setzt. Viele Beobachter:innen der simbabwischen Politik vermuten, dass die Einschüchterung auf etwas Größeres als den SADC-Gipfel ausgerichtet ist: eine Verfassungsänderung zugunsten einer dritten Amtszeit von Mnangagwa. Dafür muss er nicht nur den von einer großen Fraktion seiner Partei geführten internen Widerstand, sondern auch eine andere Hürde überwinden: Eine Verfassung, die es vermutlich deutlich schwerer als in anderen afrikanischen Ländern gemacht hat, das Mandat des Präsidenten zu ändern. Die in der Verfassung eingebauten Hürden sind so groß, dass Mnangagwa großen Repressionsdruck aufwenden muss, um sein Ziel durchsetzen zu können. Für die Menschen in Simbabwe ist dies eine schlechte Nachricht, denn es bedeutet: nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel.

Aktuelles zu Voice and Space

Pressefreiheit in Namibia und der Fall Johnathan Beukes

Namibia galt über lange Zeit als eines der Vorzeigeländer für Pressefreiheit in Afrika. Die Verfassung garantiert Meinungs- und Pressefreiheit, Gesetze wie das „Access to Information Act" stärken...

Lesen ...

Tag der Menschenrechte

Am heutigen Tag der Menschenrechte veröffentlicht das Forum Menschenrechte einen Sammelband mit insgesamt 90 Aide-Mémoires, die in diesem Jahr von den Mitgliedsorganisationen, darunter die...

Lesen ...

Vorerst gescheiterte Verfassungsreform in Sambia

In der ersten Jahreshälfte 2025 legte das sambische Justizministerium dem Parlament einen Entwurf für eine Verfassungsänderung vor (Bill 7) mit dem Ziel, Anpassungen am derzeitigen Wahlsystem, der...

Lesen ...

Unvollendete Versöhnung – Südafrikas langer Kampf um Wahrheit, Gerechtigkeit und Anerkennung

Südafrika gilt oft als Erfolgsgeschichte des demokratischen Übergangs. Doch im Schatten der politischen Befreiung blieb ein zentraler Bereich unvollständig: die juristische, soziale und politische...

Lesen ...

AU-EU People´s Summit in Angola

Der 7. EU-Afrika Gipfel findet derzeit (24./25. 11.) In der angolanischen Hauptstadt Luanda statt. Dieser Gipfel soll die Partnerschaft zwischen den beiden Regionen in Bereichen Wirtschaft und...

Lesen ...

Erstes Treffen von Forum Menschenrechte mit Außenminister Wadephul

Menschenrechte und Völkerrecht sind Interesse und Verpflichtung37 Vertreter:innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen im Forum Menschenrechte - darunter Simone Knapp für die Werkstatt...

Lesen ...

Simbabwe zwischen Angst, Autoritarismus und lokaler Hoffnung

State of Peace Report Dieser Bericht ist die wichtigste zivilgesellschaftlichen Friedensstudie Simbabwes. Herausgegeben wird er von der Zimbabwe Human Rights Association (ZimRights), einer der...

Lesen ...

Ehemaliger Parlamentarier in Swasiland soll aus dem Gefängnis entlassen werden

Laut Berichten der Online Zeitung Swaziland News, soll der ehemalige Parlamentarier Mthandeni Dube die Tage freigelassen werden, nachdem der König ihn begnadigt hatte. Die Freilassung von Dube wurde...

Lesen ...

Anti-Apartheid-Aktivistin Ursula Trautwein verstorben

Mit den Frauen für Gerechtigkeit, den ehemaligen Boykottfrauen, war sie 1996 Mitbegründerin der KASA.  Ursula Trautwein starb am 27. September im Alter von 92 Jahren. In den 1970er Jahren...

Lesen ...

SADC People´s Summit auf Madagaskar

Der diesjährige Gipfel der Staats- und Regierungschef:innen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) fand in diesem Jahr vom 16. bis 17. August auf Madagaskar statt. Gemäß den...

Lesen ...

Solidaritätsbewegungen früher und heute

Podcast der informationsstelle südliches afrika e.V. In dieser Folge wird Simone Knapp von der Werkstatt Ökonomie/Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) bei uns zu Gast sein. Wir wollen...

Lesen ...

Der Stand der Debatte um ein Grundeinkommen in Südafrika

Neuer Wind nach der SONA-Rede von Präsident Ramaphosa Die Debatte über ein Grundeinkommen in Südafrika hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der zentralen sozialpolitischen Themen des Landes...

Lesen ...

Machtkampf in Simbabwe: Chiwenga gegen Mnangagwa – und der stille Aufstieg eines Tykoon

In der Regierungspartei Zanu PF spitzt sich ein erbitterter Machtkampf zu. Bei einer hitzigen Politbürositzung am 17. September 2025 kam es zu einem offenen Schlagabtausch zwischen Präsident...

Lesen ...

Ruth Weiss – Journalistin, Schriftstellerin, Menschenrechtlerin

Ein persönlicher Nachruf 26. Juli 1924 bis 5. September 2025 Ruth Weiss hat mich mein ganzes Erwachsenenleben begleitet. Da bin ich sicher nicht die Einzige. Zunächst waren es ihre Bücher, vor...

Lesen ...

Thabilé live in Bad Boll – Musik als Stimme gegen Gewalt an Frauen

Die südafrikanische Sängerin Thabilé tritt am Freitag, 26. September 2025 um 20 Uhr im Rahmen der internationalen Tagung „South Africa and Germany in Solidarity: Walking Together...

Lesen ...

South Africa and Germany in Solidarity: Walking Together Against Gender-Based Violence

Nachdem wir im Dezember 2024 in Bad Boll eine erfolgreiche Tagung zu 30 Jahre Demokratie in Südafrika durchführen konnten, wenden wir uns nun in der diesjährigen Konferenz wieder in Bad Boll dem...

Lesen ...

Das Massaker von Marikana – auch 13 Jahre danach immer noch eine offene Wunde

Am 16. August 2025 jährt sich das Massaker von Marikana zum dreizehnten Mal. 34 Bergleute wurden an diesem Tag getötet, mindestens 78 verletzt und etwa 250 festgenommen. Das Massaker von Marikana...

Lesen ...

Sambias Ex-Präsident Edgar Lungu stirbt mit 68

Lungu, der zwischen 2015 und 2021 der sechste Präsident Sambias war, verstarb in einem Krankenhaus in Pretoria. Diese Amtszeit war einerseits geprägt von großen Infrastrukturprojekten, aber auch von...

Lesen ...

Johannesburg als Symbol für koloniale Kontinuitäten

Trump und Afrika: Die Chance für resiliente Strukturen ergreifen

Die zweite Legislaturperiode von Donald Trump hat wie erwartet begonnen: mit großen Ankündigungen, aber auch mit großem Tatendrang. Es scheint, dass Trumps Administration in allen Bereichen ein...

Lesen ...

Die Zimbabwe African National Union – Patriotic Front (ZANU-PF) hat Simbabwe fest im Griff

In Simbabwe scheinen die Zeiten stehen zu bleiben oder genauer gesagt: Manche Dynamiken wiederholen sich. Dies bestätigte sich wieder beim letzten Besuch des KASA-Teams in Harare. Die Hauptstadt...

Lesen ...

Namibia: frischer Wind oder heiße Luft?

In Namibia wurden am 27. November 2024 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen durchgeführt. Es war der siebte Wahlzyklus seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990. Das Endergebnis war zwar aufgrund der...

Lesen ...

Fahrradtour durch den Mannheimer Hafen

Der 1. Mai als "internationaler Tag der Arbeit"  geht auf die Arbeiter:innenbewegung des späten 19. Jahrhunderts zurück. Am 1. Mai 1886 demonstrierten in den USA hunderttausende Arbeiter:innen...

Lesen ...

Gerechtigkeit für Swasiland

Je nachdem, in welcher Blase wir uns bewegen, wird das kleine, von Südafrika umschlossene Land mit seinem alten, englischen Namen „Swaziland“ oder mit der Übersetzung in Siswati, „eSwatini“...

Lesen ...

Harare

Simbabwe: Weitere Beschneidung des demokratischen Raums durch die Einführung des PVO Act

Die jüngste Verabschiedung des Gesetzes über private Freiwilligenorganisationen (PVO) signalisiert einen weiteren Schritt in die Zementierung der autoritären Herrschaft in Simbabwe. Das PVO-Gesetz...

Lesen ...

Radtour zum 1. Mai: Der Hafen als politischer Ort

Fahrradtour zu globalen Arbeitsrechten und Lieferketten Am Tag der Arbeit laden wir als Werkstatt Ökonomie zu einer besonderen Fahrradtour durch den Mannheimer Hafen ein. Gemeinsam wollen wir...

Lesen ...

Nomarussia Bonase erhält Ehrung durch die Südafrikanische Menschenrechtskommission SAHRC

Seit sie denken kann ist sie Aktivistin – und seit es die KASA gibt, arbeiten wir zusammen. Zunächst mit der Selbsthilfegruppe Khulumani Support Group bei dem Versuch, Banken und Unternehmen aus der...

Lesen ...

Demokratie lebt von Debatten, Verantwortung und Vertrauen

Pressemitteilung von der Werkstatt Ökonomie und der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung: Offener Brief von 200 Organisation und Einzelpersonen an die Unionsfraktion erinnert an...

Lesen ...

Internationale Wochen gegen Rassismus

Dieses Jahr ist die KASA mit zwei Veranstaltungen in Heidelberg vertreten. Zum Internationalen Tag selbst, am 21. März, erinnern wir an das Massaker von Sharpeville von 1960, das der Anlass für...

Lesen ...

Zehn Jahre #FeesMustFall, doch der dekoloniale Protest geht weiter

Über die anhaltende Bildungsungerechtigkeit in Südafrika Am vergangenen Montag, den 17. Februar 2025 begann das neue Studienjahr an der University of Cape Town (UCT). Doch bereits während der...

Lesen ...

Imam Muhsin Hendricks in Südafrika erschossen

Am 15. Februar 2025 wurde Muhsin Hendricks, der erste offen schwule Imam Südafrikas,  in Bethelsdorp/Südafrika auf dem Rücksitz eines PKWs von zwei vermummten Tätern erschossen, als er auf dem...

Lesen ...

Ehemaliger namibischer Präsident Sam Nujoma verstorben

Nachdem mit Hage Geingob vor einem Jahr, im Februar 2024, der erste Staatspräsident Namibias im Amt verstarb, kam nun die Meldung ,dass der „Vater der Nation“ Sam Nujoma am 8. Februar verstarb....

Lesen ...

SADC Summit 2024 in Simbabwe: Die Einschüchterung hat triumphiert

Am 17. August fand in Mount Hampden in der Nähe von Harare der 44. Gipfel der Staats- und Regierungschefs der SADC unter dem Thema Promoting Innovation to unlock opportunities for sustained...

Lesen ...

Weiterer Angriff auf demokratische Kräfte in Swasiland/eSwatini

Am 24. September wurde bekannt, dass der im südafrikanischen Exil lebende Präsident der politischen Partei PUDEMO (People’s United Democratic Movement) Mlungisi Makhanya einem Mordanschlag nur knapp...

Lesen ...

Erste Seite der Stellungnahme

Menschenrechte sind nicht teilbar!

Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert deutliche und glaubwürdige Positionierung der Bundesregierung im aktuellen Konflikt in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten seit dem 7. Oktober...

Lesen ...

Sambia im Würgegriff des Privatfinanzmarkts: Gefahren für die Demokratie und Handlungsspielräume

Am 25. März 2024 verkündete der sambische Präsident Hakainde Hichilema per X (ehemals Twitter) euphorisch, dass sein Land eine Einigung mit Privatkreditgebern gefunden habe, Besitzenden der...

Lesen ...

Alternative Mining Indaba 2024 in Kapstadt

Eine wichtige Etappe der diesjährigen Dienstreise des KASA-Teams war die Teilnahme an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt vom 5. bis 8. Februar 2024.  Aufgrund des dichten Programms...

Lesen ...

Auszug der Information

Simbabwe Aktuell März 24

Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an Simbabwe zumindest in einer kleinen Nische weiterhin groß ist. Daher werden wir versuchen, euch auch weiterhin mit diesem Newsletter auf dem Laufenden zu...

Lesen ...

Skyline einer Stadt mit Menschen und Autos im Vordergrund

Systematische Zerstörung der Opposition in Simbabwe

Im August 2023 stand in Simbabwe sowohl das Präsidentenamt als auch das Parlament zur Wahl. Viel Hoffnung wurde –wieder einmal – in die Opposition und damit vor allem in ihren Anführer Nelson...

Lesen ...

Protestbanner

Solidarität ist in die Jahre gekommen...

Viele Soli-Bewegungen der 1980er Jahre feiern derzeit ihr 40. Jubiläum. Auch wenn wir uns als Werkstatt Ökonomie so nie gesehen haben, ist doch die Grundlage unserer Arbeit die Solidarität mit den...

Lesen ...

Khulumani Galela – Entschädigungen jetzt!

Der Constitutional Hill in Johannesburg, ein ehemaliges Gefängnis und Militärfort, „ist ein lebendiges Museum, das die Geschichte von Südafrikas Weg zur Demokratie erzählt. Das Gelände zeugt von der...

Lesen ...

Menschenrechte in Simbabwe – was können wir tun?

Im Juli und August überschlugen sich die Ereignisse in Bezug auf willkürliche Verhaftungen in Simbabwe. Betroffen waren auch Partner von der KASA und Brot für die Welt. Welche Unterstützung können...

Lesen ...

FORUM MENSCHENRECHTE im Gespräch mit Außenministerin Baerbock

Deutschland ist kein verlässlicher Partner mehr für die Menschenrechte Im Gespräch mit Außenministerin Annalena Baerbock kritisierte das FORUM MENSCHENRECHTE (FMR) heute den Verlust an...

Lesen ...

Warum die Apartheid-Architektur etwas mit dem Großbrand in Johannesburg zu tun hat

Beim Anflug auf Johannesburg werden mehrere Erkenntnisse zur Vergangenheit Südafrikas sichtbar: Die Apartheid bildet sich im Städtebau ab und hat bis heute massiven Einfluss auf die...

Lesen ...

Sambia und die Schulden – eine endlose Geschichte

Auf dem Finanzgipfel im Juni in Paris hat sich Sambia mit seinen Gläubigern über die lange fällige Umstrukturierung der sambischen Staatsschulden verständigt. Es handelt sich dabei...

Lesen ...

Die absolute Monarchie kämpft gegen die Demokratiebestrebungen

 Seit Mitte 2021 eskaliert die Gewalt in eSwatini. Mit Massenprotesten forderten vor allem junge Menschen die Einführung eines demokratischen Systems, trotz oder gerade wegen der mit Covid...

Lesen ...

Zwei Abgeordnete in Swasiland verurteilt

Die politische Landschaft Swasilands wird seit nach wie vor von der absoluten Monarchie beherrscht, die die Regierung, die Zivilgesellschaft und die Medien streng kontrolliert. Die Verurteilung...

Lesen ...

Swasiland - Wie die Verletzung sozialer und wirtschaftlicher Rechte mit der Verletzung bürgerlicher und politischer Rechte zusammenhängt

Sieben Monate sind seit der Ermordung des Menschenrechtsaktivisten und Rechtsanwalts Thulani Maseko vergangen. Er setzte sich dafür ein, dass Menschenrechte in Swasiland geachtet werden und bezahlte...

Lesen ...

Menschenrechtsanwalt in Swasiland ermordet

  Thulani Maseko ist am Abend des 21. Januar 2023 in seinem Haus in Mbabane in Eswatini (ehem. Swasiland) von Unbekannten erschossen worden. Der Menschenrechtsanwalt war ein zentraler...

Lesen ...

Ein verändertes Land: Sambia unter Präsident Lungu

Der öffentliche Raum in Sambia schrumpft mehr und mehr. Politische Veranstaltungen werden untersagt oder gestoppt und Oppositionspolitiker inhaftiert. In einem Interview sagte Josephs Akafumba,...

Lesen ...

Menschenrechtsverteidiger:innen

Menschen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzten, exponieren sich und ihre Familien, sind häufig von staatlichen Repressionen, Verfolgung, Verhaftungen und Schlimmerem betroffen. Ihre Arbeit sichtbar zu machen, kann sie als Person schützen. Solidaritäts- und Lobbyarbeit sind hier wichtige Aspekte, um Partner:innen und ihre Organisationen bekannt zu machen und im Notfall über ein Netzwerk zu verfügen, um konkret eingreifen zu können. Derzeit besonders betroffen sind unsere Kolleg:innen in Simbabwe und Swasiland/eSwatini.

Gesellschaft zusammenbringen

Um Gesellschaft (wieder) zusammenzubringen und um dem Gemeinwohl zu dienen, unterstützt und verbreitet die WÖK den Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die GWÖ legt die Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Mitbestimmung und Transparenz als "Maßstab" fest. Das Wohl von Menschen und Umwelt (Gemeinwohl) und ein gutes Leben für alle wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens. Dieser wertebasierte und ganzheitliche Ansatz harmoniert auch sehr stark mit den SDGs. Deshalb integriert die WÖK die GWÖ in ihren Projekten und sieht hier ein großes Potenzial für Veränderung.

Klimagerechtigkeit

Wir stärken mit unserer Arbeit das Engagement für Klimagerechtigkeit – in der Gesellschaft, der Politik und auch in der Kirche. Die Idee der Klimagerechtigkeit liegt darin, die Lasten des Klimawandels gerecht zu verteilen – sowohl weltweit (räumliche Dimension) als auch zwischen den Generationen (zeitliche Dimension) – und sich für die Gestaltung einer klimagerechten Zukunft einzusetzen. Dazu zählen der Klima- und Ressourcenschutz, die Stärkung der Anpassungsfähigkeit (Klimaresilienz), die Bewältigung klimabedingter Schäden, der Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise unter besonderer Wahrung der Menschenrechte und die Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung.

Forum Menschenrechte

Die WÖK ist Mitglied im Forum Menschenrechte, einem Netzwerk von über 50 Organisationen, die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen. Wir verfassen jährlich sogenannte Aides Memoires etwa zu Namibia oder Simbabwe, die über das Forum an das Außenministerium weitergeleitet werden und die Grundlage für weitere Lobbyarbeit zu diesen Ländern darstellen.

Materialien zu Voice & Space

Folder: Gesellschaft zusammenbringen

Lesen ...

Sharpeville nach 50 Jahren – Geschichten vom Überleben in Südafrika

Lesen ...

Marikana
Ausstellung zu Marikana

Lesen ...

Tagung Beyond 1994. Solidarität im Wandel der Zeit am Beispiel Südafrikas.

Lesen ...

Angebote für Schulen mit Partnerschaften im Südlichen Afrika

Lesen ...

Flame - Film

Lesen ...

Swasiland – Monarchie ohne Menschenrechte

Lesen ...

Ausstellung FarmarbeiterInnen erheben ihre Stimme

Lesen ...

Land ist Leben. Landrechte in Sambia

Lesen ...

Robert Mugabe – Macht um jeden Preis. Film

Lesen ...