Zehn Jahre #FeesMustFall, doch der dekoloniale Protest geht weiter

Über die anhaltende Bildungsungerechtigkeit in Südafrika

Am vergangenen Montag, den 17. Februar 2025 begann das neue Studienjahr an der University of Cape Town (UCT). Doch bereits während der vorausgegangenen Orientierungstage haben Studierende zunehmend Kritik an Missständen geäußert.

Housing Crisis und enorme Studiengebühren

Das neue Studienjahr ist insofern ein besonderes, als es das zehnjährige Jubiläum der #RhodesMustFall- und #FeesMustFall-Protestbewegungen markiert. Somit ist 2025 ein wichtiges Jahr, um ein Zwischenfazit zu ziehen und die bisher erfolgten Errungenschaften, aber auch weiterhin ausständigen Herausforderungen zu analysieren. Vor diesem Hintergrund ist auch die von den Studierenden vorgetragene Kritik einzuordnen. Diese fokussiert sich insbesondere auf den mangelnden Wohnraum, denn es gibt nicht genügend Betten in den Wohnheimen, um die Studierenden unterbringen zu können. Vielen Erstsemesterstudierenden, die aus entfernten Städten oder anderen afrikanischen Ländern nach Kapstadt gezogen sind, wurde bislang keine Unterkunft zugewiesen. Der Student Representative Council (SRC) berichtete, dass rund 60 Studierende in den Büros des SRC untergebracht wurden. Sie schlafen auf dem Boden mit einigen wenigen Matratzen, es fehlen Dusch- und Kochmöglichkeiten. Weitere Studierende übernachten in den Vorlesungssälen.

Trotz der #FeesMustFall-Proteste in den vergangenen Jahren sind die Studiengebühren noch immer sehr hoch, weshalb sich bei vielen Studierenden Zahlungsrückstände aus dem Vorjahr angesammelt haben, aufgrund derer es ihnen nicht erlaubt ist, sich für das neue Studienjahr einzuschreiben. Auch aufgrund dieser ausstehenden Zahlungen haben viele ihren Anspruch auf einen Wohnheimplatz verloren. Daher befinden sich viele in einer finanziell prekären Lage.

Zusätzliche Fördermaßnahmen durch die UCT

Am 14. Februar versprach der Vice Chancellor der UCT, Professor Mosa Moshabela, finanzielle Erleichterungsmaßnahmen durch die Universität. Diese Maßnahmen beinhalten eine Registrierungserleichterung für Studierende mit einem Schuldenstand von weniger als 10.000 Rand (circa 520 Euro) und weitere Unterstützung durch Studienkredite und Stipendien. Zudem wurden Fonds für die Studierenden bereitgestellt, die durch die Finanzhilfen von NSFAS[1] (National Student Financial Aid Scheme)-förderberechtigten Studierenden unterstützt werden sollten. Moshabela betonte jedoch, dass keine weiteren Zugeständnisse über das aktuelle Budget hinaus gewährt werden könnten. Der Rektor appellierte an alle, die Finanzierunghilfen zu nutzen, mahnte aber auch, dass Disziplinarmaßnahmen gegen Studierende ergriffen würden, wenn diese die Verhaltensrichtlinien der Universität missachten.

Bleibende Forderungen der Studierenden

Der SRC wies in einer Reaktion darauf hin, dass die finanziellen Zusatzleistungen der Universität zu kurz greifen und keine nachhaltigen Lösungen beinhalten. So weisen bereits die zur Verfügung gestellten Notunterbringungen zu wenige Betten bei zu hohem Bedarf auf. Sie fordern deshalb unter anderem:

  • Studierende mit ausstehenden Gebühren sollen sich ohne Einschränkungen einschreiben dürfen, unabhängig davon, ob sie über 10.000 Rand Schulden haben oder nicht.
  • Eine umfassende Schuldenerlass-Regelung für einkommensschwache Studierende, insbesondere für jene, die vom NSFAS-Finanzierungssystem abhängig sind.
  • Schnellere und transparente Auszahlung von Finanzhilfen, um zu verhindern, dass Studierende aufgrund verspäteter Zahlungen von Kursen oder Unterkünften ausgeschlossen werden.
  • Sofortige Bereitstellung zusätzlicher Unterkünfte für obdachlose Studierende sowie eine dauerhafte Erhöhung der Wohnheimplätze und Investitionen in neue Wohnheime.
  • Eine klarere und gerechtere Verteilung der Wohnheimplätze, um Chaos und Unsicherheiten bei der Zuweisung zu vermeiden.
  • Regelmäßige Konsultationen zwischen Studierendenvertretungen und der Universitätsleitung, um langfristige Lösungen für die Krise zu erarbeiten.
  • Mehr Mitspracherecht für Studierende bei Entscheidungen über Studiengebühren, Wohnheime und Finanzhilfen.
  • Kostenfreie Hochschulbildung für einkommensschwache Studierende, damit niemand aufgrund von Armut vom Studium ausgeschlossen wird.
  • Eine grundlegende Reform des NSFAS-Finanzierungssystems, um die Probleme mit verspäteten oder ausbleibenden Zahlungen zu lösen.
  • Langfristige Maßnahmen zur sozialen Gerechtigkeit im Hochschulsystem, um Ungleichheiten im Zugang zu Bildung zu reduzieren.

Protestmarsch anlässlich der Vorstellung des südafrikanischen Haushaltsplans

Vor diesem Hintergrund und anlässlich der angesetzten Parlamentssitzung zur Vorstellung des nationalen Haushaltsplans für 2025, schlossen sich die Studierenden am 19. Februar zu einem Protestmarsch zusammen. Die UCT unterstützte den Marsch insofern, als sie ihre Shuttle-Bus-Flotte zur Verfügung stellte, um die tausenden Studierenden vom Hauptcampus in Rondebosch in die Innenstadt zum Hiddingh Campus zu fahren, von wo aus die Demonstration startete. Gemeinsam mit einem Freund und einer Freundin nahm ich an dem Marsch teil. Bereits im Bus war die Stimmung euphorisch, fröhlich, und es war eine große Solidarität unter den Studierenden spürbar.

Angedacht war, vom Hiddingh Campus durch die Innenstadt bis zum Parlamentssitz zu marschieren. Dort wollten wir den Finanzminister Enoch Godongwana treffen und ihm ein Memorandum mit den Forderungen überreichen. Der Protestmarsch wurde von einer Polizeieskorte begleitet und war durchweg friedlich. Es wurden Protest- und Freiheitslieder gesungen und getanzt. Bemerkenswert war die Fürsorge unter den Studierenden, die in der heißen Nachmittagssonne gemeinsam marschierten. Dass dieser Protest nicht nur eine wichtige Symbolkraft für die Studierenden hatte zeigte sich, als sich uns am Hiddingh Campus auch Servicekräfte anschlossen, die uns in dem Vorhaben begeistert bestärkten: „Ihr tut das Richtige. Geht demonstrieren, lauft für uns mit!“ Diese Verbundenheit ging sicherlich auch auf die früheren Proteste zurück. Denn 2015 protestierten die Studierenden unter anderem gegen das Outsourcing der Servicekräfte und ihrer Dienste an Drittfirmen, was die bis dato an der Universität Angestellten in die Prekarität drängte. Eine der Errungenschaften der dekolonialen Proteste war die Wiedereingeliederung der Servicemitarbeitenden in den Universitätsapparat, sodass sie höhere Löhne, Rentenbezüge und eine Krankenversicherung erhielten.

Am Nachmittag während des Marsches erreichte uns dann über Social Media die Nachricht, dass die Budgetsitzung kurzfristig auf den 12. März verschoben worden sei. Grund dafür war ein Streit innerhalb des Kabinetts über eine vorgeschlagene Erhöhung der Mehrwertsteuer (VAT) um 2 Prozentpunkte auf 17 %. Insbesondere die DA (Democratic Alliance) und einige ANC-Mitglieder äußerten starke Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen einer solchen Erhöhung auf die Wirtschaft und die einkommensschwachen Bevölkerungsschichten.

Daher endete zu unserer Enttäuschung der Protestmarsch in der Nähe des Parlaments auf dem Gelände der Cape Peninsula University of Technology (CPUT). Dennoch hat das geschlossene Auftreten in der Innenstadt bewirkt, dass viele Menschen auf die Anliegen der Studierenden aufmerksam wurden. Auch die Medien begleiteten den Protest und berichten sehr ausführlich über die artikulierten Forderungen und Missstände, was zu einer wichtigen Demokratisierung der Diskussion beiträgt.

Ausblick

Die dekolonialen Proteste sind weiterhin ein drängendes Thema an der Universität von Kapstadt und darüber hinaus. Während die Universitätsleitung ihre finanziellen Hilfsangebote fortsetzt, bleibt die Frage offen, wie nachhaltig und gerecht diese Maßnahmen wirklich sind, um eine langfristige strukturelle Veränderung zu bewirken. Angesichts des zehnjährigen Jubiläums der RhodesMustFall- und FeesMustFall-Bewegung ist der Druck auf die Universitätsleitung und das -management entsprechend hoch, erste Lernergebnisse zu präsentieren. Die Vorlesungen wurden aufgrund der Proteste vorerst verschoben oder finden online statt. Da die Situation weiterhin ungelöst ist, ist davon auszugehen, dass die Proteste anhalten werden.

Marita Anna Wagner ist Vorstandsmitglied der Werkstatt Ökonomie. Aktuell forscht sie für ihr Dissertationsprojekt an der University of Cape Town zur Dekolonialisierung in der akademischen Wissensproduktion. Sie war 2015 und 2017/18 Studentin an der University of Pretoria und hat dort bereits die Fallist-Protestbewegungen miterleben können.

 

[1] NSFAS ist ein staatliches Finanzierungsprogramm, das Studierenden aus einkommensschwachen Haushalten finanzielle Unterstützung für ihre Hochschulbildung bietet. Das Programm übernimmt unter anderem Studiengebühren, Unterkunft, Lernmaterialien und Lebenshaltungskosten für berechtigte Studierende. Die finanzielle Unterstützung erfolgt in Form von Stipendien oder Darlehen, abhängig von den finanziellen Bedürfnissen und akademischen Leistungen der Studierenden.

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Gesellschaft zusammenbringen

Um Gesellschaft (wieder) zusammenzubringen und um dem Gemeinwohl zu dienen, unterstützt und verbreitet die WÖK den Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die GWÖ legt die Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Mitbestimmung und Transparenz als "Maßstab" fest. Das Wohl von Menschen und Umwelt (Gemeinwohl) und ein gutes Leben für alle wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens. Dieser wertebasierte und ganzheitliche Ansatz harmoniert auch sehr stark mit den SDGs. Deshalb integriert die WÖK die GWÖ in ihren Projekten und sieht hier ein großes Potenzial für Veränderung.

Klimagerechtigkeit

Wir stärken mit unserer Arbeit das Engagement für Klimagerechtigkeit – in der Gesellschaft, der Politik und auch in der Kirche. Die Idee der Klimagerechtigkeit liegt darin, die Lasten des Klimawandels gerecht zu verteilen – sowohl weltweit (räumliche Dimension) als auch zwischen den Generationen (zeitliche Dimension) – und sich für die Gestaltung einer klimagerechten Zukunft einzusetzen. Dazu zählen der Klima- und Ressourcenschutz, die Stärkung der Anpassungsfähigkeit (Klimaresilienz), die Bewältigung klimabedingter Schäden, der Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise unter besonderer Wahrung der Menschenrechte und die Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung.

Forum Menschenrechte

Die WÖK ist Mitglied im Forum Menschenrechte, einem Netzwerk von über 50 Organisationen, die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen. Wir verfassen jährlich sogenannte Aides Memoires etwa zu Namibia oder Simbabwe, die über das Forum an das Außenministerium weitergeleitet werden und die Grundlage für weitere Lobbyarbeit zu diesen Ländern darstellen.

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