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Liebe Leser:innen,
der Sommer ist für viele eine Zeit des Innehaltens. Unsere Themen laden in diesem Newsletter allerdings weniger zum Zurücklehnen als zum Hinschauen ein: Wer profitiert von der Energiewende? Welche Folgen haben wirtschaftliche Reformen für die Menschen vor Ort? Und was geschieht, wenn der Schutz von Menschenrechten und Umwelt politischen oder wirtschaftlichen Interessen untergeordnet wird? Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere Beiträge. Wir blicken nach Simbabwe, wo der Lithiumboom große Hoffnungen weckt, zugleich aber neue Konflikte um Wertschöpfung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Souveränität entstehen. Wir analysieren die politische Lage in Sambia kurz vor den Wahlen und fragen, warum wirtschaftliche Stabilisierung für viele Menschen noch längst keine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bedeutet. Nach Südafrika richten wir den Blick auf die Debatte um ein neues System der sozialen Sicherung und die Frage, ob Armut wirksam bekämpft werden kann, ohne das Menschenrecht auf soziale Sicherheit konsequent umzusetzen. Doch wir berichten nicht nur über Herausforderungen. Wir zeigen auch, wo Menschen und zivilgesellschaftliche Initiativen Alternativen entwickeln und sich gegen Rückschritte engagieren. Ob beim Widerstand gegen die geplante Aushöhlung des Lieferkettengesetzes, bei der gemeinsamen Erklärung zum Schutz von Menschenrechten, Demokratie und Umweltstandards in Europa oder in der Debatte um Klimareparationen – überall wird deutlich, dass gesellschaftlicher Wandel politisches Handeln und zivilgesellschaftliches Engagement braucht. Dazu laden wir auch euch ein. Merkt euch sich schon jetzt unsere Konferenz Afrika neu denken 2026 vor, bringt eure Ideen in die Vorbereitung des Wirtschaftswende-Kongresses 2027 ein oder beteiligt euch an unserem Projekt „Ein gutes Leben für ALLE“. Veränderung entsteht dort, wo Menschen gemeinsam neue Perspektiven entwickeln und den Mut haben, bestehende Verhältnisse zu hinterfragen. Wir wünschen eine anregende Lektüre und freuen uns über Rückmeldungen: Welche Themen beschäftigen euch? Welche Beiträge haben euch besonders angesprochen? Und welche Fragen sollten wir künftig stärker in den Blick nehmen? Eine inspirierende Sommerzeit wünscht Das Team der Werkstatt Ökonomie
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| Save the Date: Afrika neu denken 2026 Völkerrecht am Ende? Afrikanische Ressourcen und Strategien für eine Zukunft jenseits des ImperialismusUnter diesem Titel lädt die Konferenz Afrika neu denken 2026 dazu ein, den gegenwärtigen globalen Umbruch aus den Perspektiven afrikanischer Länder zu betrachten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Impulse von Afrika ausgehen können, um…
Mehr lesen | Gemeinsam den Wirtschaftswende Kongress 2027 gestalten! Einladung zum Planungstag: Gemeinsam den Wirtschaftswende Kongress 2027 gestalten! Wir blicken seit Jahren auf tiefgreifende Krisen: Klimawandel, extreme soziale Ungleichheit, die Ausbeutung von Mensch und Natur sowie der Abbau von Demokratie und sozialen Rechten sind keine Naturgesetze. Sie sind das Ergebnis von ökonomischen Machtstrukturen, die…
Mehr lesen | Südafrika vor sozialpolitischer Weichenstellung: Neues Basic Income Support (BIS) oder ein echtes universelles Grundeinkommen? Südafrika steht vor einer der wichtigsten sozialpolitischen Entscheidungen seit dem Ende der Apartheid. Die Regierung arbeitet derzeit an einem neuen System der sozialen Grundsicherung, dem sogenannten Basic Income Support (BIS). Es soll den bisherigen Social Relief of Distress Grant (SRD-Grant) ersetzen, der während der Covid-19-Pandemie…
Mehr lesen | Yaoundé wirkt so alt wie Paul Biya: Eindrücke am Rande der 14. Ministerialkonferenz der WTO Im März dieses Jahres reiste ich nach Yaoundé (Kamerun), um an Aktivitäten rund um die 14. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation teilzunehmen. Zuvor war ich bereits in Kapstadt, Luanda, Harare und Lusaka unterwegs – Eindrücke, die meinen Blick auf Yaoundé unweigerlich prägten. Schon die Ankunft am internationalen Flughafen ließ nichts…
Mehr lesen | Simbabwes Lithium-Wende Lithium ist zum strategischen Rohstoff des 21. Jahrhunderts geworden. Ohne Lithium keine Elektroautos, keine Batteriespeicher, keine groß angelegte Energiewende. Während Europa und Nordamerika ihre Dekarbonisierung vorantreiben, wächst in rohstoffreichen Ländern des Globalen Südens die Frage, wer von diesem Boom eigentlich profitiert. Kaum ein Land…
Mehr lesen | Sambia vor der Wahl: wirtschaftliche Stabilität und wachsende Unzufriedenheit Am 13. August 2026 wählt Sambia einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Fünf Jahre nach dem Wahlsieg von Hakainde Hichilema und seiner United Party for National Development (UPND) steht das Land erneut an einem politischen Scheideweg. Was 2021 als Aufbruch zu mehr Demokratie, wirtschaftlicher Erholung und sozialer Gerechtigkeit gefeiert…
Mehr lesen | Kahlschlag beim Lieferkettengesetz? Koalitionsausschuss will 95 % der Unternehmen aus der Verantwortung nehmen Aktuelles von der Initiative Lieferkettengesetz: Vom Koalitionsausschuss bis zur CSDDD-UmsetzungIm Koalitionsausschuss am 1. Juli haben die Parteispitzen von CDU/CSU und SPD angekündigt, den Anwendungsbereich des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) im Zuge der anstehenden Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) massiv…
Mehr lesen | Starke Standards schützen Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen Zahlreiche Organisationen, Unternehmen, Verbände, Institute und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor dem schleichenden Abbau von Schutzrechten in Europa. Das Statement „Starke Standards schützen Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen“ ruft politische Entscheidungsträger*innen in Berlin und Brüssel…
Mehr lesen | Wie man sich (nicht) entschuldigt. Bausteine für Klimareparationen Nandiuasora “Nandi” Mazeingo (Ovaherero Genocide Foundation), Sima Luipert und Johannes Maboss Ortmann (Nama Traditional Leaders Association) sowie Felix Henn (Werkstatt Ökonomie/KASA) betonen, dass echte Klimareparationen über symbolische Entschuldigungen hinausgehen müssen und immer materielle Gerechtigkeit beinhalten sollten. Sie nutzen die…
Mehr lesen | Ein gutes Leben für ALLE – am Beispiel der großzügigen Felsenbirne. Literaturtipp für den Sommer Viele Menschen können sich nicht konkret vorstellen, wie ein gutes Leben für ALLE – weder national und noch viel weniger global – möglich sein kann und funktionieren soll. Sofort fallen diesen Menschen viele Argumente ein, im Sinne von: „Aber das geht nicht, weil …“ In der Regel werden dann Pauschal-Argumente aus unserem tief verinnerlichten…
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