Sambia im Würgegriff des Privatfinanzmarkts: Gefahren für die Demokratie und Handlungsspielräume

Am 25. März 2024 verkündete der sambische Präsident Hakainde Hichilema per X (ehemals Twitter) euphorisch, dass sein Land eine Einigung mit Privatkreditgebern gefunden habe, Besitzenden der Eurobonds, denen Sambia rund 3, 5 Milliarden US-Dollar schuldet. Auf diese Einigung mit dem Privatfinanzmarktkapital wartet die sambische Regierung der Führung der United Party for National Development (UPND) seit ihrer Machtübernahme im August 2021. Angesichts der erdrückenden Schulden Sambias sah es die UPND-Regierung als höchste Priorität an, einen Kompromiss über die Umstrukturierung der Gesamtschulden zu erzielen, damit die zu der Zeit neue Regierung, die diese Schulden nicht zu verantworten hat, Handlungsspielräume erhält für ihre Aufgaben zumindest in den zentralen Bereichen Bildungs-, Gesundheitswesen, Basisinfrastruktur, Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels und Jugendarbeitslosigkeit. Es wurden Verhandlungen mit multilateralen, bilateralen und privaten Kreditgebern angestoßen. Die von der sambischen Regierung erarbeiteten Vorschläge erhielten die Zustimmung bilateraler Kreditgeber einschließlich China, und wurden sogar vom Internationalen Währungsfonds gelobt. Als sie sodann von Privatanleihegläubigern abgelehnt wurden, drückte sich die daraus folgende Verunsicherung der Märkte u.a. im Absturz der sambischen Währung Kwacha aus. Sie erreichte den niedrigsten Wert seit der Ära nach der wirtschaftlichen Liberalisierung Anfang der 1990er Jahre.  

Schulden als Hungertreiber

Die Last der Schulden bekommen die Menschen in Sambia deutlich zu spüren. Durch die Verschlechterung des Wechselkurses des Kwacha gegenüber dem US-Dollar und anderen harten Devisen verloren die meisten Menschen in Sambia, die ihre Gehälter in der lokalen Währung erhalten, fast 50% ihrer Kaufkraft. Dies war in allen Gesprächen des KASA-Teams in Lusaka deutlich zu spüren. Dieser Werteverlust des Kwacha kam für Sambia in einem globalen Kontext zustande, der durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise geprägt wird. Das Land ist darauf angewiesen, Nahrungsmittel teilweise zu importieren und hat als Land ohne Zugang zum Meer immer schon mit hohen Transportkosten zu kämpfen. Verstärkt werden alle diese Faktoren durch den Klimawandel, der mit seinen langen Dürreperioden in einigen Regionen Sambias wie dem Distrikt Chirundu und den Überschwemmungen wie etwa in Southern Province die Vulnerabilität der Landbevölkerung verschlimmert. Alle Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, mit denen die KASA-Delegation sprach, attestierten der UPND-Regierung einen guten Willen, den negativen Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Bevölkerung entgegenzuwirken. Dennoch reicht guter Wille allein nicht aus. Was die Regierung braucht, sind finanzielle Handlungsspielräume, um angesichts dieser sozialen Umwälzungen gegensteuern zu können. Diese waren nach der geltenden Strukturierung der sambischen Schulden bis zum Besuch des KASA Teams nicht gegeben. Die Regierung sah sich gezwungen, einen Großteil der Exporteinnahmen für den Schuldendienst aufzubringen, und dies, obwohl in 2023 der Preis für Kupfer, das Hauptexportprodukt des Landes, sehr hoch war. So gesehen nahm die sambische Regierung trotz ihres guten Willens in Kauf, dass ihr Sparkurs die Wirtschaft des Landes womöglich ruiniert und für die Bevölkerung äußerst negative Folgen hat. Dies war nicht die einzige Sorge, die die NGO-Vertreter:innen umtreibt.

Schuldenkrise und Demokratie

Neben der unmittelbaren Verarmung der Bevölkerung aufgrund des Sparkurses der Regierung thematisierten Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen zwei weitere Gefahren der Sparzwänge für Sambia. Das sind zum einen die Auswirkungen der rigiden Wirtschaftspolitik der Kreditgeber für die langfristige Entwicklung des Landes, wenn notwendige Investitionen etwa in Infrastrukturen und in den Arbeitsmarkt nicht getätigt werden können. Noch besorgniserregender aus ihrer Perspektive sind die unmittelbaren Gefahren der Sparpolitik auf die Demokratie. Die Handlungsunfähigkeit der Regierung angesichts der Verarmung im Lande wird von Vertreter:innen der ehemaligen Regierungsparteien Movement for Democratic Change (MMD) und  Patriotic Front (PF)  ausgenutzt wird, um Unruhen zu stiften.

In vielen Regionen der Welt wird von Shrinking Spaces für Zivilgesellschaft gesprochen. Dies war auch in Sambia bis zu den Wahlen im Jahr2021 der Fall. Seit den letzten Wahlen hat sich der politische Raum komplett zum Positiven verändert. „Aber wo Hunger herrscht“, wie Laura Mitti von der Alliance for Community Action konstatierte, „ist es schwierig, die gute Laune zu haben, um politische Handlungsspielräume wertzuschätzen“. Das Paradox an dieser politischen Öffnung ist, dass sie auch von Populist:innen der Vorgängerregierungen MMD und PF genutzt wird, die Sambia die Schuldenkrise eingebrockt haben. Sie sehen die anhaltende soziale Krise als Chance, schnell an die Macht zurückzukommen. Besonders die PF unter dem Präsidenten Edgar Lungu hat nicht nur die Schuldenkrise durch ungebremste Kreditaufnahmen auf dem Privatfinanzmarkt verursacht, sondern auch in ihrer Legislaturperiode ein Klima der Angst installiert. Aus diesem Grund mussten einige zivilgesellschaftliche Akteur:innen entweder in den Untergrund oder ins Exil gehen. Es sind derarte Organisationen, die nun Angst davor haben, dass ein Scheitern der UPND eine Rückkehr der PF an die Macht beschleunigen könnte. Aus diesem Grund ermutigen sie die UPND-Regierung, transparent mit dem Debt-Audit umzugehen und die Verantwortlichkeiten zu untersuchen, um die Missachtung der Kontrollinstanzen in der Kreditaufnahme, die Fehlallokation und die Korruption in der Verwendung der Kredite zur Rechenschaft zu ziehen, ohne dabei einer unbegründeten und undifferenzierten Jagd auf alle Mitglieder der alten Regierung Tür und Tor zu öffnen. Darüber hinaus ermutigen sie die UPND-Regierung, die kleinen, sich ergebenden fiskalischen Handlungsspielräume zu nutzen, um das Leben der Menschen in Sambia zu verbessern und das Leid besonders in den vom Klimawandel betroffenen Regionen zu lindern.

Stärkung des Constituency Development Funds (CDF) als Ansatz

Angesichts begrenzter finanzieller Handlungsspielräume und des Drucks, so schnell wie möglich Ergebnisse zu liefern, hat die UPND-Regierung seit ihrer Machtübernahme beschlossen, die Dezentralisierung der Mittelallokation voranzutreiben, um das Versickern der Mittel in der Bürokratie der zentralen Regierung zu vermeiden und den Bedürfnissen der dezentralisierten Gemeinden zu entsprechen. In diesem Rahmen wurden die Finanzmittel für den Constituency Development Fund (CDF) erhöht, der die von Gemeinden getragenen Entwicklungsprojekte im ganzen Land fördern soll. Der CDF wurde 1995 eingeführt und 2021 für alle 156 sambischen Distrikte substanziell erhöht. Seitdem wurde die Summe in jedem Jahresbudget erhöht und 2024 wurde das CDF-Budget auf 30,8 Millionen Kwacha pro Distrikt festgelegt, was etwas mehr als einer Million Euro entspricht. Das Gespräch des KASA-Teams u.a. mit einem Abgeordneten der Regierungspartei zeigte, dass es Probleme in der Verwaltung der CDF gibt, dass nicht alle Distrikte es schaffen, die Gelder abzurufen, geschweige denn sie in die tatsächlichen Prioritäten der Gemeinden zu investieren. Er betonte aber auch, dass an vielen Orten der CDF als „Game Changer“ wahrgenommen und genutzt wird, der es ermöglicht, in einem von Sparzwängen geprägten Kontext, Projekte und Prozesse anzustoßen, die das Leben von Millionen Menschen in Sambia verändern. Die zu Beginn dieses Artikels erwähnte Erleichterung, mit der die sambische Regierung auf die Einigung mit den Privatkreditgebern reagierte, hat auch damit zu tun, dass sie sich davon erhofft, mehr Handlungsspielräume zu gewinnen. Nur so kann sie Instrumente wie CDF weiter verstärken und ihre Effizienz erhöhen, um nicht als Regierung in Erinnerung zu bleiben, die Sambia für den Schuldendienst kaputtgespart hat. Solch eine Erinnerung könnte sich in zwei Jahren rächen und diejenigen an die Macht befördern, die die Krise zu verantworten haben.

 

Aktuelles

Endlich online: Das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit mit eigener Webseite

Ab sofort ist das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg erstmals unter rohstoffgerecht.de mit einer eigenen Webseite vertreten. Als Werkstatt Ökonomie koordinieren wir das Büdnis mit, in...

Lesen ...

Aktiv werden fürs Lieferkettengesetz: E-Mails an die Politik

Das deutsche Lieferkettengesetz wirkt gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung. Das zeigen mittlerweile viele Beispiele. Dennoch wird in der Bundesregierung nun auch auf deutscher Ebene dessen...

Lesen ...

Pressemitteilung: Die Energiewende gerecht gestalten!

Pressemitteilung I Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und NaturFreunde Baden-Württemberg e.V.  Die Energiewende gerecht gestalten! Zukünfte dekolonisieren: Keine...

Lesen ...

Shrinking Space auch in Sambia?

Als Hakainde Hichilema im August 2021 die Präsidentschaftswahlen in Sambia gewann, galt dies weit über die Landesgrenzen hinaus als demokratischer Hoffnungsmoment. Nach Jahren wachsender Repression...

Lesen ...

Wiederkehrendes Muster: Xenophobie in Südafrika

Die jüngsten xenophoben Angriffe in Südafrika erscheinen häufig als spontane Eskalationen, doch empirische Daten zeigen, dass sie auf tief verankerten gesellschaftlichen Einstellungen beruhen. Am...

Lesen ...

Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen...

Lesen ...

Jetzt anmelden zur Tagung: Zukünfte dekolonisieren – Kritische Blicke auf "grüne" Technologien"

Meldet euch noch schnell zu unserer Tagung an, kommt vorbei und diskutiert mit uns! Stell dir vor: Die Energiewende ist in vollem Gange – aber nicht alle profitieren gleich davon. Für „grüne...

Lesen ...

Papst kritisiert Ausbeutung Angolas – und nimmt Eliten in die Pflicht

 „Mächtige Interessen greifen nach den materiellen Reichtümern Angolas. Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Verwüstungen sind die Folge dieser ausbeuterischen...

Lesen ...

Angola kriminalisiert Zivilgesellschaft – unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung

KASA richtet Stellungnahmen an FATF EU Task Force und UN-Sonderberichterstatterinnen Mit dem neuen NGO-Gesetz verschärft die angolanische Regierung ihren Kurs gegenüber unabhängiger...

Lesen ...

Demo-Aufruf: Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch

Ein geplanter Hafenausbau rund um Shark Island in Namibia bedroht einen zentralen Erinnerungsort an den deutschen Kolonialgenozid an den Ovaherero und Nama. Während Betroffene am 11. April in...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort


Lesen ...

Das leere „Paket“ einer blockierten Welthandelsordnung

MC14 in Yaoundé Die Welthandelsorganisation (WTO) befindet sich seit Jahren im Krisenmodus. Ihr wurde wiederholt das baldige Ende vorausgesagt, und tatsächlich hat sie deutlich an politischem...

Lesen ...

Nachhaltiger Handel oder Fortsetzung extraktiver Muster?

MC14 in Yaoundé:  Auch in Yaoundé findet am Rande der Ministerialkonferenz 2026 der WTO ein Trade and Sustainability Hub 2026 statt. Dieser wird seit mehreren Jahren parallel zu den...

Lesen ...

Anspruch und Wirklichkeit: Die Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz MC14 in Yaoundé

Am 26. März fand im Palais des Congrès in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, die Eröffnung der 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) statt. In den Eröffnungsreden gingen...

Lesen ...

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

 Heute, am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot...

Lesen ...

Südafrikas späte Suche nach Gerechtigkeit: Die Untersuchungskommission zu blockierten Apartheid-Verfahren

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid steht Südafrika erneut vor einer grundlegenden Frage seiner demokratischen Selbstvergewisserung: Warum wurden zahlreiche schwere Verbrechen aus...

Lesen ...

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen...

Lesen ...

Fairtrade und die Realität auf Südafrikas Weinfarmen

Hoffnung auf Gerechtigkeit durch Fairtrade Fairtrade gilt für viele Konsument:innen als Garant für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Besonders im globalen Weinhandel spielt Südafrika...

Lesen ...

Angola zwischen Aufbruch und Repression: Rohstoffreichtum, soziale Spannungen und der schwierige Weg in die Zukunft

Von außen betrachtet erscheint Angola als ein Land mit enormem Potenzial. Reich an natürlichen Ressourcen, strategisch gelegen und zunehmend eingebunden in globale Energie- und Handelsnetzwerke,...

Lesen ...

Zwischen Befreiungsmythos und verdrängtem Massenmord: Namibia und Simbabwe im Streit um Erinnerung und Gerechtigkeit

Simbabwe und Namibia im Vergleich Die Debatten um Genozid, Gewalt und historische Verantwortung verlaufen im südlichen Afrika nicht entlang einfacher Opfer-Täter-Schablonen. Wer Namibia und...

Lesen ...

Wen Kümmerts?


Lesen ...

Neuerscheinung: Zollbruchstellen im System

Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus. Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit...

Lesen ...

Alles wird kommen – nur wann? Die State of the Nation Address 2026 in Südafrika im Realitätscheck

Das KASA-Team besuchte Kapstadt in einer politisch hoch verdichteten Woche. Bereits bei der Ankunft am Flughafen wurde deutlich, dass die Stadt unter Ausnahmezustand stand: Parallel zur „Investing...

Lesen ...

Auf der Suche nach neuer strategischer Klarheit: Die Alternative Mining Indaba 2026

Ein KASA-Team nahm vom 9. bis 11. Februar 2026 an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt teil. Die Veranstaltung fand in der St. George’s Cathedral statt. Die diesjährige Ausgabe stand...

Lesen ...

Angola sagt Danke: Wie neue Gesetze den zivilgesellschaftlichen Raum verengen

Die angolanische Regierung treibt derzeit eine Reihe von Gesetzesinitiativen voran, die den Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Organisationen erheblich einschränken könnten. Angola steht...

Lesen ...

Wie man sich (nicht) entschuldigt

Deutschlands Umgang mit dem Völkermord an den Ovaherero und Nama zeigt, wie Entschuldigungen und Wiedergutmachung nicht funktionieren. In der heute erschienenen Publikation „Wie man sich (nicht)...

Lesen ...

Wandgemälde in Bulawayo zu Gukurahundi

Matabeleland, Simbabwe: Wird das Schweigen jetzt endlich gebrochen?

Länger als 40 Jahre lang herrschte Redeverbot über die Gräuel des Gukurahundi, welche die Regierung von Robert Mugabe in den 1980er Jahren im Südwesten von Zimbabwe zu verantworten hatte. Jetzt...

Lesen ...

Rost im Sand

Kolonialnostalgie in Namibia und die blinden Flecken deutscher Erinnerung Wer durch Swakopmund spaziert, könnte für einen Moment glauben, er sei in einem architektonisch leicht verrutschten...

Lesen ...

Wirtschaftswende-Konferenz 2027 – Einladung zum Mitgestalten

Kriege, Klimakrise, soziale Ungleichheit und eine immer lautere „Wirtschaft first“-Rhetorik zeigen: Unser Wirtschaftssystem steht unter massivem Druck – und mit ihm Demokratie, Menschenrechte und...

Lesen ...

Rohstoffwende jetzt: Petition teilen & unterstützen

Der hohe Rohstoffverbrauch in Baden-Württemberg hat massive soziale, ökologische und menschenrechtliche Folgen, vor allem in den Abbauländern des Globalen Südens. Die gravierenden Auswirkungen zeigt...

Lesen ...

Elternzeitvertretung mit Perspektive – Projektstelle Namibia

Wir suchen ab dem 1. Juni 2026 eine engagierte Elternzeitvertretung (100%) zur Mitarbeit an der Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit mit Schwerpunkt Namibia. Dienstsitz ist Heidelberg....

Lesen ...

District Six – 60 Jahre Zwangsumsiedlung

Erinnerung, Rückgabeversprechen und die Kämpfe der Gegenwart Sechzig Jahre nach der formellen Erklärung von District Six zum „White Group Area“ durch das Apartheidregime ist das Viertel in Kapstadt...

Lesen ...

Neue Studie veröffentlicht: Rohstoffwende in Baden-Württemberg

3,2 Tonnen pro Person – so hoch ist der jährliche Metallverbrauch in Baden-Württemberg. Damit liegt er mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig werden im Land selbst keine...

Lesen ...

„Grüne Zukunft, koloniale Schatten – Das Wasserstoffprojekt im Kontext des deutschen Kolonialerbes in Namibia“

In einem kürzlich erschienen Fachartikel zeigen Boniface Mabanza und Marita Wagner auf, dass das grüne Wasserstoffprojekt in Namibia nicht losgelöst von kolonialer Geschichte verstanden werden kann....

Lesen ...

Demo am Tag vor der Landtagswahl – Aufstand für Anstand

  Die WÖK hat das Manifest Heidelberger Bündnis „Kein Schritt nach Rechts“ unterzeichnet und ist im AK Bildung des Bündnisses aktiv. Wir unterstützen den Aufruf...

Lesen ...

Wir machen uns auf den Weg

Ausgangslage Das Projekt „Gesellschaft zusammenbringen“ setzt bei der Frage nach den Ursachen der gesellschaftlichen Spaltung und Ungleichheit an. Als Hauptursache sehen wir wirtschaftliche...

Lesen ...

Unsere Projekte 2026 – Ihre Spende

Was lange selbstverständlich schien – ein lebendiger zivilgesellschaftlicher Raum, kritische Stimmen, Räume für Debatte – gerät zunehmend unter Druck. Und während die Herausforderungen wachsen,...

Lesen ...

Spendenaufruf: Hände weg von Shark Island – Genozid-Gedenken in Namibia unterstützen

Im Konzentrationslager auf Shark Island starben während des deutschen Genozids Tausende Ovaherero & Nama. Heute ist der Ort durch den Hafenausbau für Wasserstoffexporte nach Deutschland...

Lesen ...

Die Wohlfühlrhetorik täuscht: Was der AU–EU-Gipfel wirklich zeigt

Am 25. November ging in Luanda der zweitägige AU–EU-Gipfel zu Ende. Wie üblich bei solchen Treffen bekräftigten die Verantwortlichen beider Kontinente ihr Engagement zur Stärkung ihrer langfristigen...

Lesen ...

Pressefreiheit in Namibia und der Fall Johnathan Beukes

Namibia galt über lange Zeit als eines der Vorzeigeländer für Pressefreiheit in Afrika. Die Verfassung garantiert Meinungs- und Pressefreiheit, Gesetze wie das „Access to Information Act" stärken...

Lesen ...

Gräber der Ovaherero Chiefs in Okahandja, Namibia

Der Bund hat die Pflicht zur Kolonialismus-Erinnerung

Mehr als 40 Vereine bundesweit - darunter auch die WÖK/KASA - sowie 140 Personen aus Wissenschaft, Kultur und Forschung unterstützen den Offenen Brief, der insistiert, dass der Bund in der Pflicht...

Lesen ...

Scharfe Abschwächung des EU-Lieferkettengesetzes

Am Dienstag wurden die Trilogverhandlungen zum Omnibus-I-Paket abgeschlossen. Vertreter*innen des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und des EU-Rats haben einen finalen Kompromisstext...

Lesen ...

BAFA-Beschwerde gegen BASF: Umweltaktivist aus Marikana fordert Verantwortung entlang der Lieferkette

  Anfang November 2025 hat der südafrikanische Umwelt- und Community-Aktivist Brown Matloko in Zusammenarbeit mit der Kampagne Plough back the fruits und dem Dachverband Kritischer...

Lesen ...

Tag der Menschenrechte

Am heutigen Tag der Menschenrechte veröffentlicht das Forum Menschenrechte einen Sammelband mit insgesamt 90 Aide-Mémoires, die in diesem Jahr von den Mitgliedsorganisationen, darunter die...

Lesen ...

Versöhnungsabkommen zum Völkermord auf der Anklagebank

Erstmals wird ein internationales Abkommen über die Aufarbeitung kolonialer Verbrechen vor einem Gericht einer ehemaligen Kolonie verhandelt. Die Ovaherero und Nama klagen gegen die „Gemeinsame...

Lesen ...

Vorerst gescheiterte Verfassungsreform in Sambia

In der ersten Jahreshälfte 2025 legte das sambische Justizministerium dem Parlament einen Entwurf für eine Verfassungsänderung vor (Bill 7) mit dem Ziel, Anpassungen am derzeitigen Wahlsystem, der...

Lesen ...

Unvollendete Versöhnung – Südafrikas langer Kampf um Wahrheit, Gerechtigkeit und Anerkennung

Südafrika gilt oft als Erfolgsgeschichte des demokratischen Übergangs. Doch im Schatten der politischen Befreiung blieb ein zentraler Bereich unvollständig: die juristische, soziale und politische...

Lesen ...

AU-EU-Gipfel in Luanda: was ist zu erwarten?

Am 24. und 25. November findet in der angolanischen Hauptstadt Luanda der siebte EU-AU Gipfel statt, auf dem auch 25 Jahre formalisierte Partnerschaft zelebriert werden soll. Die Frage, die sich...

Lesen ...

Eine gerechte Ressourcenpolitik ist möglich – 15. Entwicklungspolitische Herbstkonferenz des DEAB

15. Entwicklungspolitische Herbstkonferenz des DEAB mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann zur neuen Rohstoff-Studie für Baden-Württemberg (Stuttgart, 20. Nov. 2025) Lithium, Kobalt und Co. -...

Lesen ...

AU-EU People´s Summit in Angola

Der 7. EU-Afrika Gipfel findet derzeit (24./25. 11.) In der angolanischen Hauptstadt Luanda statt. Dieser Gipfel soll die Partnerschaft zwischen den beiden Regionen in Bereichen Wirtschaft und...

Lesen ...

Veranstaltungen

Jahrestagung 2026 „Migration und Arbeitswelt“
20. Mai 10.00 Uhr - 20. Mai 2026 16.00 Uhr, Schloss Fürstenried München

Global ohne Gerecht? Neue Perspektiven für die Nord-Süd-Zusammenarbeit
Jahrestagung 2026
30. Mai 10.00 Uhr - 30. Mai 2026 18.00 Uhr, Z-Quadrat, Große Langgasse 8, 55116 Mainz (Eingang Gymnasiumstraße)

Afrikas „neue Kolonialmächte“ – Nur ein neues Kapitel in der Kolonialgeschichte?
Kenako Festival 06. Juni 17.00 Uhr , Washingtonplatz, Berlin

Crashkurs Rohstoffwende 2026
Vom Oberrhein über Argentinien bis nach Simbabwe – Lithium-Abbau, Kreislaufwirtschaft und die Zukunft der Rohstoffpolitik
08. Juni 10.00 Uhr - 09. Juni 2026 16.00 Uhr, Karlsruhe

Alle satt und alles gerecht verteilt? Ressourcengerechtigkeit in Amazonien, Ernährungssicherheit in den Anden, Landkonflikte in Mexiko
11. Juni 00.00 Uhr , Welthaus Stuttgart

Koloniale Geschichtsbilder
Narrative und Perspektiven. Vortrag zur Ausstellung im MARCHIVUM
17. Juni 18.00 Uhr ,

Weilheimer Glaubensfragen 2026
08. Juli 19.30 Uhr , Pfarrei St. Pölten, Unterer Graben 48, 82362, Weilheim

Sambia vor den Wahlen 2026: Demokratie, shrinking civic space und politische Spannungen
09. Juli 17.00 Uhr - 09. Juli 2026 19.00 Uhr, online

Rein in die solidarische Zukunft. Globale Ungleichheit, kapitalistische Hegemonie und demokratische Alternativen
12. Juli 11.15 Uhr , Neuer Saal, Waldorfschule Frankfurt.

Jetzt erst recht gerecht! Allianzen stärken für globale (Schulden-)Gerechtigkeit
06. Nov. 00.00 Uhr , Jugendherberge Heidelberg

Unsere Netzwerke und Unterstützer

  • forum_menschenrechte.png
  • evang_kirche_in_heidelberg.png
  • gossner_mission.png
  • BrotFuerDieWelt.jpg
  • eine-welt-promotorinnen-programm.png
  • deab.png
  • ewz_heidelberg.png
  • evang-methodistische_kirche.png
  • fair_toys_organisation.png
  • allianz_rechtssicherheit.png
  • zimbabwe_europe_network.png
  • plough_back_the_fruits.png
  • erlassjahr.png
  • bistum_limburg.jpg
  • kda_baden_mit_ekiba.png
  • berliner_missionswerk.png
  • initiative_transparente_zivilgesellschaft.png
  • evang_kirche_in_hessen_und_nassau.png
  • ems.jpg
  • csm_FH_mSlogan_RGB_23d44b3954.jpg
  • evang_kirche_in_baden.jpg
  • misereor.jpg
  • attac.png
  • netzwerk_geldkompass.png
  • cora-netzwerk.png
  • bonhoeffer-gemeinde_hd.jpg
  • elm.jpg
  • evang_kirchenkreis_dortmund.jpg
  • dachverband_kritische_aktionaere.png