Spendenaufruf: Hände weg von Shark Island – Genozid-Gedenken in Namibia unterstützen

Teilnehmende beim Nama / OvaHerero Memorial Day 2023 auf Shark Island; Foto: Julia Runge

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Im Konzentrationslager auf Shark Island starben während des deutschen Genozids Tausende Ovaherero und Nama. Heute ist dieser Ort durch den geplanten Hafenausbau u. a. für Wasserstoffexporte nach Deutschland bedroht. Deshalb organisieren unsere Partner:innen von der Nama Traditional Leaders Association (NTLA) vom 9.–12. April 2026 unter dem Motto „Hände weg von Shark Island“ Gedenkfeiern, Protestaktionen – darunter eine Menschenkette um die Halbinsel – sowie Workshops zur Erinnerung an den Völkermord.

Ihre Spende trägt dazu bei, Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Übersetzung, Materialien sowie die Organisation von Zeremonien und Protesten zu finanzieren. So bleibt das Gedenken in den Händen der Betroffenen. Mit Ihrer Unterstützung schützen Sie Shark Island als Ort des Erinnerns, der Würde und des Widerstands – und stehen solidarisch an der Seite der Nachkommen der Überlebenden des Völkermords.

Spenden Sie hier unter dem Stichwort „12. April“ und helfen Sie, Shark Island als Ort des Gedenkens zu bewahren.

 


 

Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen und geplanten Aktionen:

Shark Island Fundraiser 3

Warum Shark Island wichtig ist 

Shark Island in Namibia ist einer der zentralen Orte des ersten deutschen Völkermords. Während des Kolonialkriegs in Deutsch-Südwestafrika diente die Insel als Konzentrationslager für Ovaherero und Nama, die sich gegen Kolonialgewalt und Landraub wehrten. Rund 4.000 Menschen starben an Zwangsarbeit, Hunger, Krankheiten, brutalen Wetterbedingungen und sexualisierter Gewalt. Gefangene mussten sogar die Schädel ihrer Mitgefangenen für rassistische Pseudowissenschaft in Deutschland präparieren. Shark Island ist ein Massengrab, ein Ort des Traumas und des Widerstands. 
 
Ein heiliger Ort unter Bedrohung 
Trotz seiner Geschichte wurde Shark Island bis 2025 als touristischer Campingplatz genutzt. Nur der anhaltende Widerstand der Nama Traditional Leaders Association (NTLA) führte zur Beendigung des Tourismus. Heute ist der Ort erneut bedroht: Eine geplante Erweiterung des Hafens von ǃNamiǂNûs (Lüderitz) könnte Spuren des ehemaligen Lagers zerstören, spirituelle Zeremonien stören und menschliche Überreste in den umliegenden Gewässern gefährden. Die Erweiterung dient Öl-, Gas- und grünen Wasserstoff-Exporten in den Globalen Norden, darunter Deutschland, während die betroffenen Gemeinden ausgeschlossen werden. Orte des Völkermords dürfen nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. 

Genozid-Gedenkfeier | 9.–12. April 2026 
Jährlich versammeln sich Ovaherero und Nama in Lüderitz, um zu gedenken, zu trauern und Widerstand zu leisten. Höhepunkt ist der 12. April, der an das Massaker von Hornkranz 1893 erinnert – den Beginn der kolonialen Vernichtungskampagne. Das diesjährige Motto lautet: „Hände weg von Shark Island!“
Neben intergenerationellen Workshops und Gedenkfeiern ist auch eine Menschenkette um Shark Island geplant, um die verstorbenen Vorfahren zu ehren und sichtbar gegen weitere Zerstörung zu protestieren. 

Wer die Gedenkfeier organisiert 
Die Nama Traditional Leaders Association (NTLA) vertritt zehn gesetzlich anerkannte Nama-Traditional Authorities in Namibia. Sie schützt die kulturellen und politischen Rechte der Nama und fordert Wiedergutmachung für den Genozid von 1904–1908, bei dem rund die Hälfte der Nama ums Leben kam. Unterstützt wird die NTLA vom zivilgesellsch
aftlichen Bündnis Völkermord verjährt nicht, in dem die Werkstatt Ökonomie aktiv ist. 
 
Wofür Geld benötigt wird
Gebraucht werden ca. 9.000 €. Das Geld wird unter anderem für folgende Zwecke verwendet:
 
  • Reisekosten: Teilnehmende Chiefs und Organisator:innen müssen aus vier Regionen Namibias anreisen. Ihre Spende garantiert, dass die Organisator:innen und wichtigsten Repräsentant:innen der Betroffenen anwesend sein können! (ca. 2.400 €)
  • Werbematerial (Banner, Schilder, Flyer): Damit helfen Sie, den politischen Protest gegen den Hafenausbau sichtbar zu machen (ca. 1.000 €)
  • Übersetzung: Bei den Gedenkfeiern kommen Menschen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen zusammen. Du finanziert Übersetzer:innen, damit Verständigung und Teilhabe unter den verschiedenen Gruppen (z. B. auch Damara und San) möglich ist. (ca. 1.000 €)
  • Unterkunft: Ihre Spende stellt sicher, dass die anreisenden Organisator:innen und Chiefs während der Gedenkveranstaltungen eine sichere Unterkunft haben. (ca. 2.100 €)
  • Verpflegung: Wer so viele Menschen zusammenbringt, muss auch die Verpflegung geladener Gäste sicherstellen. Ihre Spende hilft dabei, dass nicht mit leerem Magen protestiert und getrauert werden muss. (ca. 2.500 €)
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Spenden Sie jetzt hier unter dem Stichwort "12. April"! 
 

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Forum im Rahmen der Konferenz „China und Wir. Perspektiven für Frieden, Menschenrechte und sozial-ökologischer Umbau.“ 22. März 09.30 Uhr - 22. März 2026 11.00 Uhr, Universitätsstr. 37, 50931 Köln

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27. März 19.00 Uhr , Karlstorkino Heidelberg

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