District Six – 60 Jahre Zwangsumsiedlung

Erinnerung, Rückgabeversprechen und die Kämpfe der Gegenwart

Sechzig Jahre nach der formellen Erklärung von District Six zum „White Group Area“ durch das Apartheidregime ist das Viertel in Kapstadt noch immer ein politischer Prüfstein. Kaum ein anderer Ort verdichtet die ungelösten Fragen von Landrückgabe, Wohnungsnot und urbaner Ungleichheit so stark wie dieses Stück Stadt, das einst ein dichtes, sozial gemischtes Quartier war und dann systematisch zerstört wurde.

Geschichte der Siedlung

District Six entstand in den 1840er Jahren und um die Jahrhundertwende war es bereits ein lebendiger Stadtteil, der sich aus ehemaligen Sklav:innen, Handwerkern und Händler:innen zusammensetzte, die eng mit der Stadt und dem Hafen verbunden waren. Hinzu kamen Einwander:innen etwa aus Malaisia, die von der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Südafrika gebracht worden waren. Hier lebte fast ein Zehntel der Bevölkerung Kapstadts. Die Vielfalt in Sprache, Religion, wirtschaftlicher Klasse, geografischer Herkunft wurde zu einem lebendigen Beispiel, wie diese eine Gemeinschaft stärken kann und nicht gefürchtet werden muss und repräsentiert somit das genaue Gegenteil von Apartheid.

Die Zwangsumsiedlungen begannen 1966 und waren kein „Nebeneffekt“ der Apartheid, sondern Teil einer gezielten urbanen Klassen- und Rassenpolitik. Mehr als 60.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, Familien auseinandergerissen, Nachbarschaften zerstört. Wer in die Cape Flats umgesiedelt wurde, verlor nicht nur sein Zuhause, sondern auch soziale Netzwerke, den Zugang zu Arbeitsplätzen und städtischer Infrastruktur. Die Apartheid-Architektur sah für Weiße das Zentrum und für alle anderen die Peripherie vor.

Die Fläche wurde nach der Enteignung umbenannt in Zonnebloem – zurück zum Namen der ehemaligen Farm. Bis heute steht dieser Name auf Verkehrsschildern.

Restitution nach 1994

Die Landrückgabe wurde zu einem zentralen Versprechen der neuen Demokratie. Für die ehemaligen Bewohner:innen von District Six bedeutete das die Aussicht auf Rückkehr oder Entschädigung. Doch der Restitutionsprozess ist bis heute quälend langsam.

Über 2.700 Personen, die vor Ablauf der ursprünglichen Frist 1998 Ansprüche geltend gemacht hatten, wurden entweder finanziell entschädigt, in der Umgebung angesiedelt oder erhielten das Versprechen auf neue Häuser in der Gegend. Als zwischen 2014 und 2016 ein neues Antragsfenster geöffnet wurde, reichten weitere 749 Personen Ansprüche ein. Eine Anordnung des Verfassungsgerichts verbietet es der Regierung jedoch, neue Ansprüche zu prüfen, bis alle noch offenen Ansprüche geklärt sind.

Viele der ursprünglichen Antragsteller:innen sind inzwischen verstorben, andere leben seit Jahrzehnten in prekären Wohnverhältnissen und warten darauf, dass ein Versprechen eingelöst wird, das sich immer wieder verschiebt. „Wir haben unsere Anträge Ende der 1990er gestellt. Heute sind wir alt. Viele von uns werden die Rückkehr nicht mehr erleben“, sagt eine ehemalige Bewohnerin bei einer Versammlung in der Stadt.

Die Verzögerungen sind nicht nur technokratisch erklärbar. Sie sind politisch. Land in zentraler Lage ist in Kapstadt extrem begehrt – für Investoren, für touristische Infrastruktur, für den gehobenen Wohnungsbau.

Die Frage, wer Anspruch auf diese Flächen hat, ist eine Klassenfrage. Während auf der einen Seite über Jahre hinweg brach liegen oder für symbolische Projekte reserviert werden, explodieren in angrenzenden Vierteln die Immobilienpreise. Der Druck der Gentrifizierung wächst. Hinzukommen seit der Pandemie verstärkt sogenannte digital Nomades aus dem Globalen Norden. Sie reisen mit einem Touristenvisum für 90 Tage ein, um in Kapstadt zu überwintern und sind bereit, fast jeden Preis für Appartements zu bezahlen. Damit steigt die Gefahr, dass selbst eine formale Rückkehr in District Six am Ende nur für jene realistisch ist, die sich die steigenden Lebenshaltungskosten leisten können.

Gleichzeitig verschärft sich die Wohnungsnot in der gesamten Metropole. Kapstadt leidet unter einem strukturellen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Zehntausende Haushalte stehen auf Wartelisten für staatliche Wohnungen. Informelle Siedlungen wachsen, während innerstädtische Flächen häufig marktorientiert entwickelt werden. Aktivist:innen kritisieren seit Jahren, dass erschwinglicher Wohnraum in der Praxis oft für Haushalte mit stabilem Einkommen konzipiert ist – nicht für jene, die in informellen Arbeitsverhältnissen leben oder gar arbeitslos sind.

Reclaim the City.

Im Februar 2016 begann die Kampagne mit dem Ziel, keine weitere Verzögerungen zu akzeptieren und die Stadt für die Mehrheitsbevölkerung zurückzugewinnen, sich nicht mehr an den Rand drängen zu lassen. Die soziale Lage verschärft die räumliche Ausgrenzung. Arbeitslosigkeit – insbesondere unter jungen Menschen – bleibt hoch. Wer am Stadtrand lebt, zahlt nicht nur mehr für Transport, sondern verliert täglich Stunden im Pendelverkehr. Das ist die Fortsetzung der Apartheid-Geografie unter neoliberalen Vorzeichen. Die Stadt ist weiterhin entlang sozialer Bruchlinien organisiert: sichere, gut versorgte Stadtteile für die Mittel- und Oberschicht – prekäre, infrastrukturell unterversorgte Gebiete für den Rest.

2025 vollzog die Provinzregierung eine Kehrtwende und kündigte an, einen zweijährigen öffentlichen Konsultationsprozess zu starten. Im Rahmen dieses Prozesses hat sich herausgestellt, dass auf dem Gelände 229 Wohnungen für den freien Markt und 252 Sozialwohnungen gebaut werden könnten.

Von den 1.165 Wohneinheiten, die gebaut und an ehemalige Bewohner des Distrikts Six übergeben werden sollten, sind bis heute nur 247 gebaut worden. Laut dem Ministerium für Landreform und ländliche Entwicklung sollen die restlichen Einheiten im Jahr 2028 fertiggestellt werden– drei Jahrzehnte, nachdem die ehemaligen Bewohner:innen ihre Ansprüche beim Ministerium geltend gemacht haben. Doch die dafür erforderlichen Mittel von 2,4 Milliarden Rand (126.430.800 Euro) wurden noch nicht bereitgestellt.

District Six wird in diesem Kontext zu einem politischen Symbol. Die Forderung nach Rückgabe ist nicht nur eine Forderung nach Häusern, sondern nach dem „Recht auf Stadt“. Zivilgesellschaftliche Gruppen argumentieren, dass Restitution ohne soziale Absicherung unvollständig bleibt. Rückkehr ohne Schutz vor Gentrifizierung bedeutet Rückkehr in ein Umfeld, das sich die Betroffenen langfristig nicht leisten können. Gefordert werden daher Mietpreisbindungen, soziale Infrastruktur, lokale Arbeitsprogramme und eine demokratische Beteiligung der Community an der Entwicklung des Viertels.

Auch juristisch ist District Six umkämpft. Gerichte entscheiden regelmäßig über Räumungen, Nutzungsrechte und Eigentumsfragen. Diese Einzelfälle zeigen die strukturelle Spannung zwischen formalen Eigentumsrechten und dem Anspruch auf soziale Gerechtigkeit. Immer wieder prallt hier die Logik des Marktes auf die Logik der historischen Wiedergutmachung. Solange der Staat diese Spannung nicht politisch auflöst, werden Gerichte zu Schauplätzen sozialer Konflikte, die eigentlich politisch entschieden werden müssten.

Sechzig Jahre nach der Zwangsumsiedlung zeigt sich: District Six ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte, sondern ein offener Konflikt. Die Kämpfe um Landrückgabe, Wohnraum und städtische Teilhabe sind Teil eines größeren Ringens um soziale Gerechtigkeit im post-apartheidlichen Südafrika.

PXL 20260214 1524190842Drei Religionen auf engstem Raum: Moravian Church, Galielol Raghmaan Jamaa Masjid Moschee und St. Mark's Anglican Church

 

 

Aktuelles

Endlich online: Das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit mit eigener Webseite

Ab sofort ist das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg erstmals unter rohstoffgerecht.de mit einer eigenen Webseite vertreten. Als Werkstatt Ökonomie koordinieren wir das Büdnis mit, in...

Lesen ...

Aktiv werden fürs Lieferkettengesetz: E-Mails an die Politik

Das deutsche Lieferkettengesetz wirkt gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung. Das zeigen mittlerweile viele Beispiele. Dennoch wird in der Bundesregierung nun auch auf deutscher Ebene dessen...

Lesen ...

Pressemitteilung: Die Energiewende gerecht gestalten!

Pressemitteilung I Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und NaturFreunde Baden-Württemberg e.V.  Die Energiewende gerecht gestalten! Zukünfte dekolonisieren: Keine...

Lesen ...

Shrinking Space auch in Sambia?

Als Hakainde Hichilema im August 2021 die Präsidentschaftswahlen in Sambia gewann, galt dies weit über die Landesgrenzen hinaus als demokratischer Hoffnungsmoment. Nach Jahren wachsender Repression...

Lesen ...

Wiederkehrendes Muster: Xenophobie in Südafrika

Die jüngsten xenophoben Angriffe in Südafrika erscheinen häufig als spontane Eskalationen, doch empirische Daten zeigen, dass sie auf tief verankerten gesellschaftlichen Einstellungen beruhen. Am...

Lesen ...

Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen...

Lesen ...

Jetzt anmelden zur Tagung: Zukünfte dekolonisieren – Kritische Blicke auf "grüne" Technologien"

Meldet euch noch schnell zu unserer Tagung an, kommt vorbei und diskutiert mit uns! Stell dir vor: Die Energiewende ist in vollem Gange – aber nicht alle profitieren gleich davon. Für „grüne...

Lesen ...

Papst kritisiert Ausbeutung Angolas – und nimmt Eliten in die Pflicht

 „Mächtige Interessen greifen nach den materiellen Reichtümern Angolas. Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Verwüstungen sind die Folge dieser ausbeuterischen...

Lesen ...

Angola kriminalisiert Zivilgesellschaft – unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung

KASA richtet Stellungnahmen an FATF EU Task Force und UN-Sonderberichterstatterinnen Mit dem neuen NGO-Gesetz verschärft die angolanische Regierung ihren Kurs gegenüber unabhängiger...

Lesen ...

Demo-Aufruf: Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch

Ein geplanter Hafenausbau rund um Shark Island in Namibia bedroht einen zentralen Erinnerungsort an den deutschen Kolonialgenozid an den Ovaherero und Nama. Während Betroffene am 11. April in...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort


Lesen ...

Das leere „Paket“ einer blockierten Welthandelsordnung

MC14 in Yaoundé Die Welthandelsorganisation (WTO) befindet sich seit Jahren im Krisenmodus. Ihr wurde wiederholt das baldige Ende vorausgesagt, und tatsächlich hat sie deutlich an politischem...

Lesen ...

Nachhaltiger Handel oder Fortsetzung extraktiver Muster?

MC14 in Yaoundé:  Auch in Yaoundé findet am Rande der Ministerialkonferenz 2026 der WTO ein Trade and Sustainability Hub 2026 statt. Dieser wird seit mehreren Jahren parallel zu den...

Lesen ...

Anspruch und Wirklichkeit: Die Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz MC14 in Yaoundé

Am 26. März fand im Palais des Congrès in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, die Eröffnung der 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) statt. In den Eröffnungsreden gingen...

Lesen ...

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

 Heute, am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot...

Lesen ...

Südafrikas späte Suche nach Gerechtigkeit: Die Untersuchungskommission zu blockierten Apartheid-Verfahren

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid steht Südafrika erneut vor einer grundlegenden Frage seiner demokratischen Selbstvergewisserung: Warum wurden zahlreiche schwere Verbrechen aus...

Lesen ...

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen...

Lesen ...

Fairtrade und die Realität auf Südafrikas Weinfarmen

Hoffnung auf Gerechtigkeit durch Fairtrade Fairtrade gilt für viele Konsument:innen als Garant für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Besonders im globalen Weinhandel spielt Südafrika...

Lesen ...

Angola zwischen Aufbruch und Repression: Rohstoffreichtum, soziale Spannungen und der schwierige Weg in die Zukunft

Von außen betrachtet erscheint Angola als ein Land mit enormem Potenzial. Reich an natürlichen Ressourcen, strategisch gelegen und zunehmend eingebunden in globale Energie- und Handelsnetzwerke,...

Lesen ...

Zwischen Befreiungsmythos und verdrängtem Massenmord: Namibia und Simbabwe im Streit um Erinnerung und Gerechtigkeit

Simbabwe und Namibia im Vergleich Die Debatten um Genozid, Gewalt und historische Verantwortung verlaufen im südlichen Afrika nicht entlang einfacher Opfer-Täter-Schablonen. Wer Namibia und...

Lesen ...

Wen Kümmerts?


Lesen ...

Neuerscheinung: Zollbruchstellen im System

Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus. Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit...

Lesen ...

Alles wird kommen – nur wann? Die State of the Nation Address 2026 in Südafrika im Realitätscheck

Das KASA-Team besuchte Kapstadt in einer politisch hoch verdichteten Woche. Bereits bei der Ankunft am Flughafen wurde deutlich, dass die Stadt unter Ausnahmezustand stand: Parallel zur „Investing...

Lesen ...

Auf der Suche nach neuer strategischer Klarheit: Die Alternative Mining Indaba 2026

Ein KASA-Team nahm vom 9. bis 11. Februar 2026 an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt teil. Die Veranstaltung fand in der St. George’s Cathedral statt. Die diesjährige Ausgabe stand...

Lesen ...

Angola sagt Danke: Wie neue Gesetze den zivilgesellschaftlichen Raum verengen

Die angolanische Regierung treibt derzeit eine Reihe von Gesetzesinitiativen voran, die den Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Organisationen erheblich einschränken könnten. Angola steht...

Lesen ...

Wie man sich (nicht) entschuldigt

Deutschlands Umgang mit dem Völkermord an den Ovaherero und Nama zeigt, wie Entschuldigungen und Wiedergutmachung nicht funktionieren. In der heute erschienenen Publikation „Wie man sich (nicht)...

Lesen ...

Wandgemälde in Bulawayo zu Gukurahundi

Matabeleland, Simbabwe: Wird das Schweigen jetzt endlich gebrochen?

Länger als 40 Jahre lang herrschte Redeverbot über die Gräuel des Gukurahundi, welche die Regierung von Robert Mugabe in den 1980er Jahren im Südwesten von Zimbabwe zu verantworten hatte. Jetzt...

Lesen ...

Rost im Sand

Kolonialnostalgie in Namibia und die blinden Flecken deutscher Erinnerung Wer durch Swakopmund spaziert, könnte für einen Moment glauben, er sei in einem architektonisch leicht verrutschten...

Lesen ...

Wirtschaftswende-Konferenz 2027 – Einladung zum Mitgestalten

Kriege, Klimakrise, soziale Ungleichheit und eine immer lautere „Wirtschaft first“-Rhetorik zeigen: Unser Wirtschaftssystem steht unter massivem Druck – und mit ihm Demokratie, Menschenrechte und...

Lesen ...

Rohstoffwende jetzt: Petition teilen & unterstützen

Der hohe Rohstoffverbrauch in Baden-Württemberg hat massive soziale, ökologische und menschenrechtliche Folgen, vor allem in den Abbauländern des Globalen Südens. Die gravierenden Auswirkungen zeigt...

Lesen ...

Elternzeitvertretung mit Perspektive – Projektstelle Namibia

Wir suchen ab dem 1. Juni 2026 eine engagierte Elternzeitvertretung (100%) zur Mitarbeit an der Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit mit Schwerpunkt Namibia. Dienstsitz ist Heidelberg....

Lesen ...

District Six – 60 Jahre Zwangsumsiedlung

Erinnerung, Rückgabeversprechen und die Kämpfe der Gegenwart Sechzig Jahre nach der formellen Erklärung von District Six zum „White Group Area“ durch das Apartheidregime ist das Viertel in Kapstadt...

Lesen ...

Neue Studie veröffentlicht: Rohstoffwende in Baden-Württemberg

3,2 Tonnen pro Person – so hoch ist der jährliche Metallverbrauch in Baden-Württemberg. Damit liegt er mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig werden im Land selbst keine...

Lesen ...

„Grüne Zukunft, koloniale Schatten – Das Wasserstoffprojekt im Kontext des deutschen Kolonialerbes in Namibia“

In einem kürzlich erschienen Fachartikel zeigen Boniface Mabanza und Marita Wagner auf, dass das grüne Wasserstoffprojekt in Namibia nicht losgelöst von kolonialer Geschichte verstanden werden kann....

Lesen ...

Demo am Tag vor der Landtagswahl – Aufstand für Anstand

  Die WÖK hat das Manifest Heidelberger Bündnis „Kein Schritt nach Rechts“ unterzeichnet und ist im AK Bildung des Bündnisses aktiv. Wir unterstützen den Aufruf...

Lesen ...

Wir machen uns auf den Weg

Ausgangslage Das Projekt „Gesellschaft zusammenbringen“ setzt bei der Frage nach den Ursachen der gesellschaftlichen Spaltung und Ungleichheit an. Als Hauptursache sehen wir wirtschaftliche...

Lesen ...

Unsere Projekte 2026 – Ihre Spende

Was lange selbstverständlich schien – ein lebendiger zivilgesellschaftlicher Raum, kritische Stimmen, Räume für Debatte – gerät zunehmend unter Druck. Und während die Herausforderungen wachsen,...

Lesen ...

Spendenaufruf: Hände weg von Shark Island – Genozid-Gedenken in Namibia unterstützen

Im Konzentrationslager auf Shark Island starben während des deutschen Genozids Tausende Ovaherero & Nama. Heute ist der Ort durch den Hafenausbau für Wasserstoffexporte nach Deutschland...

Lesen ...

Die Wohlfühlrhetorik täuscht: Was der AU–EU-Gipfel wirklich zeigt

Am 25. November ging in Luanda der zweitägige AU–EU-Gipfel zu Ende. Wie üblich bei solchen Treffen bekräftigten die Verantwortlichen beider Kontinente ihr Engagement zur Stärkung ihrer langfristigen...

Lesen ...

Pressefreiheit in Namibia und der Fall Johnathan Beukes

Namibia galt über lange Zeit als eines der Vorzeigeländer für Pressefreiheit in Afrika. Die Verfassung garantiert Meinungs- und Pressefreiheit, Gesetze wie das „Access to Information Act" stärken...

Lesen ...

Gräber der Ovaherero Chiefs in Okahandja, Namibia

Der Bund hat die Pflicht zur Kolonialismus-Erinnerung

Mehr als 40 Vereine bundesweit - darunter auch die WÖK/KASA - sowie 140 Personen aus Wissenschaft, Kultur und Forschung unterstützen den Offenen Brief, der insistiert, dass der Bund in der Pflicht...

Lesen ...

Scharfe Abschwächung des EU-Lieferkettengesetzes

Am Dienstag wurden die Trilogverhandlungen zum Omnibus-I-Paket abgeschlossen. Vertreter*innen des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und des EU-Rats haben einen finalen Kompromisstext...

Lesen ...

BAFA-Beschwerde gegen BASF: Umweltaktivist aus Marikana fordert Verantwortung entlang der Lieferkette

  Anfang November 2025 hat der südafrikanische Umwelt- und Community-Aktivist Brown Matloko in Zusammenarbeit mit der Kampagne Plough back the fruits und dem Dachverband Kritischer...

Lesen ...

Tag der Menschenrechte

Am heutigen Tag der Menschenrechte veröffentlicht das Forum Menschenrechte einen Sammelband mit insgesamt 90 Aide-Mémoires, die in diesem Jahr von den Mitgliedsorganisationen, darunter die...

Lesen ...

Versöhnungsabkommen zum Völkermord auf der Anklagebank

Erstmals wird ein internationales Abkommen über die Aufarbeitung kolonialer Verbrechen vor einem Gericht einer ehemaligen Kolonie verhandelt. Die Ovaherero und Nama klagen gegen die „Gemeinsame...

Lesen ...

Vorerst gescheiterte Verfassungsreform in Sambia

In der ersten Jahreshälfte 2025 legte das sambische Justizministerium dem Parlament einen Entwurf für eine Verfassungsänderung vor (Bill 7) mit dem Ziel, Anpassungen am derzeitigen Wahlsystem, der...

Lesen ...

Unvollendete Versöhnung – Südafrikas langer Kampf um Wahrheit, Gerechtigkeit und Anerkennung

Südafrika gilt oft als Erfolgsgeschichte des demokratischen Übergangs. Doch im Schatten der politischen Befreiung blieb ein zentraler Bereich unvollständig: die juristische, soziale und politische...

Lesen ...

AU-EU-Gipfel in Luanda: was ist zu erwarten?

Am 24. und 25. November findet in der angolanischen Hauptstadt Luanda der siebte EU-AU Gipfel statt, auf dem auch 25 Jahre formalisierte Partnerschaft zelebriert werden soll. Die Frage, die sich...

Lesen ...

Eine gerechte Ressourcenpolitik ist möglich – 15. Entwicklungspolitische Herbstkonferenz des DEAB

15. Entwicklungspolitische Herbstkonferenz des DEAB mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann zur neuen Rohstoff-Studie für Baden-Württemberg (Stuttgart, 20. Nov. 2025) Lithium, Kobalt und Co. -...

Lesen ...

AU-EU People´s Summit in Angola

Der 7. EU-Afrika Gipfel findet derzeit (24./25. 11.) In der angolanischen Hauptstadt Luanda statt. Dieser Gipfel soll die Partnerschaft zwischen den beiden Regionen in Bereichen Wirtschaft und...

Lesen ...

Veranstaltungen

Jahrestagung 2026 „Migration und Arbeitswelt“
20. Mai 10.00 Uhr - 20. Mai 2026 16.00 Uhr, Schloss Fürstenried München

Global ohne Gerecht? Neue Perspektiven für die Nord-Süd-Zusammenarbeit
Jahrestagung 2026
30. Mai 10.00 Uhr - 30. Mai 2026 18.00 Uhr, Z-Quadrat, Große Langgasse 8, 55116 Mainz (Eingang Gymnasiumstraße)

Afrikas „neue Kolonialmächte“ – Nur ein neues Kapitel in der Kolonialgeschichte?
Kenako Festival 06. Juni 17.00 Uhr , Washingtonplatz, Berlin

Crashkurs Rohstoffwende 2026
Vom Oberrhein über Argentinien bis nach Simbabwe – Lithium-Abbau, Kreislaufwirtschaft und die Zukunft der Rohstoffpolitik
08. Juni 10.00 Uhr - 09. Juni 2026 16.00 Uhr, Karlsruhe

Alle satt und alles gerecht verteilt? Ressourcengerechtigkeit in Amazonien, Ernährungssicherheit in den Anden, Landkonflikte in Mexiko
11. Juni 00.00 Uhr , Welthaus Stuttgart

Koloniale Geschichtsbilder
Narrative und Perspektiven. Vortrag zur Ausstellung im MARCHIVUM
17. Juni 18.00 Uhr ,

Weilheimer Glaubensfragen 2026
08. Juli 19.30 Uhr , Pfarrei St. Pölten, Unterer Graben 48, 82362, Weilheim

Sambia vor den Wahlen 2026: Demokratie, shrinking civic space und politische Spannungen
09. Juli 17.00 Uhr - 09. Juli 2026 19.00 Uhr, online

Rein in die solidarische Zukunft. Globale Ungleichheit, kapitalistische Hegemonie und demokratische Alternativen
12. Juli 11.15 Uhr , Neuer Saal, Waldorfschule Frankfurt.

Jetzt erst recht gerecht! Allianzen stärken für globale (Schulden-)Gerechtigkeit
06. Nov. 00.00 Uhr , Jugendherberge Heidelberg

Unsere Netzwerke und Unterstützer

  • bonhoeffer-gemeinde_hd.jpg
  • attac.png
  • elm.jpg
  • misereor.jpg
  • BrotFuerDieWelt.jpg
  • dachverband_kritische_aktionaere.png
  • csm_FH_mSlogan_RGB_23d44b3954.jpg
  • kda_baden_mit_ekiba.png
  • evang_kirche_in_heidelberg.png
  • fair_toys_organisation.png
  • allianz_rechtssicherheit.png
  • cora-netzwerk.png
  • evang_kirche_in_baden.jpg
  • plough_back_the_fruits.png
  • ewz_heidelberg.png
  • ems.jpg
  • eine-welt-promotorinnen-programm.png
  • forum_menschenrechte.png
  • zimbabwe_europe_network.png
  • berliner_missionswerk.png
  • erlassjahr.png
  • deab.png
  • initiative_transparente_zivilgesellschaft.png
  • netzwerk_geldkompass.png
  • evang_kirche_in_hessen_und_nassau.png
  • gossner_mission.png
  • evang_kirchenkreis_dortmund.jpg
  • bistum_limburg.jpg
  • evang-methodistische_kirche.png