Auf der Suche nach neuer strategischer Klarheit: Die Alternative Mining Indaba 2026

Ein KASA-Team nahm vom 9. bis 11. Februar 2026 an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt teil. Die Veranstaltung fand in der St. George’s Cathedral statt. Die diesjährige Ausgabe stand erkennbar unter dem Versuch, auf wachsende konzeptionelle und politische Kritik zu reagieren. Ob die vorgenommenen Anpassungen ausreichen, um der AMI neue Relevanz und strategische Schlagkraft zu verleihen, bleibt offen.

Ursprung und Anspruch der AMI

Die Alternative Mining Indaba wurde 2009 in Kapstadt als zivilgesellschaftliche Gegenplattform zur Mining Indaba gegründet, der weltweit größten Konferenz der Bergbauindustrie. Während dort Unternehmen, Investor:innen und Regierungen dominieren, sollte die AMI den vom Bergbau betroffenen Gemeinschaften Gehör verschaffen. Von Beginn an verstand sich die AMI nicht nur als Protestforum, sondern als Raum für die Diskussion alternativer Entwicklungsmodelle jenseits eines rein extraktivistischen Ansatzes. Im Zentrum standen die Sichtbarmachung sozialer, ökologischer und ökonomischer Folgen des Bergbaus, die Verteidigung des Rechts betroffener Gemeinschaften, Bergbauprojekte abzulehnen und die Frage, unter welchen Bedingungen Rohstoffabbau zu nachhaltiger Entwicklung beitragen kann. Dabei existierte stets ein breites Meinungsspektrum – von vollständiger Ablehnung des Bergbaus bis hin zu einer konditionalen Zustimmung unter strengen Auflagen wie Konsultation, Umweltstandards und gerechter Gewinnverteilung.

Wachsende Kritik: Repräsentation und Wirksamkeit

In den vergangenen Jahren nahm die Kritik an der AMI deutlich zu, insbesondere seitens betroffener Gemeinschaften. Zwei Aspekte standen dabei im Vordergrund:

Erstens: Die zunehmende Dominanz gut ausgestatteter internationaler NGOs und Geldgeber. Vertreter:innen von Communities kritisierten, dass die AMI sich von ihrer ursprünglichen Basis entferne und zu stark von Organisationen geprägt werde, die Kooperationen mit Unternehmen oder institutionellen Akteuren eingingen. Dadurch sei der Raum für genuin community-getragene Positionen geschrumpft.

Zweitens: Die begrenzte politische Wirksamkeit. Trotz jährlich formulierter Forderungen blieben substanzielle politische Veränderungen aus. Abschlusserklärungen wurden zwar an die Mining Indaba und andere Akteur:innen übergeben, doch fehlten kontinuierliche Strategien, um Regierungen und Unternehmen zwischen den Konferenzen systematisch zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirkung führte zu wachsender Frustration.

AMI 2026: Perspektivwechsel?

Die AMI 2026 stand unter dem Motto: „Alternative Stories of Mining. Communities for Justice in Energy Transition“. Ziel war es, die global dominierende Erzählung der Energiewende aus der Perspektive betroffener Gemeinschaften zu hinterfragen. Während in Industrieländern kritische Mineralien wie Lithium oder Kobalt mit Zukunftsfähigkeit und Klimaschutz assoziiert werden, erleben viele Gemeinden deren Abbau als Fortsetzung bekannter Muster: Umweltzerstörung, Wasserknappheit, Verlust landwirtschaftlicher Flächen, Vertreibung und kulturelle Entwurzelung. Besonders eindrücklich waren Berichte über die Zerstörung von Ahnen- und Gemeinschaftsgräbern – ein Aspekt, der die soziale und spirituelle Dimension von Rohstoffprojekten verdeutlicht und in internationalen Debatten häufig ausgeblendet wird. Konzeptionell versuchte die AMI 2026, die Stimmen der Communities stärker zu zentrieren. Statt einer klassischen Konferenzstruktur setzte man auf dezentrale Workshops, Ausstellungen und eine öffentliche Demonstration mit Übergabe einer Erklärung an Vertreter:innen der Mining Indaba. Auch der Veranstaltungsort war symbolisch gewählt: Die St. George’s Cathedral – historisch ein Ort des Widerstands gegen das Apartheidregime und Wirkungsstätte von Desmond Tutu – sollte an die emanzipatorischen Wurzeln der AMI erinnern.

Strukturelle Defizite und strategische Lücken

Trotz dieser Neuausrichtung blieben zentrale strukturelle Probleme bestehen. Das erste ist die fehlende strategische Anschlussfähigkeit. Die grundlegende Frage dazu bleibt: Wie können die artikulierten Stimmen politisch wirksam werden? Solange keine belastbare Strategie existiert, um Forderungen in konkrete politische Prozesse zu überführen, bleibt die AMI primär ein Raum der Artikulation – nicht der Durchsetzung. Zwischen den jährlichen Treffen fehlen institutionalisierte Mechanismen zur Nachverfolgung von Beschlüssen, zur Koordination von Kampagnen und zur Rechenschaftspflicht von NGOs unter sich. Dadurch entsteht der Eindruck diskontinuierlicher Einzelereignisse ohne strategische Verstetigung. Zu erwähnen sind auch die Koordinations- und Kommunikationsprobleme. Die stärkere Dezentralisierung sollte Beteiligung fördern, führte jedoch zu erheblichen organisatorischen Schwächen. Informationen zu Veranstaltungen waren teilweise nicht öffentlich zugänglich, Zeitpläne unübersichtlich, Räume schwer auffindbar. In der Praxis bedeutete dies, dass viele Gruppen ausschließlich innerhalb ihrer eigenen Netzwerke mobilisieren. Parallel dazu schufen einige größere NGOs geschlossene Formate mit begrenztem Teilnehmerkreis. Dies verstärkt bestehende Spannungen über Machtverhältnisse innerhalb der AMI. Hinzu kommt, dass eine strategische Auseinandersetzung mit den zunehmenden geopolitischen Spannungen im Kontext eines globalen Wettbewerbs um afrikanische Ressourcen – auch vor dem Hintergrund sicherheitspolitischer Interessen –unterentwickelt blieb. Die Frage, wie afrikanische Akteur:innen ihre Positionen bündeln und in internationalen Foren wirksam vertreten können, wurde nur am Rande behandelt.

Rolle der zentralen AMI im veränderten Umfeld

Angesichts nationaler und lokaler AMI-Formate in verschiedenen Ländern stellt sich zunehmend die Frage nach der spezifischen Funktion der zentralen Veranstaltung in Kapstadt. Lokale Prozesse verfügen oftmals über direktere Hebel zur Einflussnahme auf Behörden und Unternehmen. Die zentrale AMI steht daher vor einer strategischen Grundsatzentscheidung: Soll sie primär ein transnationales Vernetzungsforum, ein Raum für die Verstärkung nationaler Kampagnen, für Wissensproduktion oder eine koordinierende Plattform zwischen lokalen Initiativen? Ohne klare Prioritätensetzung droht sie, weiterhin an politischer Relevanz zu verlieren. Die AMI 2026 hat erkennbar versucht, zu ihren community-orientierten Ursprüngen zurückzukehren. Symbolik, Formatänderungen und thematische Fokussierung allein reichen jedoch nicht aus. Entscheidend wird sein, verbindliche strategische Ziele zu definieren, Koordinationsstrukturen zwischen den jährlichen Treffen aufzubauen, Rechenschaftsmechanismen zu entwickeln und Machtasymmetrien innerhalb der eigenen Strukturen transparent zu adressieren. Ohne eine solche strukturelle Neuausrichtung besteht die Gefahr, dass die AMI zwar Kritik artikuliert, letztlich jedoch systemstabilisierend wirkt, weil sie keinen nachhaltigen politischen Druck entfaltet. Die AMI steht damit nicht vor einer kosmetischen Reform, sondern vor einer grundlegenden strategischen Neuaufstellung. Nur so kann sie im Kontext globalen Wettbewerbs um afrikanische Ressourcen für Energiewende und Militarisierung langfristig relevant bleiben.

 

Aktuelles

Namibia: Statement zur Kleinen Anfrage von Die Linke

Am 16. Juli wurde von der Deutschen Bundesregierung eine Antwort auf die von der Fraktion Die Linke gestellten kleinen Anfrage übermittelt, die auf kritische Fragen hinsichtlich des geplanten...

Lesen ...

Fortsetzung des Weltsozialforums nach Aufhebung der Restriktionen

Am 6. August konnte die offizielle Eröffnung des Weltsozialforums in Cotonou am Nachmittag schließlich stattfinden. Die tausenden Vertreter:innen sozialer Bewegungen, Wissenschaftler:innen,...

Lesen ...

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century

Die Bilder aus Ceuta gehen derzeit um die Welt. Tausende Menschen versuchen, die europäische Außengrenze zu überwinden. Viele bezahlen den Versuch mit ihrem Leben, andere stranden zwischen...

Lesen ...

Weltsozialforum in Cotonou: Solidarität mit sozialen Bewegungen weltweit

Mit dem heutigen Auftakt des Weltsozialforums in Cotonou (Benin) veröffentlicht die deutsche Delegation eine gemeinsame Pressemitteilung, in der sie ihre Solidarität mit den sozialen Bewegungen...

Lesen ...

Neue Kollegin bei der KASA

Mein Name ist Marita Anna Wagner und ich freue mich, ab dem 1. August 2026 das Team der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) unterstützen zu dürfen. Für die nächsten sechs Monate...

Lesen ...

Ein gutes Leben für ALLE – am Beispiel der großzügigen Felsenbirne. Literaturtipp für den Sommer

Viele Menschen können sich nicht konkret vorstellen, wie ein gutes Leben für ALLE – weder national und noch viel weniger global – möglich sein kann und funktionieren soll. Sofort fallen diesen...

Lesen ...

Kahlschlag beim Lieferkettengesetz? Koalitionsausschuss will 95 % der Unternehmen aus der Verantwortung nehmen

Aktuelles von der Initiative Lieferkettengesetz: Vom Koalitionsausschuss bis zur CSDDD-Umsetzung Im Koalitionsausschuss am 1. Juli haben die Parteispitzen von CDU/CSU und SPD angekündigt, den...

Lesen ...

Yaoundé wirkt so alt wie Paul Biya: Eindrücke am Rande der 14. Ministerialkonferenz der WTO

Im März dieses Jahres reiste ich nach Yaoundé (Kamerun), um an Aktivitäten rund um die 14. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation teilzunehmen. Zuvor war ich bereits in Kapstadt, Luanda,...

Lesen ...

Save the Date: Afrika neu denken 2026

Völkerrecht am Ende? Afrikanische Ressourcen und Strategien für eine Zukunft jenseits des Imperialismus Unter diesem Titel lädt die Konferenz Afrika neu denken 2026 dazu ein, den gegenwärtigen...

Lesen ...

Sambia vor der Wahl: wirtschaftliche Stabilität und wachsende Unzufriedenheit

Am 13. August 2026 wählt Sambia einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Fünf Jahre nach dem Wahlsieg von Hakainde Hichilema und seiner United Party for National Development (UPND) steht das...

Lesen ...

Wie man sich (nicht) entschuldigt. Bausteine für Klimareparationen

Nandiuasora “Nandi” Mazeingo (Ovaherero Genocide Foundation), Sima Luipert und Johannes Maboss Ortmann (Nama Traditional Leaders Association) sowie Felix...

Lesen ...

Online Veranstaltung: Sambia

Mit dem Wahlsieg von Präsident Hakainde Hichilema im Jahr 2021 verbanden viele Menschen in Sambia und international große Hoffnungen auf demokratische Reformen, politische Öffnung und einen...

Lesen ...

Gemeinsam den Wirtschaftswende Kongress 2027 gestalten!

Einladung zum Planungstag: Gemeinsam den Wirtschaftswende Kongress 2027 gestalten! Wir blicken seit Jahren auf tiefgreifende Krisen: Klimawandel, extreme soziale Ungleichheit, die Ausbeutung von...

Lesen ...

Starke Standards schützen Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen

Zahlreiche Organisationen, Unternehmen, Verbände, Institute und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor dem schleichenden Abbau von Schutzrechten in...

Lesen ...

Südafrika vor sozialpolitischer Weichenstellung: Neues Basic Income Support (BIS) oder ein echtes universelles Grundeinkommen?

Südafrika steht vor einer der wichtigsten sozialpolitischen Entscheidungen seit dem Ende der Apartheid. Die Regierung arbeitet derzeit an einem neuen System der sozialen Grundsicherung, dem...

Lesen ...

50 Jahre Sowetoaufstand: die Jugend klagt an

Zum 50. Jahrestag des Soweto-Aufstands am 16. Juni 2026 debattiert in Südafrika über Erinnerung, soziale Gerechtigkeit und das unerfüllte Versprechen der Befreiung. Von vielen Regierungen werden...

Lesen ...

President Netumbo Nandi-Ndaitwah: "Wir sind zu wenige, um arm zu sein”

Warum die Debatte um ein universelles Grundeinkommen aktueller ist denn je Von außen betrachtet gilt Namibia oft als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas. Das südwestafrikanische Land...

Lesen ...

Simbabwes Lithium-Wende

Lithium ist zum strategischen Rohstoff des 21. Jahrhunderts geworden. Ohne Lithium keine Elektroautos, keine Batteriespeicher, keine groß angelegte Energiewende. Während Europa und Nordamerika ihre...

Lesen ...

Argumentationsleitfaden: Reparationen für den Genozid in Namibia?

Die Debatte über Reparationen für koloniales Unrecht gewinnt international an Bedeutung – auch im Umgang mit dem deutschen Völkermord an den Ovaherero und Nama sowie an Damara und San in der...

Lesen ...

Jahresbericht 2025 der WÖK erschienen

„Als Vorstand möchten wir einladen, dass Sie die WÖK in alle Munde bringen, damit die Kompetenzen abgefragt und eingebracht werden können und sie neue Unterstützer:innen bekommt. In Zeiten, in denen...

Lesen ...

Ein gutes Leben für ALLE – ein Format entwickelt sich

Viele Menschen können sich nicht konkret vorstellen, wie ein gutes Leben für ALLE – weder national und noch viel weniger global – möglich sein kann und funktionieren soll. Sofort fallen diesen...

Lesen ...

Presse-Echo: Proteste in Namibia und Berlin

Zeitgleich zu einer Menschenkette auf Shark Island in Namibia demonstrierten wir am 11. April in Berlin in Solidarität mit den betroffenen Gemeinschaften. Als Teil des Bündnisses „Völkermord...

Lesen ...

Save the date - Afrika neu Denken 2026

Völkerrecht am Ende? Afrikanische Perspektiven für eine Zukunft jenseits des Imperialismus Kriege, wirtschaftlicher Druck und das brüchig werdende Völkerrecht prägen unsere Gegenwart. Während...

Lesen ...

Chinas Offensive gegenüber Afrika in Zeiten globaler Unsicherheiten

Am 1. Mai 2026 trat die von Chinas Präsident Xi Jinping bereits im Februar angekündigte Zollfreiheit für 53 der 55 afrikanischen Staaten in Kraft. Die Maßnahme erfolgt in einem Kontext wachsender...

Lesen ...

„Damit Ordnung im Elternhaus der Menschheit herrscht“. Hommage an Dr. Urbain N´dakon

Am 5. Januar 2026 verstarb Dr. Urbain N’dakon. Er war promovierter Germanist, Qualitätsmanager und Vorstand der Genossenschaft MacoopA (Maat-Afrika). Viele kannten ihn als Brückenbauer zwischen Côte...

Lesen ...

Die WÖK/KASA startet eine Petition gegen das NGO-Gesetz in Angola

„Nein zum NGO-Gesetz in Angola – Schutz für Zivilgesellschaft und Menschenrechte“, so heißt die von der WÖK/KASA gestartete Petition gegen das NGO-Gesetz in Angola. Begründet wird das Gesetz mit der...

Lesen ...

Endlich online: Das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit mit eigener Webseite

Ab sofort ist das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg erstmals unter rohstoffgerecht.de mit einer eigenen Webseite vertreten. Als Werkstatt Ökonomie koordinieren wir das Büdnis mit, in...

Lesen ...

Aktiv werden fürs Lieferkettengesetz: E-Mails an die Politik

Das deutsche Lieferkettengesetz wirkt gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung. Das zeigen mittlerweile viele Beispiele. Dennoch wird in der Bundesregierung nun auch auf deutscher Ebene dessen...

Lesen ...

Pressemitteilung: Die Energiewende gerecht gestalten!

Pressemitteilung I Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und NaturFreunde Baden-Württemberg e.V.  Die Energiewende gerecht gestalten! Zukünfte dekolonisieren: Keine...

Lesen ...

Shrinking Space auch in Sambia?

Als Hakainde Hichilema im August 2021 die Präsidentschaftswahlen in Sambia gewann, galt dies weit über die Landesgrenzen hinaus als demokratischer Hoffnungsmoment. Nach Jahren wachsender Repression...

Lesen ...

Wiederkehrendes Muster: Xenophobie in Südafrika

Die jüngsten xenophoben Angriffe in Südafrika erscheinen häufig als spontane Eskalationen, doch empirische Daten zeigen, dass sie auf tief verankerten gesellschaftlichen Einstellungen beruhen. Am...

Lesen ...

Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen...

Lesen ...

Jetzt anmelden zur Tagung: Zukünfte dekolonisieren – Kritische Blicke auf "grüne" Technologien"

Meldet euch noch schnell zu unserer Tagung an, kommt vorbei und diskutiert mit uns! Stell dir vor: Die Energiewende ist in vollem Gange – aber nicht alle profitieren gleich davon. Für „grüne...

Lesen ...

Papst kritisiert Ausbeutung Angolas – und nimmt Eliten in die Pflicht

 „Mächtige Interessen greifen nach den materiellen Reichtümern Angolas. Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Verwüstungen sind die Folge dieser ausbeuterischen...

Lesen ...

Angola kriminalisiert Zivilgesellschaft – unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung

KASA richtet Stellungnahmen an FATF EU Task Force und UN-Sonderberichterstatterinnen Mit dem neuen NGO-Gesetz verschärft die angolanische Regierung ihren Kurs gegenüber unabhängiger...

Lesen ...

Demo-Aufruf: Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch

Ein geplanter Hafenausbau rund um Shark Island in Namibia bedroht einen zentralen Erinnerungsort an den deutschen Kolonialgenozid an den Ovaherero und Nama. Während Betroffene am 11. April in...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort


Lesen ...

Das leere „Paket“ einer blockierten Welthandelsordnung

MC14 in Yaoundé Die Welthandelsorganisation (WTO) befindet sich seit Jahren im Krisenmodus. Ihr wurde wiederholt das baldige Ende vorausgesagt, und tatsächlich hat sie deutlich an politischem...

Lesen ...

Nachhaltiger Handel oder Fortsetzung extraktiver Muster?

MC14 in Yaoundé:  Auch in Yaoundé findet am Rande der Ministerialkonferenz 2026 der WTO ein Trade and Sustainability Hub 2026 statt. Dieser wird seit mehreren Jahren parallel zu den...

Lesen ...

Anspruch und Wirklichkeit: Die Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz MC14 in Yaoundé

Am 26. März fand im Palais des Congrès in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, die Eröffnung der 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) statt. In den Eröffnungsreden gingen...

Lesen ...

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

 Heute, am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot...

Lesen ...

Südafrikas späte Suche nach Gerechtigkeit: Die Untersuchungskommission zu blockierten Apartheid-Verfahren

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid steht Südafrika erneut vor einer grundlegenden Frage seiner demokratischen Selbstvergewisserung: Warum wurden zahlreiche schwere Verbrechen aus...

Lesen ...

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen...

Lesen ...

Fairtrade und die Realität auf Südafrikas Weinfarmen

Hoffnung auf Gerechtigkeit durch Fairtrade Fairtrade gilt für viele Konsument:innen als Garant für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Besonders im globalen Weinhandel spielt Südafrika...

Lesen ...

Angola zwischen Aufbruch und Repression: Rohstoffreichtum, soziale Spannungen und der schwierige Weg in die Zukunft

Von außen betrachtet erscheint Angola als ein Land mit enormem Potenzial. Reich an natürlichen Ressourcen, strategisch gelegen und zunehmend eingebunden in globale Energie- und Handelsnetzwerke,...

Lesen ...

Zwischen Befreiungsmythos und verdrängtem Massenmord: Namibia und Simbabwe im Streit um Erinnerung und Gerechtigkeit

Simbabwe und Namibia im Vergleich Die Debatten um Genozid, Gewalt und historische Verantwortung verlaufen im südlichen Afrika nicht entlang einfacher Opfer-Täter-Schablonen. Wer Namibia und...

Lesen ...

Wen Kümmerts?


Lesen ...

Neuerscheinung: Zollbruchstellen im System

Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus. Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit...

Lesen ...

Alles wird kommen – nur wann? Die State of the Nation Address 2026 in Südafrika im Realitätscheck

Das KASA-Team besuchte Kapstadt in einer politisch hoch verdichteten Woche. Bereits bei der Ankunft am Flughafen wurde deutlich, dass die Stadt unter Ausnahmezustand stand: Parallel zur „Investing...

Lesen ...

Auf der Suche nach neuer strategischer Klarheit: Die Alternative Mining Indaba 2026

Ein KASA-Team nahm vom 9. bis 11. Februar 2026 an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt teil. Die Veranstaltung fand in der St. George’s Cathedral statt. Die diesjährige Ausgabe stand...

Lesen ...

Veranstaltungen

Führungskräfte und Mitarbeitende für eine faire und solidarische Wirtschaft
01. Sep. 14.00 Uhr - 01. Sep. 2026 17.00 Uhr,

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century
Symposium
17. Sep. 09.00 Uhr - 18. Sep. 2026 16.00 Uhr, Hybrid, Mytilene (Lesvos, Greece)

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century
Symposium
17. Sep. 09.00 Uhr - 18. Sep. 2026 16.00 Uhr, Hybrid, Mytilene (Lesvos, Greece)

Gerechter Frieden: Mehr als das Schweigen von Waffen
23. Sep. 19.00 Uhr - 23. Sep. 2026 21.00 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen-Überwasser, Kathagen 2, 48143 Münster

Koloniale Kontinuitäten im Fairen Handel.
29. Sep. 18.00 Uhr - 29. Sep. 2026 20.00 Uhr, Online

Of Mud and Blood – Im Rausch der Hoffnung
Film und Diskussion
07. Okt. 19.30 Uhr , Cinema Quadrat, Mannheim

Konzepte und Visionen zur Transformation Afrikas.
09. Okt. 17.00 Uhr - 09. Okt. 2026 19.00 Uhr, Die Hegge, Niesen - Hegge 4, 34439 Willebadessen

Jetzt erst recht gerecht! Allianzen stärken für globale (Schulden-)Gerechtigkeit
06. Nov. 00.00 Uhr , Jugendherberge Heidelberg

Für eine lebensfreundliche Zukunft: Mehr Kooperation in der Region
20. Nov. 09.15 Uhr - 20. Nov. 2026 11.45 Uhr, Bürgerhaus Freiburg-Zähringen, Lameystraße 2

Unsere Netzwerke und Unterstützer

  • dachverband_kritische_aktionaere.png
  • bonhoeffer-gemeinde_hd.jpg
  • VEM.png
  • Buendnis_Voelkermord.png
  • ewz_heidelberg.png
  • kda_baden_mit_ekiba.png
  • bistum_limburg.jpg
  • ems.jpg
  • misereor.jpg
  • initiative_transparente_zivilgesellschaft.png
  • RohstoffGerecht.png
  • BrotFuerDieWelt.jpg
  • evang_kirche_in_heidelberg.png
  • erlassjahr.png
  • eine-welt-promotorinnen-programm.png
  • deab.png
  • berliner_missionswerk.png
  • allianz_rechtssicherheit.png
  • Bistum_Mainz.jpg
  • forum_menschenrechte.png
  • elm.jpg
  • plough_back_the_fruits.png
  • gossner_mission.png
  • attac.png
  • cora-netzwerk.png
  • csm_FH_mSlogan_RGB_23d44b3954.jpg
  • evang_kirche_in_hessen_und_nassau.png
  • evang_kirche_in_baden.jpg
  • evang-methodistische_kirche.png
  • netzwerk_geldkompass.png
  • zimbabwe_europe_network.png
  • fair_toys_organisation.png
  • evang_kirchenkreis_dortmund.jpg