
Menschen aus dem Globalen Süden Gehör zu verschaffen, ist eines unserer zentralen Anliegen. Durch die Beziehungen der KASA, die seit fast 30 Jahren mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in der SADC-Region und dort ganz besonders in Namibia, Südafrika, Sambia Simbabwe und Swasiland arbeitet, sind wir die Schnittstelle zwischen Gruppen und Organisationen im Südlichen Afrika und in Europa, die sich für Menschenrechte sowie für soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit einsetzen.
Wir öffnen Räume für die Diskussion von Alternativen und den sozial-ökologischen Umbau. Wir befähigen Menschen, damit sie ins Handeln kommen. Wir schaffen Plattformen für Menschen, deren Stimmen allzu oft überhört werden und vernetzen Menschen und Organisationen. Die Impulse aus dem Südlichen Afrika nehmen wir in unsere Solidaritätsarbeit auf und bringen sie in die politische Debatte in Deutschland und Europa ein.
Schwerpunkte und Projekte
Menschenrechtsverteidiger:innen
Menschen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzten, exponieren sich und ihre Familien, sind häufig von staatlichen Repressionen, Verfolgung, Verhaftungen und Schlimmerem betroffen. Ihre Arbeit sichtbar zu machen, kann sie als Person schützen. Solidaritäts- und Lobbyarbeit sind hier wichtige Aspekte, um Partner:innen und ihre Organisationen bekannt zu machen und im Notfall über ein Netzwerk zu verfügen, um konkret eingreifen zu können. Derzeit besonders betroffen sind unsere Kolleg:innen in Simbabwe und Swasiland/eSwatini.
Gesellschaft zusammenbringen
Um Gesellschaft (wieder) zusammenzubringen und um dem Gemeinwohl zu dienen, unterstützt und verbreitet die WÖK den Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die GWÖ legt die Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Mitbestimmung und Transparenz als "Maßstab" fest. Das Wohl von Menschen und Umwelt (Gemeinwohl) und ein gutes Leben für alle wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens. Dieser wertebasierte und ganzheitliche Ansatz harmoniert auch sehr stark mit den SDGs. Deshalb integriert die WÖK die GWÖ in ihren Projekten und sieht hier ein großes Potenzial für Veränderung.
Lobbyarbeit zu Angola
Im Auftrag von Brot für die Welt und Misereor unterstützen wir angolanische Partner dabei, ihre Perspektiven in deutsche und europäische Politikprozesse einzubringen. Im Fokus stehen dabei Menschenrechte, die neue NGO-Gesetzgebung, Rohstoffpolitik sowie Landrechte. Vor dem Hintergrund wachsender Repression und sozialer Spannungen erstellen wir Analysen, stärken Netzwerke und nutzen Zeitfenster wie den EU-Afrika-Gipfels 2025 in Luanda, um Aufmerksamkeit auf die prekäre Situation zivilgesellschaftlicher Organisationen zu lenken. Die Arbeit zeigt: Rohstoffökonomie, soziale Gerechtigkeit und zivilgesellschaftliche Freiräume sind eng verknüpft – und erfordern gezielte Lobbyarbeit.

